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Alec Axevin

McDonald

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Freitag, 14. Juni 2013, 20:58

Kurzgeschichte: Die Suche


Die Suche

Auf den Spuren des Dominions
Lieutenant Alec Axevin
Leitender Operationsoffizier
USS New Age

Captain Alec McDonald
Kommandierender Offizier
USS Galahad
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Freitag, 14. Juni 2013, 21:10

USS CICERO

Mit Maximum Warp schoss das neue Flaggschiff Admiral Shermans durch das All. Captain Maxwell hatte eindeutige Befehle: so schnell wie möglich von den San Francisco Fleetyards abdocken und DEEP SPACE NINE anfliegen, anschliessend Sherman von der PARZIFAL übernehmen, damit Captain Shaw in den Gamma-Quadranten abreisen und das Geschwader verstärken konnte. "Was halten Sie von Ihrem neuen Schiff", fragte ihr neuer XO. Sie hätte gerne T'Val, ihren letzten Taktikoffizier gehabt, aber die Vulkanierin war inzwischen selbst Captain und kommandierte die LANCELOT, das letzte Schiff des Geschwaders. Commander Lloyd war ein fähiger Offizier, bestimmt, aber ihr gänzlich unbekannt. Und sie mochte es nicht, wenn sie ihre Leute nicht kannte. Aber Sherman hatte darauf bestanden, wie auf jedem seiner Schiffe, die gesamte Führungsmannschaft selbst auszusuchen. Und nur einer hatte ihn beraten: Commander Jack Bond, ein ehemaliger Sicherheitsoffizier, der sich sehr undurchsichtig gab. Allerdings war Lloyd für Bond kein Unbekannter, was sie auch nicht gerade beruhigte.

"Viel", antwortete sie. "Im Gefecht etwas schwerfällig, aber ich habe vorher eine Norway kommandiert, also ist das wohl ein ordentlicher Aufstieg, meinen Sie nicht?" Lloyd lächelte und nickte. "Für mich ist es ebenfalls eine Ehre, auf so einem Schiff zu dienen." Sie wies auf den Platz neben sich, da er stand. Er setzte sich. "Entschuldigung, Captain, ich laufe gerne herum." "Ich auch", entgegnete sie freundlich. Er replizierte ein Padd. "Ich denke, Sie wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Ich habe bisher auf der KIEV und der MINSK gedient und dort Missionslogbücher verfasst. Ich muss zugeben, ich war überrascht, dass Commander Bond mich hierher lotste." "Bond?" "Ach, kommen Sie, das ist doch kein Geheimnis." Sie lachte. "Nein, aber warum überrascht?" "Wir verstehen uns, aber wir sind nicht die besten Freunde." "Das waren er und der Erste Offizier auf der GALAHAD auch nicht, der vorher Chefingenieur auf VANGUARD war. Zumindest, nachdem sich Bond unter merkwürdigen Umständen dort fortmachte, kurz nachdem man ihm zum Sicherheitschef befördert hatte. Trtotzdem scheint Bond darüber zu stehen und diejenigen besonders zu schätzen, die er auswählt." Lloyd wurde nachdenklich. "Es ist merkwürdig, dass er über einen derart grossen Einfluss verfügt." Sie erhob sich. "Ich werde darüber nachdenken und über das, was in Ihren Missionslogbüchern steht. Sie haben die Brücke, Commander."

Mary Maxwell hatte noch einen anderen Grund, in ihren Raum zu gehen. Sie wusste, dass ihr Sohn Henry, der auf der GALAHAD stationiert war, Lloyd kannte. Aber sie hatte schon seit Tagen vergeblich versucht, Kontakt zu ihm aufzunehmen. Zuletzt befand er sich auf dem Weg von der Erde zu einer Minenkolonie, mehr mochte oder konnte er nicht sagen. Was er nicht wusste, war: sie war damals bereits von der MAROC abberufen und zur Erde zurückbefohlen worden. Kurz, nachdem sie ihn von der MAROC auf die GALAHAD überstellt hatte. Sherman selbst hatte ihr eröffnet, dass sie die CICERO bekam. Eine Sovereign, eine der wenigen, die in der Flotte Dienst taten. Es hatte sich gelohnt, so lange auf ein Kommando zu warten, dachte sie. Die CICERO war erst ihr zweites Kommando, aber sie hatte langjährige Erfahrung als Sternenflottenoffizier. Nur um ihrem Mann nahe zu sein, der als Captain der Flotte diente, hatte sie stets ein eigenes Kommando abgelehnt - bis er zum Rear Admiral befördert wurde.

Auch diesmal gelang es ihr nicht, eine Kommunikationsverbindung zur GALAHAD herzustellen. Also las sie das Padd, das Lloyd ihr gegeben hatte. Und sie rief sich die Datenbank mit seiner Personalakte auf.
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Sonntag, 16. Juni 2013, 00:17

Deep Space Nine

Es dauerte eine Weile, bis das Schiff ihr Ziel erreichte. Maxwell liess an einem der oberen Pylone andocken und stieg als Einzige aus. Die CICERO würde nicht lange genug hier bleiben. "Willkommen", begrüsste sie Lieutenant Commander Dax, die inzwischen Erster Offizier der Station war. "Commander Kira erwartet Sie." "Commander Kira? Wo ist Sherman?" "Der Admiral ist auf Cardassia Prime, Captain. Folgen Sie mir, bitte." Maxwell war überrascht. Was wollte der Chef auf Cardassia? Sie mochte diese Species nicht. Auch wenn ihr Schwiegervater ihr einen anderen Blick auf sie ermöglichte. Sie betraten die Operationszentrale und Dax stieg mit dem Captain die Treppe hinauf zum Büro des Kommandanten. Kira lächelte, als sie Maxwell sah. "Mary, ich freue mich, Sie zu sehen." Sie umarmten sich. Während ihrer Zeit auf der MAROC war Captain Maxwell oft hier und sie und Nereth waren befreundet. "Nereth, wie geht es Ihnen?" "Oh, abgesehen davon, dass ich mich an neue Gepflogenheiten und Uniformen gewöhnen muss, gut. Nur Odo fehlt mir." Maxwell nickte. "Ich verstehe." Kira wies auf einen der Sitzplätze. "Es war ein einzigartiges Erlebnis, das man mit niemanden teilen kann. Aber er fehlt mir auch als Sicherheitschef." Sie lächelte. "Nun zu Ihnen. Sie bleiben hier und können Ihrer Crew vierundzwanzig Stunden freigeben. Commander Bond und Commander Stirling sind auf den Weg hierher und sie werden sie aufnehmen. Anschliessend fliegen Sie zu Sherman und nehmen ihn an Bord. Dann werden Sie in den Gamma einfliegen." "Mehr wissen Sie nicht?" "Nur, dass Ihr Schiff dem Admiral als Operationsbasis dienen wird, weil er es vorzieht, mobil zu bleiben", antwortete Kira. "Ausserdem, dass Sie jederzeit Unterstützung der Cardassianer erhalten werden, wenn es brennen sollte. Ferner weiss ich, dass alle Schiffe des Geschwaders keinen Forschungsauftrag haben und das dieser nur als Tarnung dient, um eine wesentlich wichtere Aufgabe zu verdecken. Sie suchen etwas. Was, kann ich nicht sagen, aber die Captains Vanderbildt, O'Connor und Montgomery haben es schon seit Wochen gesucht und nicht gefunden. Stattdessen wurden sie von Jem'Hadar angegriffen. Jetzt stösst eine weitere Ronin zu Ihnen." "Die GALAHAD." "Nein, die LANCELOT unter Captain T'Val. Die GALAHAD soll den Cardassianern bei irgendetwas helfen, sobald ihre bisherige Mission erfüllt sein wird. Das ist eine persönliche Bitte Ihres Schwiegervaters gewesen. Botschafter Irwin hat mit den Cardassianern etwas ausgehandelt und diese Mission wird ein Teil dieses Deals sein." "Sie wissen viel." Kira lächelte. "Ich war mal im Untergrund, schon vergessen?" Maxwell grinste. "Ihre Kanäle fliessen noch", stellte sie bewundernd fest. "Ja, tun sie, allerdings auch die von Mister Bond. Er hat dafür gesorgt, dass ich nicht zu viel erfahre. Er hat eine lange Zeit auf Cardassia verbracht, als Sicherheitschef der Föderationsbotschaft." "Ich weiss. Ich traue ihm nicht." "Ich auch nicht so recht", stimmte Kira zu. "Stirling ist weitaus offener. Halten Sie sich an ihn." "Ein guter Rat. Was macht eigentlich Admiral Grant?" "Der schmort weiter auf der Erde und hält die Verbindung zum Starfleetkommando." "Sie sind ein merkwürdiges Paar, Sherman und Grant", meinte Maxwell nachdenklich. Kira nickte. "Sie sind wie Brüder. Sie haben viel miteinander erlebt, sie vertrauen sich blind. Ihre Frauen mögen sich nicht sonderlich, aber sie sind die dicksten Freunde."

Maxwell gab, wie besprochen, ihrer Crew frei. Sie selbst erholte sich zunächst in einer von Quarks Holosuiten, um dann in ihr Quartier zurückzukehren und mit ihrem Mann zu sprechen, der selbst Admiral und auf der Erde stationiert war. Admiral Irwin arbeitete für Admiral Ross, dem wohl mächtigsten Offizier in der Sternenflotte.

*Hallo*, begrüsste er sie gut gelaunt. *Ich hätte nicht gedacht, dass wir uns so schnell wiedersehen.* Sie lächelte, denn es war ein Scherz. "Ich vermisse dich auch", antwortete sie. "Wie war dein Tag bisher?" *Naja, ich darf sagen, meine Gesundheit ist bestens und die Erde ist ausser Gefahr.* Er rückte den Monitor näher heran. *Zur Zeit seid Ihr in Sicherheit, soweit wir das beurteilen können. Die GALAHAD ist das Ziel. Aus unserer Sicht sind die Operationen der anderen Schiffe kleine Nadelstiche, weil sie noch nicht gefunden haben, was sie suchen.* "Was suchen Sie, weisst du das?" *Nein, selbst Ross weiss es nicht so genau. Sherman wird diesbezüglich unter Druck gesetzt, weil er ihn an der kurzen Leine hält. Es hat was mit Dad zu tun. Er hat den Cardassianern Zusagen gemacht.* Sie schüttelte den Kopf. "Der Botschafter scheint in einer tiefen Schuld zu stehen." *Sieht so aus.* Er wollte nicht viel dazu sagen, das spürte sie. Offensichtlich wusste er mehr. Stattdessen fragte er: *Wie gefällt dir die CICERO?* "Ein hervorragendes und sehr grosses Schiff", antwortete sie. "Ich mache mir gerade den Spass, jedes Deck einzeln zu inspizieren. Ich werde wohl den ganzen Tag brauchen." Im Bür des Admirals piepste es. *Ich möchte dich nicht weiter aufhalten, meine Liebe. Wir sprechen uns ein anderes Mal. Ich hoffe, unserem Sohn geht es gut.* "Ich auch,ich habe leider nichts von ihm gehört. Bis dann." Die Verbindung wurde beendet.


Sternenflottenkommando

Ulysses Grant und Tecumseh Sherman hatten nicht nur gemeinsam, nach berühmten Nordstaaten-Generälen des 19. Jahrhunderts benannt worden zu sein, sie entstammten tatsächlich jenen Familien, so dass Grant in seiner Ahnenreihe sogar einen amerikanischen Präsidenten aufweisen konnte, wenn jener auch zu den entfernten Verwandten seiner direkten Vorfahren gehörte. Nachdenklich sah Grant aus dem Fenster. Er war ziemlich einsam hier, nachdem der Stab nach Cardassia abgereist war. Ein Chief Petty Officer war noch hier, und ein Petty Officer, beide als administrative Unterstützung. Er drückte auf die Sprechtaste. "Chief, machen Sie Feierabend." *Danke, Sir: Gute Nacht, Sir.* "Gute Nacht." Der Admiral setzte sich an seinen Schreibtisch und stellte eine Verbindung zu einem der benachbarten Büros her. "Henry, wie geht es?" *Danke, ich habe gerade mit meiner Frau gesprochen.* "Ich hoffe, nicht über die Suche?" *Ich bitte Sie, Ulysses.* "Geheimdienstberichten zufolge sind wir nahe dran. Ich denke, wir senden die CALYPSO. Ich denke aber, wir sollten Bond einen Gefallen tun und sie erst einmal nach Cardassia beordern. Sie erhalten einen Tag Landurlaub." *Gute Idee. Admiral Vanderbildt ist auch dort. Er hat mit dem Botschafter zu tun.* "Ich weiss", antwortete Grant lächelnd. *Ich bin auch in Kürze dort. Mit der LANCEOLOT. Anschliessend nimmt mich die MAROC zurück. Sie hat inzwischen ein neues Kommando.* "Auch das weiss ich. Viel Erfolg. Ich halte die Stellung hier." *Davon bin ich überzeugt. Gute Nacht.* Grant setzte sich noch einmal an sein Terminal. Bevor er sich nachhause begab, musste er noch etwas erledigen und Kontakt zur USS ENTERPRISE aufnehmen. *Admiral Grant*, begrüsste ihn Jean Luc Picard freundlich distanziert, denn die beiden kannten sich nicht. "Captain Picard, ich möchte direkt zur Sache kommen. Ich möchte Sie bitten, Ihren Wissenschaftsoffizier Lieutenant Anne McDonald und ihre Tochter Sarah auf die USS CICERO zu überstellen." Picard dachte nicht lange nach. Er lächelte. *Ihr Anliegen hat nicht zufällig etwas mit gewissen familiären Verbindungen zu tun, Sir?* "Das auch, aber vor allem damit, dass McDonald Erfahrungen mit den Gründern gesammelt hat. Oder, um genauer zu sein, bei der Erforschung der Formwandler. Betrachten Sie es als Bitte, ich möchte Ihnen die Versetzung nicht befehlen, Captain." *Ich werde dieser Bitte nachkommen, wenn auch schweren Herzens. Sie ist ein guter Offizier. Aber unter einer Bedingung: befördern Sie sie zum Lieutenant Commander.* "Das lässt sich machen, Captain Picard. Ich danke Ihnen." *Wir werden in etwa einer Woche bei Deep Space Nine andocken, Admiral. Dann werden wir McDonald überstellen.* "Sehr gut. Das ist früh genug, Captain. Alles Gute." *Vielen Dank, Admiral Grant.*
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Sonntag, 16. Juni 2013, 22:43

Cardassia

Eng umschlungen lagen sich Jack und Alexandra in den Armen. Jack Bond hatte sich auf der CALYPSO im Quartier des Captains bequem gemacht, denn schliesslich war der Kommandierende Offizier seine Ehefrau. Sie hatten einige Stunden der Leidenschaft hinter sich, mit reichlich Pausen dazwischen. Lange hatten sie darauf warten müssen. Ein Eheleben war nicht einfach in diesen Jobs. "Weisst du, wie es weitergeht", fragte sie, und küsste ihn zärtlich. Er strich ihr durchs Haar. "Ja, aber ich möchte dem Briefing nicht vorgreifen, das morgen früh stattfindet." Er lächelt. "Ihr sollt Euch auf die Jagd machen." Sie setzte sich auf. "Also ist etwas dran an meiner Vermutung?" Er nickte ernst. "Ja, es ist etwas dran. Deshalb sind wir alle hier." Er stand auf und zog sich einen Bademantel an.

Wenig später, eigentlich eine ganze Weile später, nachdem er geduscht und mit Alexandra gefrühstückt hatte, befanden er und Commander Stirling sich auf einem Danube-Shuttle auf dem Weg nach Deep Space Nine. Warum Sherman es so kompliziert haben wollte, dass sie beide von Cardassia nach DS Nine und anschliessend mit der CICERO nach Cardassia flogen, um ihn aufzunehmen, war selbst Jack ein Rätsel. Es war wohl als Finte gedacht, um mögliche Spione zu verwirren.


Deep Space Nine

Als die beiden Commanders ankamen, gab es ein äusserst freundschaftliches Wiedersehen im Quark's, denn beide kannten Captain Maxwell gut. Sie hatten gemeinsam mit ihr auf der KIEV gedient, als ihr Mann noch Kommandant des Schiffes war. "Also", fragte sie, "worum geht es hier eigentlich?" Jack nahm einen Schluck Whisky, bevor er antwortete. "Das wissen Sie nicht? Nun gut, dann wollen wir es mal verraten: wir suchen das Klonzentrum der Jem'Hadar. Alles deutet darauf hin, dass es nur noch ein einziges gibt. Es ist brandneu und es ist anders, denn diese Krieger sind nicht vom Ketracel-White abhängig. Trotzdem sind sie kontrollierbar und sie sind ebenso stark wie die Abhängigen." Stirling ergänzte: "Wir hoffen, im Klonzentrum die Antwort auf die Frage zu finden, woher diese Mutation stammt und auch, wer diese Krieger führt. Das ist immer noch ein Rätsel. Wir haben allerdings eine Vermutung." Maxwell betrachtete nachdenklich ihr leeres Glas. "Ich auch. Ich vermute, dass es ein Gründer ist." Bond schüttelte den Kopf. "Das ist es eben. Die Gründer scheinen sich an das Abkommen mit der Föderation zu halten. Sie bleiben in der Isolation ihrer Grossen Verbindung. Ihr Heimatplanet steht unter Qarantäne und wird von uns, den Cardassianern, den Klingonen und den Romulanern überwacht." "Wer ist es dann?" "Eine Vorta. Ebenfalls eine Mutation", antwortete Stirling. "Bitte behandeln Sie die Informationen vertraulich. Wir sollten sie weitergeben, aber nur an Sie, nicht an Ihre Offiziere. Auch nicht an Lloyd, vorerst nicht." "Verstanden."

Nach einer weiteren Runde, natürlich völig alkoholfrei, verliessen die drei die Bar. Die gesamte Crew der CICERO wurde an Bord zurückbeordert und das Schiff legte planmässig von der Station ab, um nach Cardassia Prime aufzubrechen.
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Montag, 17. Juni 2013, 11:37

Cardassia

Nachdem die CICERO die Umlaufbahn Cardassias erreichte, liessen sich Botschafter Irwin und Admiral Sherman an Bord beamen. Nach Ihnen kamen auch die Kommandanten des Geschwaders an Bord, das unter dem Kommando des Admirals stand - bis auf eine Ausnahme: die GALAHAD befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer anderen Mission. Amanda Shaw, Alexandra Vanderbildt, Ian O'Connor und Ian Montgomery waren durch T'Val verstärkt worden. Die Vulkanierin kommandierte ein weiteres Schiff der Ronin-Klasse, die USS LANCELOT. Auch Commander Bond und Commander Stirling waren anwesend. "Bevor wir beginnen, stelle ich Ihnen Captain Mary Maxwell-Irwin von der CICERO und Captain T'Val von der LANCELOT vor. Damit wäre unser Geschwader vollständig", erläuterte Sherman. "sie wissen inzwischen alle, worum es geht: wir durchsuchen den Gamma-Quadranten, um ein Klonzentrum der Jem'Hadar zu finden. Eigentlich sollten alle Zentren nach dem Ende des Dominion-Krieges zerstört sein, aber es muss noch eines geben. Und es werden dort Klone herangezogen, die nicht von Ketracel-White abhängig sind." Der Admiral zeigte eine Darstellung eines Genstranges. "Dieser Strang enthält den Code, der uns zu dem Zentrum führen wird. Dort, wo eine hohe Konzentration dieses Codes zu finden ist, und dazu Laboranlagen mit biologischem Zellmaterial, die zweifellos schwer bewacht sein dürften, werden wir finden, was wir suchen. Wir vermuten, dass Sie, Captain Vanderbildt, nahe daran waren, dieses Zentrum zu finden." Der Admiral vusialisierte eine Sternenkarte. "Hier in dieser Region dürfte es sich befinden. Ich habe daher beschlossen, dass Sie dorthin fliegen und weiter suchen. Sobald Sie etwas entdeckt haben, werden Sie die PARZIFAL und die LANCELOT als Verstärkung bekommen. Die anderen Schiffe werden sich als Reserve bereit halten. Ihr Ziel ist die Zerstörung des Klonzentrums, nicht mehr und nicht weniger. Erst danach erhält die Diplomatie ihre Priorität zurück."

Die Tonlage war eindeutig. Sherman schien keinen Widerspruch zu dulden. Botschafter Irwin ergriff das Wort. "Wir haben versucht, aus unserer gefangenen Gründerin etwas herauszubekommen, aber sie versichert uns, dass die Gründer sich an das Abkommen halten. Wir glauben, dass es tatsächlich so ist. Captain T'Val hat für uns Nachforschungen angestellt und ehemalige Planeten des Dominions bereist." Er lächelte. "Ich kenne Sie schon etwas länger. Ebenso wie Captain Maxwell, deren Sicherheitschef sie war. Nun, sie hat herausgefunden, dass ein Vorta namens Kilana dahintersteckt." "Kilana?"Maxwell hakte nach. "Meines Wissens müsste sie umgekommen sein." Irwin nickte. "Möglicherweise, möglichweise auch nicht. Captain Sisko berichtete, er sei von ihr gebeten worden, sich mit ihr gegen ihre Jem'Hadar zu verbünden, indem sie sie an ihn zu verraten versuchte. Er vermutete, ihr ging das Krecatel-White aus. Wie wir wissen, scheiterte ihre damalige Mission, einen Gründer zu retten. Ihre Krieger begingen Selbstmord und sie kehrte mit den sterblichen Überresten des Gründers in ihre Heimat zurück. Den allgemeinen Gepflogenheiten des Dominions nach wäre sie für das Misslingen ihrer Mission umgebracht worden. Wir müssen davon ausgehen, dass diese Kilana ihre Mission nicht überlebt hat und, ähnlich wie beispielsweise Weyoun, ein Klon von ihr existiert, der jetzt die Führung einer White-unabhängigen Jem'Hadar-Species hat." Er erntete Schweigen. Den meisten war nicht wohl bei den Gedanken, das ehemalige Völker des Dominions wieder aktiv gegen die Föderation waren. Nur wenige hatten wirklich Erfahrungen im Kampf gegen das Dominion gesammelt. Und trotzdem waren sie ausgerechnet für Missionen im Gamma-Quadranten ausgewählt worden.

Admiral Sherman nickte Jack Bond zu. Der Commander erhob sich. "Der Geheimdienst der Sternenflotte hat T'Vals Nachforschungen zum Anlass´für weitere Ermittlungen genommen und ist sich sicher, dass eine Vorta namens Kilana die Jem'Hadar führt. Leider scheinen wir auch nicht ganz unschuldig an der Mutation der Jem'Hadar zu sein. Es gibt Hinweise darauf, dass eine Forschung, die von Doktor Bashir nach seiner Gefangennahme durch eine Gruppe von Jem'Hadar durchgeführt wurde, unter der Aufsicht dieser Vorta weitergeführt wurde und schliesslich Erfolg hatte." "Jetzt klingelt es", enfuhr es Montgomery. Dann räusperte er sich. "Verzeihung, Sir. Aber ich habe mich immer gefragt, wieso wir nicht diplomatisch vorgehen." Sherman nickte. "Wir müssen davon ausgehen, dass wir eine Büchse der Pandora geöffnet haben. Und wir müssen sie unter allen Umständen wieder schliessen." Der Admiral sah Vanderbildt an. "Es ist sicherlich in Ihrem Sinne, wenn Commander Bond sie als Berater begleitet. Er hat viel Erfahrung im Gamma gesammelt." Alexandra freute sich, dass ihr Mann sie begleiten durffte. "Selbstverständlich. Danke Sir." Sherman nickte. "PARZIFAL, LANCELOT, begeben Sie sich zu diesen Koordinaten." Er gab Shaw und T'Val jeweils ein Padd. "JANUS und PAN, Sie werden in diesen Regionen kartographieren, um unsere Tarnung aufrecht zu erhalten, dass wir nur auf Wissenschaftsmission sind." Auch O'Connor und Montgomery erhielten Padds. Schliesslich gab er Vanderbildt ihre Befehle. Dann räusperte er sich. "Sie fragen sich sicher alle, nach welchen Kriterien Sie, Ihre Offiziere und Ihre Crew für dieses Geschwader ausgewählt wurden. Nun, ich möchte Sie ein wenig aufklären. Ihre Crew mitsamt der Unteroffiziere wurde direkt von der Akademie auf die Schiffe geholt, um sie in unserem Sinne formen zu können. Für alle Offiziere ab dem Rang Ensign gilt, dass sie über herausragende Fähigkeiten verfügen. Das können Erfahrungen mit bestimmten Situationen oder herausragende Leistungen in ihren Fachgebieten sein. Mister Bond hat Monate gebraucht, um die Akte jedes einzelnen zu studieren. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Viel Glück, Captains. Alle Wegtreten."
Lieutenant Alec Axevin
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Mittwoch, 19. Juni 2013, 21:07

USS CALYPSO

Jack war nervös. Wenn ihre Informationen stimmten, dann war die CALYPSO in grosser Gefahr. Und seine Frau kommandierte sie. Das machte ihn nervös. Und es beruhigte ihn wenig, dass er mit an Bord war. Natürlich vertraute er ihr.

Zum wiederholten Male sah er sich die Bilder an, welche die Sonde geschossen hatte, die von der CALYPSO zu diesem Mond der M-Klasse geschickt wurde, der einen Gasriesen in einem Zwölf-Planeten-System umkreiste. Der Gasriese war der sechste. Und der Mond der einzige Himmelskörper mit M-Atmosphäre in diesem System. Er war bewohnt. Es waren oberirdisch Verteidigungsanlagen und einige Staffeln von Jem'Hadar-Jägern zu sehen. Röntgen-Aufnahmen und Infrarot-Bilder zeigten, dass es unterirdisch technische Einrichtungen gab, die Labors sein konnten. Und alles wies die typische Dominion-Bauweise auf. Lange bevor die CALYPSO dieses System erreichte, war sie von einem halben Dutzend Jägern abgefangen, in ein Gefecht verwickelt, in die Flucht geschlagen und schwer beschädigt worden. Alexandra wurde leicht verletzt, aber mehrere Brückenoffiziere hatte es schwer erwischt und ihr XO war getötet worden, weil er sich auf sie geworfen hatte, um sie vor herunterfallenden Trümmerteilen zu schützen, nachdem die Brücke getroffen und er das Kraftfeld aktiviert hatte. Jack würde das nie vergessen.

"Warum siehst du dir das immer wieder an", fragte Vanderbildt, als sie ihren Bereitschaftsraum betrat, in dem er es sich bequem gemacht hatte. "Ich überlege mir, wie wir uns unbemerkt nähern können." "Das wird wohl nichts", bemerkte sie. "Das ist eine Festung." Er nickte. "Hast du es mit einem Shuttle versucht?" Sie nickte. "Deswegen habe ich eins weniger an Bord gehabt. Bis vor kurzem." "Verdammt." Er überlegte weiter. "Was wäre, wenn wir eine Langstreckenkommunikation versuchen? Wir übermitteln eine Nachricht, dass wir sie gefunden haben und dass wir auf einer friedlichen wissenschaftlichen Mission sind." Sie sah in nachdenklich an. "Jetzt schon? Bei der Entfernung?" "Offensichtlich haben Sie uns ja schon entdeckt. Also, warum nicht?" Sie nickte. "Gut, warum nicht." Sie gingen gemeinsam auf die Brücke. Vanderbild wandte sich an ihre OPS. "Senden Sie eine Grussbotschaft auf allen bekannten Kanälen. Teilen Sie mit, dass wir uns auf einer friedlichen wissenschaftlichen Mission zur Kartographie dieser Region befinden und in Kürze in das Zielsystem einfliegen werden. Warten Sie auf Antwort." Dann drehte sie sich zur Taktik um. "Keine Schilde, keine Waffen." Sie setzte sich auf ihren Platz, Bond auf den des Counselors, den es hier an Bord nicht gab. Nur die GALAHAD hatte einen Counselor, selbst Shermans Flaggschiff hatte keinen. Der XO sah Vanderbildt fragend an. "Es ist nur ein Versuch", sagte sie. Er nickte. "Wir erhalten eine Antwort, nur Audio", meldetete die OPS. "Stellen Sie durch", befahl Vanderbildt.

*Was sucht die Föderation in diesem Sektor?* Die Offizierin an der OPS liess die Stimme durch einen Scanner laufen und nickte. "Kilana" bestätigte sie. *Ja, hier ist eine Reinkarnation von Kilana, um es mit Ihren Worten zu sagen. Und Sie sind Captain Alexandra Vanderbildt, Kommandierender Offizier der USS CALYPSO. Ich wiederhole meine Frage: was suchen Sie in dieser Region?* "Das, was ich in meiner Botschaft vermittelte: Wir kartographieren alle für uns erreichbaren Sektoren des Gamma-Quadranten." *Und suchen nebenbei nach einer Erklärung für das Auftreten einer neuen Generation von Jem'Hadar*, kam es höhnisch zurück. *Ich kann Sie nicht daran hindern, aber Sie werden Ihre Antwort hier nicht finden. Genauso wenig finden Sie mich hier. Diese Übermittlung ist relaisgesteuert. Das, was Sie entdeckt zu haben glauben, ist tatsächlich eine wissenschaftliche Einrichtung. Friedlich, versteht sich. Wir haben genug davon, Kriege zu führen. Vor allem gegen andere und insbesondere gegen die Föderation. Allerdings erwarten wir, dass man uns in Ruhe lässt und von Vorbereitungen ablässt, welche der Expansion in den Gamma-Quadranten dienen.* "Das schliesst offensichtlich Angriffe auf Einrichtungen der Föderation auf dem Gebiet der Föderation nicht aus", entgegnete Vanderbildt süffisant. *Oh, Sie meinen mein kleines Ablenkungsmanöver?* Die Stimme lachte. *Ihr Captain McDonald steht kurz davor, dieses kleine Problem der Föderation zu lösen. Ich hatte gehofft, es würde für mehr Wirbel sorgen. Das muss ich zugeben.* Es folgte eine Pause. *Geschehen ist geschehen. Ich kann Ihnen versichern, dass ich auf weitere Operationen dieser Art verzichten werde, weil sie ihren Zweck nicht erfüllen. Mögen Ihre Schiffe den Gamma-Quadranten erkunden, so viel sie wollen. Aber sie werden damit rechnen müssen, auf Widerstand zu stossen, wenn sie zu neugierig werden. Ich weiss, dass zur Zeit sieben Schiffe im Gamma-Quadranten operieren sollen, wenn die GALAHAD ihren derzeitigen Auftrag erfüllt hat. In Ihrem Interesse warne ich Sie: belassen Sie es dabei und wagen Sie sich nicht zu weit vor.* Die Kommunikation wurde beendet. "Alle Maschinen Stop", befahl Vanderbildt. "Mister Bond und alle Führungsoffiziere in den Bereitschaftsraum." Sie sah zum CONN. "Sie haben die Brücke, Lieutenant." Dieser nickte und setzte sich auf den Platz des Kommandanten.
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Sonntag, 23. Juni 2013, 10:44

USS CALYPSO

Alle Führungsoffiziere und Commander Bond haben sich mit Captain Vanderbildt in der Aussichtslounge der CALYPSO versammelt. "Nun", eröffnete sie die Unterredung, "Was haben Sie zu sagen?" Der Chefarzt meldete sich als erster: "Ich habe noch Verletzte aus dem jüngsten Gefecht zu versorgen. Ich kann gut und gerne auf ein weiteres verzichten." Der XO widersprach: "Unser Befehl lautet: das Klonzentrum zu zerstören. Nur auf das Wort dieser Vorta hin zu glauben, dass dies nicht das Zentrum ist, wäre etwas blauäugig." Bond nickte. "Das denke ich auch", sagte er, und erntete einen strafenden Blick Vanderbildts. Sie hätte es gerne gesehen, wenn er seine Meinung zum Schluss geäussert hätte. Der Taktikoffizier meldete sich: "Ich denke wie der Commander, Captain. Wir sollten herausfinden, ob das das Klonzentrum ist. Unabhängig davon, was die Vorta sagt." "Wir sollten herausfinden, wie und von wo die Vorta sendete", schlug der OPS vor, "möglicherweise findet sich dort ihr Hauptquartier. Und wenn ihr das Klonzentrum wichtig ist, dann findet es sich dort." Der Chefingenieur meldete sich. "Der Schiffstatus ist gut. Wir sind voll einsatzfähig. Also sind wir auch zu einhundert Prozent kampfbereit. Mehr kann ich nicht beitragen." Vanderbildt nickte. "Bond", fragte sie. "Wenn das da draussen nicht das Klonzentrum ist", erläuterte er, "sollten wir herausfinden, was es ist. Wir sind gewarnt worden, aber man hat uns nicht verboten, in den Sektor einzufliegen. Im übrigen schlage ich vor, den Vorschlag aufzunehmen und herauszufinden, von wo die Vorta gesendet hat." Vanderbildt nickte. "Gut, dann werden wir das als erstes tun. Anschliessend entscheiden wir, ob wir uns den Mond ansehen oder den Ursprungsort der Sendung. Auf Ihre Posten."

Lieutenant Alexander war sehr erfahren an der OPS, so dass sie keine Mühe hatte, die Relaisstation ausfindig zu machen, von der Kilana gesendet hatte. "Die Mondbasis gilt als Relais. Tatsächlich liegt der Sender aber ausserhalb des Systems. Die Vorta hat also nicht gelogen." "Wie weit entfernt", fragte Vanderbildt. "Weit", war die Antwort, "zu weit jedenfalls, um einen genauen Standort zu lokalisieren. Ausserdem werden mindestens zwei weitere Relais benutzt." "Werden?" "Ja, es besteht reger Kommunikationsverkehr zwischen der Mondbasis und einer weiteren Station." "Entschlüsselung?" "Unmöglich?" Vanderbildt nickte. "Commander Smith, Sie haben die Brücke. Ich erstatte Admiral Sherman Bericht. Alexander, eine Verbindung zur CICERO. Legen Sie sie in meinen Raum." Sie winkte Bond, ihr zu folgen.

Sherman hörte aufmerksam zu. *Interessante Entwicklung*, stellte er fest. *Es war das erste Mal, dass Kilana Kontakt mit einem von uns zuliess. Bisher griff sie uns an. Es war schon ein wenig zynisch, zu behaupten, man habe genug davon, Krieg zu führen.* "Möglicherweise hat sie ihre Position inzwischen so weit gefestigt, dass sie es sich leisten kann, sich in die Karten sehen zu lassen. Oder sie glaubt ihre geheimsten Stützpunkte sicher genug. Was sollen wir jetzt tun?" *Schauen Sie sich diese Basis an, wenn Sie können. Finden Sie so viel heraus wie möglich. Versuchen Sie es zunächst diplomatisch. Wenn es nicht klappt, ziehen Sie sich zurück. Vielleicht ist es klug, sie nicht zu zerstören und kein Öl ins Feuer zu giessen. Aber werden Sie angegriffen, wehren Sie sich.* "Verstanden, Sir." Sie sah zu Bond. "Wir fliegen also zur Mondbasis, nehmen Kontakt auf und versuchen herauszufinden, was sie ist." Er nickte. Sie standen auf und kehrten zur Brücke zurück.

Zurück auf der Brücke nahm Vanderbildt ihren Platz ein. "Kurs auf die Mondbasis", befahl sie, und die CALYPSO näherte sich dem Stützpunkt der Jem'Hadar, ohne dass von dort feindliche Jäger aufstiegen. "Offensichtlich wollen sie diesmal nicht angreifen", bemerkte der XO. "Schilde hoch?" "Nein, keine Waffen, keine Schilde", beharrte Vanderbildt. "wir provozieren sie nicht." Sie flogen näher heran. Als sie den Orbit erreichten, meldete der Taktikoffizier: "Zwei Jäger steigen auf. Kein Energieanstieg in den Waffensektionen erkennbar. Nur Schilde. Die Jäger gehen längsseits." Vanderbild nickte. "Wir schwenken in einen Standardorbit ein. Rufen Sie die Basis." Es dauerte eine Weile, dann erschien das Gesicht eines Jem'Hadar-Kriegers auf dem Hauptschirm. *Ihr von der Föderation seid einfach nicht zufrieden, wenn man Euch in Ruhe lässt. Wir greifen Euch an und ihr steckt Eure Nasen nur noch tiefer in Angelegenheiten, die Euch nichts angehen. Wir lassen Euch in Ruhe, und Ihr werdet nur noch neugieriger. Was gibt Euch das Recht, alles wissen zu wollen?* "Ein solches Recht haben wir sicher nicht", räumte Captain Vanderbildt ein, "aber wir würden uns sicherer fühlen, wenn wir wüssten, dass das, was in unserer Nähe passiert, keinerlei Kriegsvorbereitungen dient." *Würden Sie uns auch Einrichtungen der Föderation besichtigen lassen? Einfach so, ohne Ankündigung?* "Zweifellos" Alexandra erntete Schweigen. Dieser Jem'Hadar schien diese Antwort nicht erwartet zu haben. *Das hier ist ein Militärlager. Wir bilden hier Krieger aus. Hier sind Einheiten stationiert. Ab und an unternehmen wir Patrouíllenflüge. Darüber hinaus erforschen wir das System. Genügt Ihnen das als Information? Und die Erlaubnis, das Lager eingehend zu scannen, ohne es zu betreten? Einige unserer Krieger sind zu untrainiert. Wir können nicht für Ihre Sicherheit garantieren, wenn Sie ein Aussenteam hier unten hätten. Wir geben Ihnen zwei Stunden.* "Einverstanden", sagte Vanderbild nach einem kurzen Blickwechsel mit Bond, der ihr verriet, dass er ein Aussenteam ablehnte. *Gut* Die Verbindung wurde getrennt. Sie sah Bond an. "Warum wollten Sie kein Aussenteam, Commander?" Captain Vanderbildt blieb immer distanziert, wenn sie mit ihrem Mann dienstlich in einer Umgebung sprach, in der nicht bekannt war, dass sie verheiratet waren. "Weil ich diese Krieger nicht unnötig provozieren wollte. Und weil ich vermute, dass das Klonzentrum tatsächlich nicht hier ist, Captain", antwortete er ebenso distanziert. Er drehte sich zur OPS um. "Sie sagten, sie nutzten mehrere Relais. Können Sie der CONN Koordinaten übermitteln?" Lieutenant Alexander nickte. Er sah zu Vanderbildt. "Machen wir den zweistündigen Scan und reichen wir die Daten an das Flottenkommando weiter. Dann fliegen wir dem Signal nach." Sie nickte. "Wie Sie meinen", antwortete sie.
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Donnerstag, 27. Juni 2013, 22:42

USS CALYPSO

Der Kurs der CALYPSO ähnelte einer Irrfahrt. So schien es wenigstens. Immer wieder stiessen sie auf Bojen. Jede Reise hatte aber ein Ende und schliesslich ging das Schiff vor einer Raumstation unter Warp, die ein wenig an einen Borg-Kubus erinnerte. Nur war dieser Kubus auf eine seiner Spitzen gestellt, er rotierte und er wäre silbrig glänzend, wenn das All beleuchtet wäre.

"Wir scheinen am Ziel zu sein", stellte Vanderbildt fest und wandte sich an Lieutenant Alexander. "Rufen Sie die Station auf der Frequenz, die Kilana zuletzt verwendet hat." Die OPS-Managerin nickte. Im selben Augenblick dematerialisierte Bond. "Was zum Teufel...", entfuhr es der Kommandantin. *Seien Sie unbesorgt*, hörte sie, und sie drehte sich zum Hauptschirm. Sie sah Kilana, neben ihr Bond, der unversehrt neben ihr stand. *Machen Sie sich keine Sorgen, Captain. Wir haben unser Ziel erreicht und sie kennt unseren Auftrag. Ich bin ihre Lebensversicherung. Sie will reden. Warten Sie. Bitte.* Vanderbildt nickte. "Ich hatte nicht vor, den Auftrag auszuführen, ohne zu reden", versicherte sie. *Es freut mich, das zu hören", antwortete die Vorta, *aber ich hoffe, Sie verstehen meine Rückversicherung.* Der Hauptschirm wurde schwarz.


VORTASTATION

"Mir scheint, Ihrer Frau liegt tatsächlich etwas an Ihnen. Das freut mich, ehrlich", sagte Kilana. "Schön, dass Sie es wissen", entgegnete Bond grinsend. Er stand auf und sah sich um. "Wie kommt es, dass es nur Klone von Ihnen hier gibt", fragt er. "Sind Sie narzistisch veranlagt?" Sie lachte laut. "Nein, ich hatte leider keine andere genetische Vorlage." Sie wurde ernst. "Sehen Sie sich um. Macht das alles einen bedrohlichen Eindruck auf Sie?" Er betrachtete die Konsolen. "Nicht das hier, aber woher weiss ich, dass das hier das Allerheiligste ist?" Jack war sich sicher, dass der Jem'Hadar, der hinter ihm herging, sehr gut auf seine Aufgabe vorbereitet worden war. Er verhielt sich ausgesprochen ruhig, aber er war sicherlich sehr aufmerksam. So versuchte er, nichts zu unternehmen. Irgend etwas sagte ihm, dass diese Vorta aus einem ihm unerfindlichem Grunde Vertrauen schaffen wollte. "Eine Kommandozentrale", stellte er fest. "Ein Kommunikations- und Operationszentrum, aber das, was wir suchen, ist es nicht." Sie nickte. "Folgen Sie mir." Sie ging voraus, und sein Begleiter schubste ihn, so dass ihm ohnehin nichts anderes übrig blieb.

Kurze Zeit später sah er tatsächlich, was er sehen wollte: ein Labor, das aussah wie eine Krankestation, nur dass die Betten aussahen wie Badewannen mit Deckeln, in denen die Klone heranwuchsen. "Wieso zeigen Sie mir das", fragte er Kilana. "Was glauben Sie", fragte sie zurück. Bond beschlich ein ungutes Gefühl, es könnte sein, dass er diese Station nicht mehr lebend verlassen würde. Aber er erntete ein Lächeln. Sie schien zu erraten, was er dachte. "Keine Sorge, Sie kehren an Bord des Schiffes zurück. Schon bald." Sie wies einen weiteren Weg. Diesmal brauchte ihn niemand zu schubsen. Er ging voraus. Über einen Gang gelangten sie in einen ruhigen Raum, der wohl eine Art Bereitschaftsraum war. "Setzen Sie sich", forderte die Vorta Bond auf. Er setzte sich. "Warum glauben Sie, bin ich eine Bedrohung für die Föderation?" Er lächelte dünn. "Vielleicht, weil die Vorta den Gründern dienten und diese einen erklärten Feind der Föderation repräsentieren?" "Und wenn ich Ihnen sage, dass meine Absichten nichts mit dem Dominion zu tun haben?" "Wollen Sie, dass ich das glaube, oder ist das die Wahrheit?" "Es ist die Wahrheit", versuchte sie zu versichern, "Vorta und Jem'Hadar haben sich zusammengetan. Sie haben sich zusammengetan. Wir haben lange gebraucht, herauszufinden, wie wir den genetischen Code der Jem'Hadar derart verändern, um sie vom Krecatel-White unabhängig zu machen." Sie machte eine ausladende Geste. "Und die Vorta forschen nicht nur auf diesem Gebiet. Wir Vorta und die Jem'Hadar haben eine Art Symbiose. Jem'Hadar sind Militärs, Leibwächter und andere Sicherheitskräfte, wir sind Diplomaten und Forscher. Die Administration ist zwischen uns aufgeteilt, je nach Aufgabenbereich. Dabei lernen wir voneinander. Möglicherweise wird ein Jem'Hadar einst Biologe und ein Vorta General, aber soweit sind wir noch nicht." Bond sah sie skeptisch an. Was wollte sie ihm da auftischen? Es sah wohl eher so aus, als seien die Jem'Hadar ihr klar untergeordnet, und andere Vorta als ihre Klone waren hier auch nicht zu sehen. Eine ihrer Klonschwestern betrat den Raum und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Sie nickte und sah ihn an. "Der Scan ist abgeschlossen. Wir sind in der Lage, uns gegen jeden Ihrer Phaser- oder Torpedoangriffe zur Wehr zu setzen. Umgekehrt haben wir ihre Frequenzen und die Algorythmen Ihrer Schilde sowie die Molekularstruktur Ihrer Aussenhülle analsiert. Ihr Schiff ist keine Gefahr mehr für mich. Kehren Sie an Bord zurück und teilen Sie Captain Vanderbildt mit, dass ich nicht mehr und nicht weniger wünsche, als zu existieren."


USS CALYPSO

Nach diesem Satz bemerkte Jack das typische Kribbeln, dass der Dematerialisation bei einem Beamvorgang vorausging. Wenig später fand er sich auf der Brücke der CALYPSO wieder. "Weg hier", sagte er nur. Vanderbildt nickte und sah noch durch den Hauptschirm, wie ein Torpedo auf das Schiff zuraste...
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Mittwoch, 10. Juli 2013, 02:00

San Francisco, Erde

Vice Admiral Sherman war zur Erde zurückgekehrt und mit ihm alle, die unterwegs waren. Der gesamte Stab war nun versammelt, bis auf Bond, der noch an Bord der CALYPSO war und sich auf dem Weg hierher befand. Und Sherman war ausser sich. "Verdammt", fluchte er laut und vernehmlich, "Ich hatte befohlen, dieses Zentrum auszulöschen und stattdessen lässt er sich gefangen nehmen und von dieser Frau einlullen." Grant, der zweite Admiral im Stab, versuchte zu beschwichtigen. "Davon kann keine Rede sein. Sie hat ihn festgesetzt und das Schiff taktisch analysiert." Sherman sah ihn an. "Bond kannte das Risiko, und Captain Vanderbildt auch. Ihre Befehle waren eindeutig und daher unmissverstädlich. Gegen diese Kräfte hilft nur die Sprache der Stärke." "Das sehe ich nicht so", unterbrach ihn eine Stimme. Admiral Ross hatte den Raum betreten und winkte mit einem Padd. "Danke, Grant." Dieser nickte nur und Sherman traute seinen Ohren nicht. Der Freund, der wie ein Bruder für ihn war, hatte Ross anscheinend einen Lagebericht und eine taktische Analyse zugespielt. "Mir scheint, dass wir es hier nicht mit dem Dominion zu tun haben. Ferner scheint es mir, dass diese Kilana nicht unbedingt hinter allen Angriffen auf Föderationsschiffe im Gamma-Quadranten steckt." Er blickte bedeutungsvoll auf Grant, der das offensichtlich in seinen Lageberichten anklingen liess. "Vielmehr ist diese Vorta dabei, sich eine eigenständige Machtposition aufzubauen. Und sie sieht sich nur dann bedroht, wenn sie direkt von Operationen der Sternenflotte betroffen ist, scheinbar oder tatsächlich." Er sah von der Runde weg und richtete seinen Blick auf Sherman. "Wie Sie wissen, habe ich in meinem Stab einen Admiral, der für mich alle Lageberichte der Flotte analysiert." "Rear Admiral Irwin", antwortete Sherman und betonte den niedrigeren Rang, da er als Vice Admiral höher stand. "Irwin rät mir, vorsichtiger zu sein. Wir sollen unserer Operationen fortsetzen, aber unsere bisherige Strategie überdenken. Es ist zwar richtig, dass wir stets als Erste von Schiffen der Jem'Hadar angegriffen wurden. Aber waren es die, die unter Kilanas Kommando stehen, oder führerlose Jem'Hadar ohne Krecatel-White im Blut? Ich möchte abwarten, was Bond zu berichten hat. Schicken Sie ihn zu mir, wenn er hier eingetroffen ist." Sherman nickte resignierend. "Ja, Sir."
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Mittwoch, 10. Juli 2013, 23:36

San Francisco, Sternenflottenhauptquartier

Unmittelbar nach seiner Rückkehr erstattete Commander Bond Bericht. Ross hörte aufmerksam zu. "Sie will also in Ruhe gelassen werden. Sie bezeichnet Minenkolonie Siebenundvierzig als Ablenkungsmanöver, dass nicht funktionierte. Die Jem'Hadar-Angriffe sollen aufhören. Unsere Berichte sagen mir, dass sie nicht unbedingt gesteuert sind. Kilana muss nicht hinter diesen Angriffen stecken." Er bedeutete Jack, sich zu setzen. "Diese Vorta ist recht undurchsichtig, aber ich teile Ihre Ansicht, dass sie anscheinend auf eigene Rechnung arbeitet. Vielmehr ist es nicht nur Ihre Ansicht, sondern auch die von Admiral Irwin. Kennen Sie ihn?" "Ja, Sir, er war mal mein Captain." Ross lächelte. "Ich weiss. Er ist mein Analyst, also das, was Grant für Sherman ist." Der Admiral ging zum Fenster und sah hinaus. Dann drehte er sich wieder um. "Vielleicht sollten wir tun, was die Vorta fordert und zur Tagesordnung übergehen. Und wir sollten wachsam sein." Er setzte sich wieder. "Wir planen da etwas ganz grosses im Gamma und wir können uns keinen Ärger leisten. Wir haben mit dem Dominion seinerzeit vereinbart, dass wir nicht in den Quadranten expandieren, aber wir dürfen wissenschaftliche Expeditionen dort unternehmen. Das haben wir vor und nicht nur wir. Von dem Kuchen wollen alle ein Stück: Cardassianer, Ferengi, Klingonen, Romulaner." Er nickte Bond zu. "Ich danke für Ihren Bericht, Commander. Wir werden wohl noch miteinander zu tun haben."
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Donnerstag, 11. Juli 2013, 03:15

San Francisco, Wohnkomplex

Nur selten waren Jack Bond und Alexandra Vanderbildt zuhause in ihrer Wohnung und noch seltener gemeinsam hier. "Was hat er gesagt", fragte sie und küsste ihn. Sie lagen gemeinsam im Bett. "Er wollte irgendeinen Plan durchziehen und die Vorta in Ruhe lassen, aber wachsam bleiben." Sie drehte sich auf den Rücken und er betrachtete bewundernd ihren Körper. Dann drehte auch er sich um und dachte nach. "Was das wohl für ein Plan ist. Dieser Irwin hat ihn ausgeheckt. Oder er steckt mit drin." "Der Admiral, der Botschafter, oder der Lieutenant Commander?" "Der Admiral." "Ich glaube, der wird nichts damit zu tun haben", antwortete sie. "Er wird Ross geraten haben, sich zurückzuhalten. Aber wenn es im Gamma-Quadranten ein Projekt gibt, dann hat es sein Vater ausgeheckt. Und du weisst nichts davon? Du warst mal sein Sicherheitschef." Er nickte. "Aber ich habe keinen blassen Schimmer. Immer wenn er mit dem Staatschef der Cardassianer zusammen war, hat er mich rausgeschickt. Die haben nur unter vier Augen geredet. Der Cardi hat seine Leute auch rausgeworfen." "Merkwürdig." "Ja, der Botschafter und der Präsident waren die dicksten Freunde. Ich weiss nicht, warum er dem Cardassianer vertraut, aber er tut es. Und zwar blind. Während des Dominion-Krieges war der Admiral damals aktiv. Er war hier. Er sollte die Möglichkeiten für einen Widerstand ausloten. Man munkelte, er sei gefangen genommen worden. Vielleicht hat der Legat ihn befreit." Sie nickte. "Das passt doch ins Bild." "Es würde aber auch ins Bild passen, dass er unter dem Einfluss dieses Mannes steht. Allerdings gibt es keinerlei Hinweise darauf. Er tut alles, um das Vertrauen der Föderation zu gewinnen."
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Sonntag, 14. Juli 2013, 03:03

San Francisco, Sternenflottenhauptquartier

Admiral Sherman war sichtlich unzufrieden. Grant sah ihm das an der Nasenspitze an. Gemeinsam mit ihm, Commander Bond, Commander Stirling und dem Neuzugang, Commander Descartes, erörterten sie die Lage. "Also", erklärte Sherman, während er auf dem Schirm, der in den Tisch eingelassen war, die Sternenkarte betrachtete, "die Position des Kubus ist hier. Die CALYPSO kartographierte in diesem Bereich, die JANUS in dieser Region, die PAN dort, die PARZIFAL hier. Diese Schiffe werden ihre Arbeiten dort fortsetzen. Die LANCELOT wird in dieser Region ebenfalls mit Kartographien beginnen." Er sah zu Descartes. "Commander, eigentlich sollte die GALAHAD medizinische Versogungsgüter nach Cardassia bringen. Das war noch mit dem MOC vereinbart, das jetzt aufgelöst ist. Ich habe beschlossen, dass die CICERO diese Aufgabe übernimmt. Zum einen können die Güter, die auf der GALAHAD gelagert werden, noch woanders gebraucht werden, zum anderen hat die CICERO mehr Frachtraum zur Verfügung." Descartes nickte. "Ein guter Gedanke, Admiral." Sherman nickte. "Gemäss den Vorgaben von Admiral Ross werden wir auf jede Provokation verzichten. Wenn wir auf Jem'Hadar treffen, werden wir wieder gemäss Sternenflottenprotokoll verfahren." Der Admiral wechselte die Kartenansicht. "Nun zu einem neuen Projekt. Das hier wurde von Botschafter Irwin auf Cardassia ausgehandelt und zunächst von dr Föderation und der Cardassianischen Union gemeinsam realisiert. Inzwischen ergingen Einladungen an das Klingonische Imperium, Das Romulanische Imperium, und die Ferengi-Allianz, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Weiss der Himmel, warum. Alle haben zugesagt. Sobald die CICERO ihren Auftrag beendet hat, wird sie ausschliesslich für dieses Projekt arbeiten. Ausserdem stehen uns die FERRAGUT, die PHOENIX und die T'KUMBRA zur Verfügung, allerdings nur für dreissig Tage. Danach ist die CICERO unser einziges Transportmittel, weil ich die Kartographierung des Gammaquadranten nicht abbrechen werde. Die Sternenkarten sind eine wichtige Voraussetzung für die Tiefenraumforschung in dieser Region, die mit dem hier vorliegenden Projekt beginnen soll. Je mehr astrogeographische Daten vorliegen, desto mehr Vorteile haben wir gegenüber den anderen Mächten." Die anderen Teilnehmer, auch Grant und Bond, die beide zu den bestinformiertesten Sternenflottenoffizieren gehörten, weil sie gut 'vernetzt' waren, waren höchst erstaunt über das, was sie sahen. Sie hätten nicht gedacht, dass etwas derartiges möglich war...

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