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Kahael

Alkoholvernichter, Paragraphenreiter und Blitzmerker

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361

Montag, 10. August 2009, 00:32

Unter neuer Führung

"Atemübungen?" Kahael rutschte von der Kante des Biobetts und folgte dem Arzt einige Schritte. "Bekomme ich etwa das Kind oder meine Freundin? ... nun, ich werde ihr sagen das sie bei ihnen vorbeischauen soll." Er verließ die Krankenstation und murmelte dabei immer wieder etwas von Atemübungen vor sich hin.

Das schwere Schott des Maschinenraums öffnete sich, doch Kahael hielt inne. Sein blick schweifte durch das Herz des Schiffes. Der Maschinenraum pulsierte und die Crew ging ihrer Arbeit nach. Es war ein Anblick den er schon tausende male gesehen hatte, doch heute war es anders. Er wusste nicht warum, aber es fühlte sich plötzlich anders an. Ein Cardassianer bemerkte seinen Chef und fragte mit einem kurzen "Sir?" ob alles in Ordnung war. "Weitermachen Crewman, weitermachen.", antwortete er und ging zurück zum Turbolift.

Wenig später stand er vor der Tür seines Quartiers. Seine Hand blieb kurz vor dem Sensor stehen. Er überlegte kurz, dann öffnete er die Tür.
Es war wie er befürchtet hatte: Kathi räumte um. "Nestbautrieb?" Fragte er mit ruhiger Stimme und schaute seiner Freundin zu wie sie einige Gerätschaften zu einem großen Haufen stapelte, der, wie er befürchtete, wohl eine Art Müllhaufen darstellte mit allem was raus flog. "Das ist jedenfalls keine Umgebung für ein Kind." Antwortete sie und lächelte leicht. "Nein, das ist das Quartier eines Schiffsingenieurs." "Mit orionischen Hologrammen?" "Die ..." "... fliegen raus!" "... kein Problem, jetzt bist ja du ja auch hier.", scherzte Kahael, doch Kathi schien den Vergleich - frauentypisch - falsch zu interpretieren. "Das war ein Witz!" "Wenn du meine Schwangerschaft überleben willst, solltest du solche Witze lieber nicht reißen." Er schwieg lieber und erblickte einen zweiten Haufen, es war Kahaels alte Destille. "Was hast du..." er streckte die Arme nach dem Haufen aus und war sichtlich entsetzt. "Die Zeiten sind vorbei, für mich und für dich!" "Aber... es war ein Original. Ich habe Monate gebraucht bis ich sie richtig justiert hatte." Er nahm einige Teile an sich, "... das bekomme ich nie wieder hin." Er seufzte und bemerkte das Kathi es ernst meinte, hatte sie doch bisher nie ein Glas von seinem selbstgebrauten ablehnen können. "Vorbei!", sagte sie nur und warf einige weitere Teile auf den Haufen in der Quartierecke.
Commander Chi´Khoal tr´Kahael - Chefingenieur der USS New Age
Captain Max "Dampfkessel" Voss - Captain des Schulschiffes Pioneer

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Falls Sie in einem Land leben, in dem das Fischen ohne Angelschein bestraft wird,
jedoch nicht der illegale Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
Milos Zeman, tschechischer Ministerpräsident

362

Montag, 10. August 2009, 11:49

Unter neuer Führung

- Krankenstation -

Mit einem Schmunzeln sah er Kahael hinterher und ging in sein Büro. Irina kam nach vorne und lehnte ins Büro herein. "LtCmdr. Kahael ist wieder da?" fragte sie mit einem Lächeln. "Ja, ist er, sogar mit weiblicher Verstärkung." Irinas Augen wurden groß, dann grinste sie. "Wird ihm guttun."

MaSvorra nickte. "Vor allem, wenn er sich mit den Folgen auseinandersetzen muß und vielleicht Windeln wechseln muß." "Was?" fragte sie ungläubig. Er zog leicht die Schultern hoch, aber dann grinste er auch. "Es werden interessante Zeiten kommen." Sie nickte zustimmend. "Allerdings. Bin auf die Frau schon gespannt, die sich Kahael geschnappt hat." Mit einem kleinen Winken machte sie sich wieder auf den Weg ins Labor, nachdem sie ein Padd auf seinen Tisch gelegt hatte.
MaSvorra la`, Sohn von Vorras'kor, aus dem Hause CalRem, Leitender Arzt der New Age
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Neireh

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363

Mittwoch, 12. August 2009, 18:41

Unter neuer Führung

-- Bereitschaftsraum des Captains --

Das Gespräch nahm doch eine eher unerwartete Wendung ein. Winters schien ungewohnt ausgeglichen und fing zu meiner Überraschung auch nicht mit Vorwürfen darüber an was ich seiner Meinung wohl falsch gemacht hätte und das er die Entscheidung mich als Captain einzusetzen sowieso kritisch sah. Aber im Gegenteil sprach er seine Glückwünsche für meine Beförderung aus und es kostete mich schon Mühe meine ausdruckslos-sachliche Miene aufrecht zu erhalten und nicht mißtrauisch eine Augenbraue hochzuziehen. Das folgende kam einem Friedensangebot gleich und im Laufe seines Berichtes über die lezten Ereignisse und den Mordversuch von Admiral Brown und welchen Auftrag die Sovereighn wohl ursprünglich hatte, bevor ihre Befehle widerrufen und deren Captain in Arrest genommen wurde, verstärkten nur noch meine Verwunderung und meine Verblüffung darüber das ausgerechnet Winters scheinbar an unserer "Rettung" mitbeteiligt war und uns Rückendeckung gegeben hatte. Ich hatte ihn reden lassen, aber je mehr er erzählte desto deutlicher dürfte wohl meine eigene Verwunderung zu deuten gewesen sein. Ich räusperte mich leicht als er fertig war und mich abwartend ansah während er auf meine Reaktion wartete.

"Ich muß sagen... das ist.. unerwartet. Sie sehen trotz des Mordversuchs von "Admiral" Brown lebendiger und erholter aus als die ganze Zeit an Bord des Schiffes. Offenbar sind sie wohl mitverantwortlich dafür das diese Sache aufgedeckt wurde und haben uns wohl den Rücken damit freigehalten. Ich muß ihnen wohl auch danken für ihre Hilfe. Sie können sich sicher sein das diese Situation für mich sicher noch unangenehmer war. Sie haben ihren eigenen Stil Captain Winters. Wir hatten in der Tat keinen guten Anfang, aber vielleicht verstehen sie auch meine Reaktionen besser. Unsere Crew ist wirklich einzigartig, aber ihre Führung nicht einfach und verlangt nach einem Fingerspitzengefühl wie es Diplomaten haben.", ich machte eine kurze Pause um Winters Zeit zu geben die Worte zu verarbeiten und mir meine nächsten Worte zuerechtzulegen.

"Vielleicht erwarten sie nicht mehr gleich hinter jedem Romulaner oder Cardassianer an Bord Intrige und Verrat gegen die Föderation. Vielleicht sollte ich sie auch darüber informieren das ich einen alten Freund kontaktiert hatte mich in dieser Angelegenheit zu beraten weil ich ihn als die einzigste Person ansah der ich in Starfleet noch vertrauen mochte. Man könnte sagen es war eine Art Verzweiflungstat, weil ich absolut keine Sicherheit darüber hatte das er die Nachricht überhaupt bekam oder sein Gesundheitszustand es zuließ zu antworten. Wenn Sie Captain Martinson eine Nachricht übermitteln möchten, werde ich sie ihm gerne ausrichten."
Si vis pacem, para bellum
"Romulaner finden immer einen Weg"
Captain der USS New Age
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"Wenn einer einen Traum hat, ist es nur ein Traum.Wenn viele denselben Traum haben ist es der Beginn der Wirklichkeit."

364

Mittwoch, 12. August 2009, 20:15

Unter neuer Führung

Winters hörte sich die Ausführungen der Romulanerin an und bemerkte immer noch Ressentiments. Er hatte nicht erwartet, diese mit einigen wenigen Sätzen zu mildern oder auch nur die Absicht gehabt dies zu tun. Aber er hatte in der Tat den Wunsch, die Vergangenheit ruhen zu lassen.
"Nun, wie ich heute erfahren musste, ist auch die Sternenflotte selber sehr gut allein in der Lage, Intrigen und Verrat an der Sternenflotte zu begehen." sagte Winters dann und sah dabei gequält drein.
Bezüglich Captain Martinson zog er die Augenbrauen hoch. "Es freut mich, dass es ihm gut geht. Ich hatte ehrlich gesagt auch keine Informationen über seinen Zustand. Nun, Sie können Ihm ausrichten- und dies dürfte auch für Sie neu sein, Captain- dass er für dieses Anliegen nun einen Verbündeten in der Admiralität hat. Ich übernehme kommissarisch die Aufgaben von Admiral Brown, da nun kurzfristig die Stellen von Brown und Admiral Keval frei geworden sind. Ich bin also ebenso wie Sie kommissarisch im Amt, ich als Vice Admiral. Ich werde mich in dieser Position für die volle Aufklärung dieser unglücklichen Ereignisse einsetzen." erklärte Winters auch teilweise noch immer verblüfft über die jüngsten Geschehnisse und Wendungen.
Er blickte zum Schirm, auf dem die Romulanerin ebenfalls überrascht wirkte.
"Ich muss jetzt erst einige Vorkehrungen treffen, damit meine Amtseinführung ordnungsgemäß verlaufen kann. Vorher wollte ich Sie nur kurz informieren, Captain. Viel Glück, New Age. Winters Ende." erklärte er und schloss den Kanal.
Captain Montgomery F. Winters- Captain der USS New Age

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Mittwoch, 12. August 2009, 21:38

Unter neuer Führung

--12 Stunden später, Shuttlebay--


Die Führungsoffiziere hatten sich versammelt, um Captain Martinson zu verabschieden. Nur wir durften wissen, dass er sich heimlich vom Schiff aufmachte. Nicht einmal M wusste bisher, warum er dies tat. Jedenfalls standen wir nun Spalier vor dem Eingang des Shuttles, mit dem der Captain an Bord gekommen war und mit dem er es wieder verlassen würde.
Während ich mit strammen Schultern dastand und nach vorne sah, überlegte ich, wie sehr ich es schätzte, den Captain auf diese Weise verabschieden zu können und nicht auf dem Weg, wie dies zuletzt geschehen war: im Koma und mit der Befürchtung, dass er nie wieder der Alte sein würde.
Nun schien er gesund und es war sehr wahrscheinlich, dass seine unorthodoxe Abreise einen guten Grund hatte, über den er und Neireh sich abgesprochen hatten.
Ich hatte in der Zwischenzeit die Zeit genutzt, Kahael und Paulson ins Gewissen zu reden. Kahaels Widerstand war dabei geringer als angenommen. Meine Befürchtung, dass seine neue Freundin bereits seinen Willen gebrochen hatte, wurde nur durch die Hoffnung abgemildert, dass er lediglich erschöpft war.
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
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Kahael

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Donnerstag, 13. August 2009, 22:24

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Obwohl er noch gerne weitere zehn Stunden geschlafen hätte, nahm Kahael ebenfalls an der Verabschiedung von Martinson teil. Er wirkte deutlich zerknittert und mitgenommen, was durch die stramme Haltung seines Kollegen noch zusätzlich betont wurde. Kahael schien dabei mehr innerlich als körperlich mitgenommen. Sein Blick schien ins Leere zu gehn und er schwieg ungewöhnlich lange, wären eigentlch schon mehrere Sätze aus seinem Mund gekommen, blieb er stumm. Kahael dachte viel mehr über die nächsten Wochen und Monate nach. Kind und Familie, wie er es seinen Eltern erklären sollte. Eigentlich war es üblich seinen Eltern eine solche Nachricht persönlich zu übermitteln, aber wollte er dies? Nach Hause, auf Romulus, wo sein Vater mittlerweile hin zurückgekehrt war und für den auswärtigen Dienst des Senats arbeitete. Es wäre eine gefährliche Reise, keine Frage, aber auch eine des Respekts gegenüber seinen Eltern.

Er schob diesen Gedanken bei seite und wandte sich leise flüsternd an seinen Kollegen neben ihm: "Eigentlich hatte ich vor Paulson das Kaleh an die Kehle zu halten." Sagte er und bezog sich auf die Standpauke die Patel ihm bezüglich seines Verhaltens gegenüber Paulson gehalten hatte.
Commander Chi´Khoal tr´Kahael - Chefingenieur der USS New Age
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367

Donnerstag, 13. August 2009, 23:20

Unter neuer Führung

"Willst du einen Orden dafür, dass du es gelassen hast?" fragte ich sarkastisch und ließ mich nicht von Kahael ablenken. Er war auch so schlimm genug dran. Emotionaler als normal, in seiner Argumentation romulanischer, als ich ihn je zuvor gesehen hatte. Eventuell war es keine schlechte Idee für ihn, beim Counsellor vorbeizuschauen. Seine traditionellen Werte verlangten vermutlich eine Heirat von ihm, selbst wenn das Kind nur zu einem Viertel romulanisch sein würde. Vermutlich hatten viele Remaner mehr romulanisches Blut in ihren Adern. Dennoch spielte dies keine Rolle. Menschliche Gene hatten die Tendenz dazu, rezessiv zu sein. Das Kind würde vermutlich spitze Ohren haben und eventuell Ansätze der ausgeprägten romulanischen Stirn. Jeder der es sehen würde, würde es für einen vollen Romulaner halten und es dementsprechend auch behandeln.
Vielleicht war dies für Kahael der letzte Schritt, seine romulanische Welt für immer hinter sich zu lassen. Mit einer terranischen Frau würde seinem Asylantrag, mit dem er immer noch kokettierte, mit Sicherheit stattgegeben werden. Aber dann gab es wohl kaum noch ein Zurück.
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
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368

Freitag, 14. August 2009, 11:48

Unter neuer Führung

- Shuttlebay -

MaSvorra trug über der Uniform seinen Mantel mit dem Fellbesatz an den Schultern und das bat´leth lugte über seinen Schultern hervor. Seine rechte Faust lag auf der linken Schulter als Gruß an den ihn unbekannten, aber anscheinend hoch angesehenen Vulkanier, den sie verabschiedeten.

Er hörte Patel und Kahael leise sprechen und sah kurz hinüber, wobei er versuchte, seine Neugierde zu verbergen.
MaSvorra la`, Sohn von Vorras'kor, aus dem Hause CalRem, Leitender Arzt der New Age
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Montag, 17. August 2009, 14:26

Unter neuer Führung

-Shuttlebay-

Auf dem Weg zur Shuttlebucht hatte auch ich die Gelegenheit Kahael zu Gratulieren. Doch dieser war eher weniger froh über seinen Nachwuchs. Sein Gesichtsausdruck sagte mehr als tausend Worte. Sonderlich froh über seinen Nachwuchs war er nicht. Aber meiner Meinung nach steckte dabei noch mehr dahinter. Als sich die Türen des Turboliftes öffneten und wir uns im Korridor Richtung Schuttlebucht aufmachten bot ich dem Halbromulaner eine Art Eheberatung an. Kahael und Kathy waren zwar nicht verheiratet, doch trotzdem erwarteten sie gemeinsam ein Kind. Dies bedarf nicht nur einer großen Verantwortung. Ein Kind sollte in keiner Bruchfamilie aufwachsen.

Als wir in der Shuttlebay eintrafen, stellten wir uns in einer Reihe stramm auf um den Captain zu verabschieden. Meine Gedanken weilten noch immer bei unserem Nachwuchs. Ich war mich innerlich sicher, dass sowohl Kahael als auch Kathy ihren Job als Eltern gut durchführen würden. Doch in einem Punkt hatte Paulson in seiner etwas fragwürdigen „Willkommen zurück - Anrede“ recht. Es würde für den Säugling sehr gefährlich werden hier aufwachsen zu müssen. Ich habe in den Logbüchern von so einigen Schlamassels und Dilemmas gelesen in die die New Age bisher geraten war. Allein der Gedanke bereitete mir unbehagen…
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Neireh

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370

Montag, 17. August 2009, 19:05

Unter neuer Führung

Ich hatte die Unterhaltungen mit Martinson durchaus genossen. Ich mußte mir eingestehen das es war wie einen alten Freund wieder zu sehen und ich froh war das es ihm gut ging. Aber wir hatten eigentlich schon immer ein gutes Verhältnis miteinander gehabt. Mag sein das wir beide spitze Ohren hatten oder weil wir beide Diplomaten waren, vielleicht auch weil wir noch mehr gemeinsam hatten. Waren wir doch beide Kinder zweier Welten. Auf eine Art bedauerte ich es das er uns wider verlassen würde, aber er hatte recht. Dies war nun mein Kommando und das er sein volles Vertrauen in meine Fähigkeiten setzte ehrte mich. Wir würden in Kontakt bleiben. Es war sicher nicht das letzte mal das wir uns sahen. Martinson hatte eine schwere diplomatische Aufgabe vor sich, aber nach unseren Gespräch konnte ich ihn überzeugen das ich ihn für den besten Mann dafür hielt diese Aufgabe zu schaffen. Ich hatte ihm wie erbeten eine Kopie der Daten zukommen lassen und vertraute ihm dahingehend soweit das er wußte was er tat.

Wir betraten den Shuttlehangar, wo sich schon die Führungsoffiziere in einer Linie versammelt hatten und stramm standen. Wobei Kahael allerdings etwas mitgenommen aussah. Ich vermutete allerdings das dies weniger körperliche Ursachen hatte. Er hatte wohl schwer zu verdauen an dem Umstand Vater zu werden. Vielleicht auch was dies für seine Zukunft bedeutet. Immerhin war die Mutter seines Kindes ein Mensch. Eine Rückkehr ins Imperium mit seiner Familie war da nahezu ausgeschlossen. Andererseits trug sich Kahael auch seit einiger mit dem Gedanken herum Asyl in der Föderation zu beantragen. Das wäre für Mutter und Kind vermutlich auch das beste und mit Sicherheit würde seinem Antrag mit terranischer Frau und Kind eher stattgegeben. Nur hieß das für ihn das es kein zurück mehr gab.

"Captains an Deck!", rief Patel sobald er uns sah. Wir gingen an der Reihe vorbei und deute ein nicken an. Martinson kannte nicht alle die dort standen, aber ich hatte ihm davon berichtet was seit der Zeit seiner Abwesenheit alles passiert war. Wir hatten eine lange Unterhaltung.
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Dienstag, 18. August 2009, 00:34

Unter neuer Führung

Wir hatten uns inzwischen von der Souvereign und der Harbor verabschiedet und die New Age befand sich auf dem Weg zu ihrem nächsten Auftrag. Ich bereitete meine Abreise vor, als Neireh mich zu einem Abendessen einlud.

Wie ich dort erfuhr, hatte Winters offenbar innerhalb von Starfleet Command durch einen glücklichen, aber beinahe tödlichen Zufall die Verantwortlichen ausfindig gemacht und gestellt. Es war ihm hoch an zu rechnen, dass er die Risiken eingegangen war um den Idealen der Föderation treu zu bleiben. Möglicherweise konnte er wirklich noch ein wertvoller Verbündeter werden. Etwas was ich ihm, nach allem was ich bisher von ihm wusste, nicht zugetraut hätte. Aber die New Age veränderte wohl jeden, sie erfüllte ihre Mission besser, als ich es je gehofft hätte.

Winters war es auch, der uns die Entscheidung ersparte, was mit den Tzenkethi und ihrem Schiff geschehen sollte, die von der New Age geentert worden waren. Auf seine Weisung, als vorübergehender Admiral, hin hatten wir sie der Souvereign übergeben. Man würde sie vor ein Föderationsgericht stellen. Was ihnen vermutlich das Leben rettete, denn bei den Tzenkethi selbst hatten sie durch ihre Gefangennahme die Ehre verloren und würden wohl zum Selbstmord gedrängt oder ungebracht. Stellte sich die Frage wie stark ihre kulturelle Prägung war, ob sie nicht am Ende doch Selbstmord begehen würden, oder ob sie ihre Strafe verbüssten und danach ein neues Leben in der Föderation aufbauten. Nun, das würde die Zeit zeigen. Für mich galt es nun erst mal auf zu raumen was sie aufgedeckt hatten. Wobei mich immer noch die Frage interessierte, auf die ich vermutlich nie eine Antwort erhalten würde, woher sie von der Station und der Waffe gewusst hatten.

Neireh und ich unterhielten uns noch eine ganze Weile über all die Dinge die während meiner Zeit auf Vulkan passiert waren. Schliesslich rückte der Zeitpunkt näher, zu dem ich die New Age verlassen sollte. Ich hatte noch ein Shuttle nach Deep Space Nine zurück zu bringen bevor ich zur Erde weiter reisen würde.

Ich wollte noch alle Offiziere aufsuchen, bevor ich das Schiff verliess, doch Neireh riet mir ihr einfach zu folgen. Sie lies ausserdem mein Gepäck von einem Crewman zum Shuttle bringen. Also folgte ich ihr zum Hangar. Ich konnte mir schon vorstellen was dies zu bedeuten hatte...

Zusammen Neireh betrat ich den Hangar. Dort standen alle Offiziere der New Age Spalier. Dies war eine grosse Ehre und das beste Abschiedsgeschenk, dass sie mir überhaupt machen konnten. Sogar die Offiziere waren anwesend die ich nur flüchtig kannte und nie unter mir gedient hatten. Ich war zugegebenermassen gerührt und die Freunde die hier in der Reihe standen vermochten dies gewiss unter meinem vulkanischen, gelassenen Gesichtsausdruck, auch zu sehen.

Angemessenen Schrittes gingen wir durch die Reihe bis wir beim Shuttle angelagt waren. Dort drehte ich mich zu den Offizieren um. "Vielen herzlichen Dank für diesen Abschied." bedankte ich mich, und erlöste sie daraufhin von ihrer steifen Haltung: "Sie dürfen bequem stehen." Woraufhin sie die Strasse auflösten und in die Nähe des Shuttles traten. Ich fuhr fort: "Es war mir eine Freude diesen, viel zu kurzen, Besuch ab zu statten. Ich vermisste dieses Schiff schon als ich auf Vulkan weilte um mich zu erholen. Aber jetzt werde ich es erst recht vermissen. Es gibt nichts vergleichbares wie diese so verschiedene Familie die doch immer wieder beweisst zu was wir zusammen in der Lage sind. Gerne würde ich hier bleiben. Aber die Ereignisse der vergangenen Tage werden noch Wellen schlagen, da bin ich sicher. Ich werde versuchen diese Wellen etwas zu glätten. Die Mission der New Age geht für mich nun ausserhalb dieses Schiffes weiter. Aber ich kann dies ruhigen Gewissens tun, denn ich weiss, dass die New Age nun in äusserst fähigen Händen ist." ich bedachte Neireh eines kurzen, respektvollen Blickes. Anschliessend wante ich mich wieder an die Anwesenden: "Und wenn ich dies schon das letzte Mal nicht sagen konnte, dann zumindest jetzt: Es war mir eine Ehre mit ihnen zu dienen." ich hielt kurz inne um die Worte verklingen zu lassen, dann fügte ich bei: "Ich wünsche ihnen allen, und der New Age, nur das Beste. Und ich glaube, wir werden uns wiedersehen, irgendwo in der Galaxis."
Anschliessend machte ich mich daran alle Anwesenden in der Art ihres Volkes zu verabschieden.

Bei Kahael angekommen lies ich ihn wissen: "Ich hatte noch gar nicht die Gelegenheit ihnen zu gratulieren. Auch wenn es im Moment vielleicht nicht so scheint, bin ich sicher, dass es für sie eine Chanze ist. Im Angesicht des scheinbar unmöglichen waren sie schon immer in der Lage weit über sich hinaus zu wachsen, wie sie kürzlich eben wieder bewiesen haben. Ich bin sicher durch diese neue Herausforderung werden sie weiter über sich hinauswachsen als sie es selbst für möglich gehalten haben." Was ich sagte meinte ich eherlich, und hoffte, dass dies Kahael aufbauen würde, denn er schien es gebrauchen zu können.
[SIZE=5] Die Chance klopft öfter an, als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause.[/SIZE]
[SIZE=0](Zitat von: Will Rogers)[/SIZE]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Superstring« (18. August 2009, 00:36)


Patrice

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372

Freitag, 21. August 2009, 15:15

Unter neuer Führung

Als alle sich versammelt hatten und nur noch Neireh und Martinson fehlten, breitete sich eine gewisse Anspannung aus. Die Luft flimmerte.
Als die beiden dann eintrafen, fühlte der Captain das bemerkenswert menschliche Bedürfnis zu einer kurzen Rede, was ich für die Situation angemessen und positiv fand. Nicht mehr im starrem Spalier wirkte es fast wie eine Versammlung von Freunden auf einer kleinen Feier.
Anschließend verabschiedete sich der Captain noch von jedem Einzelnen. Bei mir angekommen, wünschte ich ihm eine weiterhin gute Genesung und viel Erfolg bei allem, was er zukünftig anstrebte. Genau genommen war er ja noch ein junger Mann für einen (Halb-)Vulkanier. Vielleicht konnte er auch noch eine eigene Familie gründen oder eine diplomatische Karriere starten?
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
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373

Sonntag, 23. August 2009, 22:45

Unter neuer Führung

"Danke, Sir." Sagte Kahael und verabschiedete sich damit von Martinson. Er nahm die Worte des Captains ernst, auch wenn er sich fragte ob es wirklich eine Chance war; er war sich dessen nicht sicher. Aber sicher war er sich im Moment rein gar nichts.
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