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Patrice

Nach 15 Jahren immer noch nicht Captain

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1

Donnerstag, 9. Mai 2013, 15:04

Star Trek Into Darkness - Rezensionen und Eindrücke (Spoileralarm)

So, ich habs reingeschafft und werd die Tage mal meine Eindrücke schildern. Eure auch gerne hier rein.
Da der Film voll mit Spoilermaterial ist, warne ich sehr davor, reinzulesen, wenn man sich nicht die Spannung verderben will.
Bitte nutzt ggf. die Spoilerfunktion

[spoiler]Hier ist noch kein Spoiler drin[/spoiler]
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
Admiral Patrice "Rick" Dimanche und Prof. Dr. Gresk - Schulschiff Pioneer

Kahael

Alkoholvernichter, Paragraphenreiter und Blitzmerker

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2

Samstag, 11. Mai 2013, 23:53

Also hab ihn mir heute auch angeschaut, ...

[spoiler]
... und bin froh, das Roddenberry kein Grab hat. Er würde darin so stark rotieren, dass er der Erde ein zweites Magnetfeld verpassen würde. Das was dort gezeigt wurde, war vieles, aber kein Star Trek. Der Zusammenhang ist eher zufällig. Die Drehbuchautoren und Designer haben einfach Star Trek, Star Wars und vieles andere in einen Topf geworfen, kräftig umgerührt und daraus einen Film gemacht. Das Drehbuch von Zorn des Kahn muss da irgendwie auch mit in den Topf gefallen sein. Statt Spock, stirbt Kirk im Warpkern - der aussieht wie der Kernfusionsreaktor ITER -, dafür brüllt jetzt Spock laut "Kaaaaaahn", nachdem er eine Träne vergossen hat. Statt das er sein Katra in McCoy versteckt, spritzt letzterer Kirk einfach mit Kahn-Blut wieder gesund. Was soll das? Haben die Autoren heute keine guten Ideen mehr für neue Geschichten? Muss man alte Geschichten nehmen und diese wie einen alten Stocken auf Links drehen um ihn noch mal tragen zu können?

Standrechtlich erschossen gehören die Designer. Allen voran denjenigen, der die Idee mit den Mützen hatte. Ohnehin, wie viele Uniformen braucht diese Crew? Die müssen sich anscheinend alle paar Stunden umziehen ... während der Warpantrieb wohl mit Feenstaub betrieben wird. Das Szenenbild des Maschinenraums war für mich recht schräg. Wie eine Fabrik. Zugegeben, im Vergleich mit einem Hochseetanker oder einem Flugzeugträger ist er realistisch, aber Star Trek hat sein eigenes Design. Immerhin hat man das Wasserwerk weggelassen. Die seitlichen Torpedorampen erinnern dagegen an eine spanische Galeone als an die Enterprise. Warum es aber fünf bis gefühlt zehnstöckige Abgründe an Bord gibt, erschließt sich mir, abgesehen vom der Dramaturgie, nicht und erinnerte mich an Galaxy Quest.

Die Bevölkerung der Föderation scheint in eine Spaß- und Konsumgesellschaft abgedriftet zu sein. Das Publikum soll sich wohl eher identifizieren, als auf neue Ideen abseits des vorgelebten zu kommen. Von der Idee, dass eine Gesellschaft auch anders sein kann, als die unsrige, keine Spur. Das ist aber immer ein Kern von Star Trek gewesen. Auch die Sternenflotte scheint mir an die Bundeswehr angelehnt zu sein. Nur bedingt verteidigungsfähig, vermutlich gibt es nur ein Schiff, nämlich die Enterprise und eben dieses Über-Schiff "Dreadgnought" das man so einfach zwischen Jupiter und einem seiner Monde versteckt hat. Aber vermutlich ist man zu sehr damit beschäftigt, seine Uniform zu wechseln. Logik ist nicht die Stärke des Films. Das zeigt schon der Anfang. Die Enterprise zu wassern, statt im Orbit kreisen zu lassen, wäre sinnvoller gewesen. Aber der Dramaturgie eben im Wege gewesen.

Die Masken der Klingonen wirkten auf mich ebenso befremdlich, wie die Mützen bei der Sternenflotte. Ein Klingone zeigt sein Gesicht. Der Feind soll wissen wer ihn tötet. Das Design der Bathlets konnte man auch nicht lassen wie es ist. Warum die Provinz unbewohnt ist, erfährt der Zuschauer nicht. Man sieht nur eine dunkle Wolke über dem Planeten aufsteigen. Wieso, bleibt rätselhaft. Aber für eine unbewohnte Gegend, erschien mir diese doch recht belebt.

Abrams macht Star Trek m. E. weiter kaputt. Gerade das Bild der Gesellschaft in Star Trek wird zerstört. Sie wird unserer Zeit angepasst.
[/spoiler]
Commander Chi´Khoal tr´Kahael - Chefingenieur der USS New Age
Captain Max "Dampfkessel" Voss - Captain des Schulschiffes Pioneer

in dubio pro raute

Falls Sie in einem Land leben, in dem das Fischen ohne Angelschein bestraft wird,
jedoch nicht der illegale Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
Milos Zeman, tschechischer Ministerpräsident

Patrice

Nach 15 Jahren immer noch nicht Captain

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3

Sonntag, 12. Mai 2013, 01:29

[spoiler]Also Kahaels Kritikpunkt mit der Kopie des Filmendes ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Ich war auch sehr erstaunt, in welchem Umfang hier ST II verwendet wurde, nur dass Spock durch Kirk und umgekehrt ausgetauscht wurde. Natürlich ist es als Hommage gemeint, nicht als Drehbuchrecycling. Aber der Umfang erstaunt schon. Ich bin mir nicht ganz schlüssig, was ich davon halten soll.
Zum Rest: also der Film ist in erheblichem Umfang dem ersten Teil der neuen Zeitreihe treu. Die meisten bitteren Pillen als Alt-Star Trekfan musste man sicherlich im ersten Film schlucken. Wenn man den ersten Film akzeptieren konnte, wird man im zweiten Film nichts neues entdecken, wo man jetzt sagen würde, dass das eine zusätzliche Pille wäre, die man nicht zu schlucken bereit sei. Soviel auch zur Design-Argumentation.
Mein größtes Problem, und ich weiß nicht, ob es da nur mir so ging, ist die teilweise Vorhersagbarkeit der Story, sowohl der Inhalt der Torpedos als auch die Rettung Kirks durch Khans Blut fand ich schon mehrere Filmrollen vorher vorhersehbar.
Die Dreatnought war fand ich auch etwas übertrieben von Größe und Auftreten. Erinnerte stark an das romulanische Schiff aus ST Nemesis. Immerhin wurde kein Kollisionskurs eingenommen, aber Datas Rüberflug per Luftschleuse wurde wiederholt :/ Auch die neue Klingonenmaske (damit meine ich vor allem, das Aussehen des unmaskierten Klingonens) fand ich unnötig, aber mei, es gibt halt sicher genug Subspezies auf dem Planeten :D Warum war Praxis eigentlich schon explodiert? :P Ich mein, nettes Detail, aber etwa 20 Jahre zu früh, oder?
Mich erstaunt auch, dass trotz allem, so viel geheim bleiben konnte. Dass der Bösewicht Khan war, hätte man nicht wissen können, wenn man nicht allzu schlampige Filmkritiken gelesen hat (wie ich leider), Old-Spocks Auftritt wurde mir aber nicht gespoilert, war aber diesmal leider nicht mehr als ein Easter-Egg.
Gefallen hat mir, dass an allen Stellen, wo man als Trekker sagen würde "Hey, das ist aber unsternenflottiges Verhalten", in der Tat, spätestens am Filmende angesprochen wird, dass dies so sei. Kirk wird zurecht zurechtgewiesen. Scottys Kritik und Weigerung und Kirks Change of heart waren definitiv gelungene Plotelemente.
Kahas Kritikpunkt mit der geringen Militärstärke ist kein schlüssiges Argument, die Enterprise war doch schon immer das einzige Schiff, dass zwischen dem Ende des Universums und der Rettung stand :P (Beispiele unter anderem ST I, IV, VIII, X, Best of both worlds etc. pp.).
Khans Rückkehr ist für mich fast sicher, so wie der Film endete :P Cumberbatch als Khan war auf jeden Fall ganz gelungen, bis auf die völlig überdimensionierte, comichafte Waffe beim Kampf gegen die Klingonen.
Mein Fazit wäre wohl eine 2-
[/spoiler]
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
Admiral Patrice "Rick" Dimanche und Prof. Dr. Gresk - Schulschiff Pioneer

4

Montag, 13. Mai 2013, 16:03

[spoiler]Das dieser Film nicht allen gefällt war klar, vorallem jenen die schon lange Star Trek Fan sind und die anderen Filme und vorallem die Serien kennen.
Besonders ein Kommentar auf Youtube ist mir da in Erinnerung geblieben wo einer gesagt hat das er erst seit Abrams auf Star Trek abfährt und die anderen Filme und Serien einfach nur scheiße waren. Nachdem ich erstmal meine Wut runterschlucken musste über so viel Blödheit, wie ich damals fand, musste ich aber zu der Einsicht kommen das sich nunmal das Publikum verändert. So etwas hat es ja schon einmal gegeben bei Star Trek. Man siehe nur die Original Serie und TNG. Auch damals gab es so Diskussionen wie heute über die neuen Filme. Ich glaube Neireh hatte mir auch mal erzählt das ihre Mum nie TNG geschaut hat und immer bei der Original Serie geblieben ist.
Mit diesen Worten will ich die neuen Filme aber nicht in Schutz nehmen, da vieles was ihr angesprochen habt auch mir missfallen hat.
Trotzdem finde ich aber das Into Darkness diesmal besser war als sein Vorgänger und man zumindest versucht hat etwas für die alten Fans zu tun.
So vorhersehbar fand ich die Story nun eigentlich nicht, natürlich bis auf das mit Khan. Ich kam schon manchmal ins straucheln ob nun Khan oder Admiral Marcus lügt. Zu den Torpedos muss ich sagen das ich erst dachte dass das vielleicht Genisis-Torpedos sind, so wie Khan darauf reagiert hatte. Das die da seine Leute reingesteckt hatten wäre ich nicht drauf gekommen.
Bei den Klings hatte ich auch erstmal nen Schreck bekommen was die mit denen angestellt hatten.
Bei den Ausgehuniformen hatte ich erstmal die Augen verdreht, da sie praktisch eine 1:1 Kopie der Ausgehuniformen der US-Marines sind. Na, was will uns Abrams damit sagen?
Was mir noch aufgefallen ist das Marcus Sektion 31 als Sternenflotteneinrichtung bezeichnet hat, aber offiziell existierte sie in der anderen Zeitlinie garnicht und war von der Sternenflotte nicht anerkannt.Im großen und ganzen wieder ein großes Action- und Zerstörunsspektakel der das Herz von Star Trek fehlt.

Etwas Gutes gab es aber zumindest sagte auch der Kinobesitzer zu mir.
Endlich waren sie mal auf die Idee gekommen Sicherheitsgurte für die Brückenoffiziere einzubauen. :D [/spoiler]