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Patrice

Nach 15 Jahren immer noch nicht Captain

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Montag, 25. September 2017, 19:39

1x01 "A Vulcan Hello" und 1x02 "Battle at the Binary Stars" (Achtung: Spoiler)

So, da die Diskussion schon gestartet ist, hier auch ein Thread zum spoilern.

Ich hab mal beide Folgen zusammen gepackt, weil es im Prinzip ne Doppelfolge ist.

So, mein erster Eindruck nachdem ich die ersten beiden Folgen gesehen habe, ist erstmal recht überwältigt, weil man keine 10 Sekunden zum Durchatmen hat. Es wird sehr viel geredet, während man sehr viel zum gucken hat.
Die Optik ist natürlich überragend im Vergleich zu allem Bisherigem, was im Fernsehen an Star Trek lief. Allerdings ist man mir auch ein wenig zu stark mit den Lensflares am Arbeiten und manche Beleuchtungsentscheidung macht nur aus dramaturgischen Gründen Sinn, nicht aus irgendwelchen Praktischen (zum Beispiel in dem stockdunklen Gerichtssaal ganz am Ende). Ich fand einige Schnitte extrem apruppt, als ob man sich verschnitten hätte (zum Beispiel der Start der zweiten Folge, der erstmal die letzten 30 Sekunden der ersten Folge ist). Insgesamt war die Regie aber gut. Mit dem Redesign der Klingonen kann ich leben, wenn man sich anguckt, wie die Andorianer und Tellariten in TOS aussahen muss man sich einfach vergegenwärtigen, dass es schon dutzende Redesigns gegeben hat, die man auch geschluckt hat.
Zum Universum selber: die ersten beiden Folgen lassen es dann doch sehr fragwürdig erscheinen, dass wir wirklich in der Zeitlinie von Kirk, Picard und Sisko sind. Es gibt praktisch keine Anspielung auf irgendwelche anderen Folgen, die Technik ist offensichtlich fortgeschrittener als alles was wir in Voyager oder DS9 gesehen haben (z. B. die Holoemitter und zahlreichen cybernetischen Implantate und Roboter/Androiden, die KI des Schiffes schlägt alles, was man bisher gesehen hat) - und dann wird auch noch gesagt, das Schiff sei veraltet :D. Das muss jetzt erstmal kein Negativvotum sein. Man kann das auch so stehen lassen und muss es wohl auch. Bleibt noch, sich mit der Story auseinandersetzen.
Zur Story: wie gesagt, aus meiner Sicht leider überfrachtet, es gibt auf Netflix bzw. bei CBS All Access ja eigentlich nicht die Notwendigkeit, eine Folge so kurz zu machen, wie sie waren (die zweite Folge war nur 38 Minuten lang). Ich hätte es schön gefunden, wenn man etwas langsamer erzählt hätte und dafür mehr mitkommen könnte. So lernt man in extrem kurzer Zeit viele Leute ohne größere Erklärung kennen (den Admiral, den Offizier, der Burnham in der Zelle besucht), die dann so schnell sterben, dass man noch keine emotionale Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Das gilt dann dummerweise auch für den Captain, der als große Identifikationsfigur so schnell und unvermittelt stirbt, dass man im Prinzip gar nicht die Zeit hat, das zu verarbeiten. Dann kann man auch nicht mitfühlen, wenn Burnham so schockiert ist. Im Übrigen hab ich das gleiche Problem mit Datas Tod in Nemesis (natürlich viel stärker). Warum das Schiff am Ende aufgegeben und nicht repariert wurde, ist nicht ganz nachvollziehbar gewesen.
Ansonsten was das Star Trek Feeling angeht: die Story rund um die Klingonen ist nachvollziehbar und auch spannend, die Leute auf der Sternenflottenbrücke verhalten sich auch weitestgehend wie Sternenflottenoffiziere (teilweise etwas unreifer, aber das ist auch nicht notwendigerweise eine Elitecrew gewesen) und es gab auch sonst keine schlimmen Logikbrüche, die mir aufgefallen sind.
So, die Punkte die ich angemakelt habe, werde ich nicht jedes mal vom Neuen kritisieren :P Ich muss mich erst dran gewöhnen. Ich bleibe auf jeden Fall am Ball.
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
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Kahael

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2

Montag, 25. September 2017, 22:00

Also ... nun ... so wirklich ST-Feeling kommt bei mir nicht auf. Die Klingonen (hey mein ipad kennt die als wort-vorschlag) wirken wie aus Planet der Affen, mit Kostümen designt vom Glööckler. Der Anführer spricht als ob man ihm ordentlich in die Eier getreten hätte oder er ein paar Ricola vertragen könnte. Nicht wirklich wie ein Klingone. Auch die Schiffsdesigms der Klingonen passen nicht. Das Hauptschiff der Sternenflotten-Crew sieht aus wie ein früher Entwurf der Akira den man verwertet hat. Die Effekte sind gut gemacht. Keine Frage. Wirkt aber alles bisher nach ST Fastfood. The Expanse hat mich da mehr fasziniert. irgendwie machen alle männer auch den eindruck von Schneeflocken, während die frauen alle taff sind (der Riese hat Ängste weil seine Spezies Zuchtvieh ist, der Offizier heult sich in der Brick aus statt auf die Krankenstation zu gehen und der Admiral ist ne Flachzange). Man versucht wohl auch in ST zu gendern. Bisher bin ich noch nicht überzeugt ... aber mal sehn, der dritten Staffel von The Expanse sehe ich aber eher entgegen als einer zweiten Staffeln von Discovery, aber vielleicht ist der Start auch nur nicht so gelungen, weil es an charektertiefen fehlt.
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Patrice

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Montag, 25. September 2017, 22:16

Naja für Tiefe ist ja noch rund 13 Folgen Zeit in der Staffel ;)
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Corbec

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Mittwoch, 27. September 2017, 01:45

Ich hab mir das Elend jetzt gerade auch mal angetan und muß sagen, von meiner Warte aus stimmt da gar nichts.
Das Aussehen der Klingonen, die Schiffsdesings, die blassen Charaktere, die maßlos übertriebene Technik (ein Jahrzehnt vor TOS, von wegen), das viel zu schnelle Vorantreiben der Handlung, die abprubten Schnitte und Szenenwechsel - das alles stört mich doch gewaltig und die alten Probleme (wie etwa Schallausbreitung im Vakuum) wurden auch nicht behoben.

Leider wurde hier die Chance verpasst, den Fehler wiedergutzumachen, der ENT war. Stattdessen ist es sogar noch schlimmer geworden. Vielen Dank für nichts, CBS :(
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5

Freitag, 29. September 2017, 10:14

Ich hab Discovery auch mal abgesehen und mir von vorneherein vorgenommen es als sci-fi zu sehen. Ein ähnliches Gefühl wie bei Battlestar Galaktika... ich bin so alt ich bin mit der alten Serie aufgewachsen und es war ein wenig schwierig sich auf eine Neuauflage einzulassen in deren Neufassung bekannte und beliebte Rollen so eine gravierende Änerung erfahren haben (anderes Geschlecht, Hautfarbe zb) Dennoch war die Serie an sich ja nicht schlecht. Ich glaube Serien spielen teilweise auch ein wenig den Zeitgeist wieder und es kann zum Teil auch ein wenig ein Generationenkonflikt sein. Mir haben die beiden weiblichen Hauptdarsteller der ersten Folge an sich gut gefallen, der Rest.. nunja.. ok der obligatorische Quotenalien. Die Bilder und Effekte sind gut gemacht, man setzt mehr auf Bildgewalt. Manche Kameraeinstellungen hätte man sich sparen können und zuviel Lensflare Effekte. Von den Klingonen brauchen wir nicht zu sprechen. .... es sind nicht die Klingonen die ich kenne, aber anderseits waren die Klingonen von tng auch nicht die Klingonen die ich kannte... Vielleicht gewöhnt man sich dran. Es ist nicht ganz so düster wie ich mir das vorgestellt hatte und ich dachte mir es gibt schon genug düstere Serien, düsteres Sci-fi ich will wieder was positives einen optimistischen Ausblick und da spielt dann The Orville rein ;) mit Humor ein bißchen ne Kreuzung aus Galaxy Quest und TNG. Auf jeden Fall auch eine Serie die ich weiter verfolgen werde.
Si vis pacem, para bellum
"Romulaner finden immer einen Weg"
Captain der USS New Age
Ex-Diplomatin und Dissidentin bei Rogue
T'Ary auf der Pioneer und andere Romulaner der Hintergrundgeschichte
"Wenn einer einen Traum hat, ist es nur ein Traum.Wenn viele denselben Traum haben ist es der Beginn der Wirklichkeit."

6

Montag, 2. Oktober 2017, 21:09

Wenn ich mich so in den verschiedenste Foren so einlese merke ich das viele viel zu hohe Erwartungen hatten. Im großen und ganzen haben mich die ersten beiden Folgen von STD gut unterhalten auch wen für meinen Geschmack zuviel Lensflare enthalten ist. Ich bin aber auch Neirehs Meinung und kann dazu auch nicht mehr sagen.
Lt. Cmdr. Teral D'Amarok, Vulkanier -> Sicherheitschef der NEW AGE

Lt. Cmdr. Joran Kan, Vereinigter Trill -> Chefingineur der USS GALAHAD