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Patrice

Nach 15 Jahren immer noch nicht Captain

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1

Dienstag, 5. August 2014, 20:22

Ein anderes Leben (Fortsetzung von "Das andere Ich")

Dies ist die unmittelbare Fortsetzung der Geschichte Das andere Ich. Die Geschichte schließt an folgende zwei Postings an: Link 1 und Link 2.

USS Guardian, Mutara-Nebel - Außerhalb des Zeitkontinuums
Die Crew des Zeitschiffes USS Guardian bestand nur aus zwei Männern. Das Schiff stammte ursprünglich aus dem 28. Jahrhundert. Dort war es von unbekannten Aggressoren aus einer anderen Zeit beschoßen worden. Dabei wurde der temporale Feldgenerator des Schiffes zerstört. Um sich vor der Explosion zu schützen, versetzte der Vulkanier Sokov das Schiff in den temporalen Flux. Ein Zustand außerhalb des Zeitkontinuums. Im Flux konnte man feststellen, dass die Zerstörung des Generators den umliegenden Raum im Mutara-Nebel zerstört hatte. Und diese Zerstörung zog sich weit in die Vergangenheit und Zukunft. Dies bewirkte, dass man das eigene Schiff zwar reparieren konnte, es jedoch nicht mehr von der aktuellen Position weggebracht werden konnte. Daher beschloss Captain Beckett die Unterstützung eines anderen Schiffes zu ersuchen, um die Guardian zu befreien. Von allen Schiffen, die in Reichweite der Guardian waren, eignete sich dafür allein die USS New Age. Sokov versuchte daraufhin, die New Age, die in sicherer Entfernung von der Explosion lag, zu sich in den Flux zu holen. Dies mißlang jedoch, stattdessen wurde die Crew der New Age in die Vergangenheit geschleudert. Für diese vergingen daraufhin 11 Tage, in denen sich große Teile der Crew zusammen fanden und mit einem anderen Schiff zu der temporalen Anomalie zurückreisten. Für Sokov und Beckett ist jedoch inzwischen keine Zeit vergangen.

Sokov blickte konzentriert auf seine Anzeigen. "Ich bin bereit, die New Age in den Flux zu holen." sagte Sokov.
"Nun, worauf warten Sie, jetzt oder nie." scherzte Beckett, da die Crew im Flux alle Zeit der Welt hatte. Sokov drückte den Auslöser.
Er hielt einige Sekunden inne und blickte dann verwundert auf die Anzeigen der temporalen Sensoren. "Faszinierend." sagte er dann.
"Hat es funktioniert?" erkundigte sich Beckett.
"Nein, Sir. Die USS New Age befindet sich noch immer an Ort und temporaler Stelle. Ich erhalte jedoch keine Lebenszeichen von der Crew mehr. Will heißen, die Crew ist noch da, aber scheinbar ist sie tot. Ich korrigiere. Ich empfange Lebenszeichen von einem romulanisch-menschlichen Säugling. Doch das ist nicht alles..." sagte Sokov.
Beckett war aufrichtig bestürzt über die Ereignisse.
"Was denn noch?" fragte er unsicher, wie er das Maleur würde retten können.
"Ich habe ein neues Schiff auf den Sensoren. Es ist die USS Galapagos im Jahr 2371. Es ist eigentlich völlig unmöglich. Ich lese keinerlei Zeitreisetechnologie bei diesem Schiff. Aber es befinden sich rund 150 Lebenszeichen an Bord, die weitgehend identisch sind mit Teilen der Crew der USS New Age... Nur 16 Jahre jünger." sagte Sokov, der gerade dabei war, alles, was er über Zeitreisen wußte, zu überdenken.
"Wie kann das sein?" fragte Beckett.
"Ich habe keine genaue Erklärung, Captain. Aber es scheint mir, dass wir nicht erfolgreich bei dem Versuch waren, die New Age in den temporalen Flux zu bringen. Vielmehr haben wir wohl die Crew in die Vergangenheit geschleudert. Beziehungsweise ihr Bewußtsein. Interessanterweise ist dies nicht bei dem Besatzungsmitglied passiert, dass kein 16 Jahre jüngeres Gegenpart hat. Dem Säugling."
Beckett überlegte eine Weile. "Ich bin fern davon, das wirklich zu verstehen. Und ich mache den Job nun wirklich schon eine ganze Weile. Wie sollten wir vorgehen?"
Sokov dachte nach. "Ich habe jetzt einige Parameter mehr zur Verfügung ausgehend von dem gescheiterten Versuch. Ich schlage vor, dass ich meine Berechnungen überarbeite und dann anstatt der USS New Age die Galapagos in den Flux zu uns hole."
Beckett dachte nach. "Richten wir damit nicht mehr Schaden an, als uns lieb ist? Vielleicht sollten wir jetzt aufhören, solange der Schaden noch nicht so groß ist."
Sokov seufzte. "Ich habe ihnen noch nicht erzählt, dass alle Schiffe, die nach der USS New Age auf unseren Sensoren waren, verschwunden sind. Ich habe stattdessen mehrere neue Schiffe auf den Sensoren. In früheren Jahren sind es Schiffe des Dominion. Später sind es überwiegend Borgschiffe. Ich fürchte, Sir, ich muss berichten, dass unser erster Eingriff die Zeitlinie massiv gestört hat. Wenn wir nichts unternehmen und die Zeitlinie wiederherstellen, gibt es keine Gegenwart mehr, in der wir unsere eigentliche Mission wieder aufnehmen können."
Beckett fiel das Herz in die Hose. Er brauchte einige Minuten, um die Sprache wiederzufinden.
"Also schön, holen Sie die Galapagos in den Flux." bestimmte er.
"Ay, Captain." sagte Sokov und machte sich an die Berechnungen.
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
Admiral Patrice "Rick" Dimanche und Prof. Dr. Gresk - Schulschiff Pioneer

Patrice

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2

Dienstag, 5. August 2014, 21:21

05. August 2405

"Opa! Opa? Geht es dir gut?" Die Stimme eines kleinen Mädchens drang an mein Ohr. Sie klang sehr besorgt.
Ich machte die Augen auf. Ein etwa 7 jähriges Kind hatte sich über mich gebeugt. Sie lächelte, als sie sah, dass ich wieder bei Bewußtsein war. "Du bist umgefallen, Opa." sagte sie jetzt wieder fröhlicher.
Ich fuhr mit meinem Oberkörper hoch und blickte mich um. Ich sah auf ein großes Panoramafenster, auf dem die Sterne schnell an uns vorbeizogen. Ich war auf einem Raumschiff.
Ich versuchte zu überlegen, wie ich hier hingekommen war. Das letzte, an das ich mich erinnern konnte, war dass ich auf der Galapagos in meinem Quartier gesessen war. Wir hatten seit einigen Stunden bereits im Mutraranebel nach irgendwas gesucht. Nach irgendwas, das unsere Reise in die Vergangenheit erklärte. Und nun das hier. Das Wort Opa klang wiederhallend in meinen Ohren. Ich blickte auf meine Hände und konnte nicht glauben, was ich sah. Altersflecken. Ich stand auf und spürte dabei, dass ich eine Art Sack auf dem Rücken haben musste. Immerhin war ich bis vor wenigen Momenten ein 31 Jahre junger Mann gewesen. Und nun kam ich kaum hoch.
"Geht es dir gut, Opa?" fragte die Kleine. Ich blickte zu ihr runter und sah Besorgnis. "Ja." sagte ich schnell. "Ja, natürlich, Kleines. Mir war kurz schwindelig. Aber jetzt geht es mir wieder gut." Ich entdeckte mit zunehmender Faszination, dass das Kind, das mich Opa nannte, durchaus Ähnlichkeit mit meiner Mutter hatte, als diese ein Kind gewesen war. Darüber hinaus hatte es schwach ausgebildete klingonische Furchen auf der Stirn. Mein Gehirn war zunächst nicht bereit, die Information aufzunehmen, die so offensichtlich war. Dass da mein Enkelkind mit mir sprach.
Ich trat an das Fenster, um mein Spiegelbild zu sehen und blickte in das Gesicht eines Mannes in seinen Sechzigern. In mein Gesicht. Mir wurde schwindelig. Schon wieder.
Nicht auch noch eine Reise in die Zukunft!, dachte ich. Warum endet mein Leiden nie?!
"Opa, ich hol dir mal ein Glas Wasser." sagte die Kleine selbstbestimmt und eilte aus dem Zimmer. Durch die offene Tür blickte ich auf ein hochmodernes Schiffsinneres, wie ich noch nichts vergleichbares gesehen hatte.
Ich sammelte mich und eilte an einen Schreibtisch. Dort stand kein Computer, also bat ich den Computer, einen auszufahren. Wie ich dachte aus dem Tisch. Doch es erschien ein Hologramm auf dem Tisch.
USS Normandy, stand da.
Captain Patrice Patel, stand da.
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
Admiral Patrice "Rick" Dimanche und Prof. Dr. Gresk - Schulschiff Pioneer

Axevin

McDonald

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3

Mittwoch, 6. August 2014, 16:52

5. August 2405

Er lag auf seinem Bett. Endlich war alles wieder in Ordnung, dachte Alec. Denn er lag auf seinem Bett und offensichtlich hatte er einen Riesenkater. Genau wie damals, auf der New Age. "Computer, die Temperatur etwas wärmer, bitte", sagte er. Er versuchte, mit der Hand nach der Whisky-Flasche zu greifen, von der er vermutete, dass noch ein Schluck übrig war. Dann schreckte er hoch. Weder war die Flasche da, noch ein Computer zu hören, der ihm antwortete. Und irgendwie hatten die Schmerzen, die er spürte, überhaupt nichts mit einem Kater zu tun.

Alec schlug die Augen auf und erblickte ... Claire O'Connor. Was hatte sie denn hier zu suchen. "Na, Commander, wieder erwacht", fragte sie. Sie hatte ein Geschicht voller blauer Flecken und ihr ging es nicht besser als ihm, wie er vermutete. Aber noch etwas fiel ihm auf: sie schien älter zu sein. Und die Uniform war zwar mit gelben Applikationen versehen, ihm aber trotzdem völlig fremd. Er fasste sich an den Schädel und stellte an seiner Uniform rote Applikationen fest. "Was ist passiert? Und warum Commander?"

"Hast du alles vergessen? Wir waren mit der WATERLOO in einen romulanischen Hinterhalt geraten. Und Commander, du bist Commander Alec Axevin, unser Erster Offizier und XO. Seit Jahren schon." Alec wurde plötzlich bewusst, dass sie schon wieder einen Fehler gemacht hatten. Wer auch immer, aber es war erneut ein Fehler. "Ich habe Probleme, mich zu erinnern", gab er zu und meinte es ehrlich.

"Du bist Erster Offizier der USS WATERLOO", erklärte Claire geduldig. "Wir sind verheiratet, aber das nur nebenbei. Ich bin Lieutenant Commander, auch schon seit Jahren. Ich bin Zweiter Offizier, falls du das auch vergessen hast, und Leitender Operations Manager an Bord. Um bei dir zu bleiben, habe ich alle weiteren Beförderungen abgelehnt. Wir haben das Jahr 2405. Wir sabotieren seit den Tagen der ersten WATERLOO romulanische Sensorenphalanxen entlang der Grenze. Und sämtliche Sicherheits- und Verteigungseinrichtungen, die wir finden."

"Der ersten WATERLOO", fragte er. Claire schüttelte den Kopf. "Du weisst ja gar nichts mehr", stellte sie fest. "Die erste war eine Nebula, deren Vorgänger, eine Miranda, hatte nichts mit unserem Auftrag zu tun. Die zweite war eine Ronin. Wir dienen jetzt auf der dritten zusammen, einer Mercury. Alt, aber für unsere Zwecke bestens geeignet."

Alec nickte und tat so, als würde er sich erinnern. Claire fuhr fort: "Vor zwei Tagen wurden wir von Romulanern gefangen genommen und seitdem werden wir verhört. Aus dir haben sie irgendwie nichts herausbekommen. Ich habe ihnen die übliche Lüge aufgetischt: dass wir auf Inspektionsreise sind, nachdem Föderation und Imperium das vereinbart haben. Da du anscheinend nichts zu wissen scheinst, erwähne ich mal, dass wir uns in kritischen Beziehungen befinden. Alle dreschen auf uns ein: Klingonen, Romulaner und vielleicht die Borg."

"Die Borg", entfuhr es Alec. Aus welchen Löchern waren die denn gekrochen? Er ahnte inzwischen, dass er mächtig in der Klemme steckte und hier nicht so leicht heraus kommen konnte. Und er musste Claire mitnehmen, die aber offensichtlich in diese Zeitlinie gehörte. Seine Frau konnte er aber nicht einfach hier den Löwen zum Frass vorwerfen. Er drehte sich auf der harten Pritsche um und starrte zu Decke. Was jetzt?

"Die Borg sind reine Spekulation", entgegnete Claire. "Genau wie das Dominion. Irgendeine Macht bedoht uns. Und alles ist in höchster Alarmbereitschaft. Jeder misstraut jedem."
Lieutenant Alec Axevin
Leitender Operationsoffizier
USS New Age

Captain Alec McDonald
Kommandierender Offizier
USS Galahad
(u.a.)

Curtis Reeve

Sieht in echt natürlich besser aus als auf dem Foto

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4

Mittwoch, 6. August 2014, 18:05

5. August 2405


"Captain, Sie reagieren nicht auf unsere Rufe und auch der Warnschuss hat Sie nicht abgehalten!", kam von weit weg eine Stimme, die Curtis nicht kannte. Rasch öffnete er die Augen und sah sich verwundert um. Die Stimme kam von einem Mann hinter ihm, der seinen Blick auf ihn ruhen ließ.

Was geht hier vor? Seid wann bin ich denn der Captain? Okay, lass dir nichts anmerken,
dachte Curtis verwundert und schluckte.
" Wir haben alles versucht um die Angelegenheit schnell zu beenden?", fragte er in die Runde und alle Köpfe auf der Brücke nickten. Curtis verhärtete seinen Gesichtsausdruck und gab an den Mann den Befehl weiter, dass er das Schiff manövrierunfähig schießen sollte. Der Befehl wurde bestätigt und Curtis versuchte sich klar zu werden was er hier am Träumen war.

" Warum wurden wir überhaupt angegriffen?", fraget er in die Runde, als das Schiff sich nicht merh auf Sie zu bewegte und auch seine Waffen nicht mehr funktionsfähig waren.


Bevor jedoch jemand von den Anwesenden antworten könnte, hörte Curtis hinter sich ein lautes:
" Schnitt, Schnitt! Was soll das denn Reeve? Hast du deinen kompletten Text vergessen?"
Nun verstand Curtis gar nichts mehr, stand auf und sah den großen Mann an, der ihm nun gegenüberstand und eine Jacke mit der Aufschrift: "Regisseur" trug.
Ensign Curtis Reeve---> Counselor der NEW AGE

Lt. Kol ----------------> Leitender Wisenschafts- und OPSoffizier USS GALAHAD

Kahael

Alkoholvernichter, Paragraphenreiter und Blitzmerker

Beiträge: 6 388

Wohnort: Rumpelkiste

Beruf: §

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5

Mittwoch, 6. August 2014, 20:28

Ein grässliches Fiepen riss Kahael aus den Schlaf. Sein Kopf und seine Glieder schmerzten höllisch. Glück gehabt, dachte er als sich der Nebel der ihn umgab lichtete, nur ein Traum ... die Fete muss echt gut gewesen sein. Seine Augen fokussierten langsam die Decke über ihn. Sie war rostbraun. Auf der New Age gibt es keine rostbraunen Decken Er drehte leicht den Kopf, der auf irgend eine Stütze gebettet war. Er bemerkte, dass er auch nicht wirklich lag. Vielmehr hing er etwas krumm auf einem gut gepolsterten, geneigten Stuhl. Er betrachtete noch für einige Herzschläge die Decke. Dann sprang er erschrocken hoch. "Auf der New Age gibt es keine rostbraune Decke!", rief er aus und blickte sich irritiert um. "Nein, das ist nicht die New Age", stellte er fest. Er befand sich auf einem Schiff. So viel stand fest. Eine Art Shuttle und wie es aussah, flog es mit Warp. Immerhin sitzt du in keiner Zelle! Er setzte sich wieder in den Pilotensitz aus dem er soeben herausgesprungen war und studierte die Daten auf der Steuerkonsole. "Ale Intox", murmele er, "soviel zum Eigentümer dieses Schiffes." Er laß die jüngsten Logbucheinträge. Schmuggel war sein Lohn und Brot stellte er dabei fest.
Commander Chi´Khoal tr´Kahael - Chefingenieur der USS New Age
Captain Max "Dampfkessel" Voss - Captain des Schulschiffes Pioneer

in dubio pro raute

Falls Sie in einem Land leben, in dem das Fischen ohne Angelschein bestraft wird,
jedoch nicht der illegale Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
Milos Zeman, tschechischer Ministerpräsident

6

Mittwoch, 6. August 2014, 22:58

05. August 2405

Langsam erwachte der Vukanier aus seiner Bewusstlosigkeit, doch er fühlte sich schwächer als sonst. "Wie geht es ihnen, Mr. D`Amarok.":fragte ihn plötzlich jemand. Er drehte seinen Kopf in die Richtung der Stimme. Jemand der wie ein Arzt aus sah hatte ihn angesprochen und machte gerade ein paar Untersuchungen an ihm. "Ich fühle mich Schwach. Was ist passiert." :fragte Teral. "Sie sind in der Offiziersmesse plötzlich zusammen gebrochen. Ich fürchte das sich ihre Krankheit verschlimmert hat.":sagte der Dr. Der Sicherheitschef der NA war verwirrt:"Welche Krankheit ?". "Ruhen sie sich aus ich werde es ihnen später nochmal erklären. Außerdem wartet ihre Frau draußen.": meinte dann der Schiffsarzt. Er war nun völlig verwirrt. Der Doktor ging ins Nebenzimmer und kurz darauf betrat eine Person den Raum. Eine ältere menschliche Frau in einer Uniform und dem Rang eines Captains. Sie war unverkennbar. Es war eindeutig Liz, aber sie war älter viel älter. Sie setzte sich zu Teral:"Du hast mir einen schönen Schrecken eingejagt Schatz.":sagte sie.
Lt. Cmdr. Teral D'Amarok, Vulkanier -> Sicherheitschef der NEW AGE

Lt. Cmdr. Joran Kan, Vereinigter Trill -> Chefingineur der USS GALAHAD

Neireh

Depp vom Dienst

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7

Freitag, 8. August 2014, 00:04

5. August 2405


Als sie erwachte war es dunkel in dem Raum. Sie lag zumindest auf einem Bett. Wieder dieses zirpende Geräusch das sie geweckt hatte. Dann sagte eine Computerstimme die Uhrzeit an. Sie war im ersten Moment noch zu schlaftrunken gewesen und hatte gehofft das sie es geschafft hatten, aber der Computer sprach romulanisch. Die Worte waren nicht vom Universltranslator übersetzt. Mit einem mal war sie hellwach und fuhr hoch.

"Computer! Licht!", rief sie.

Der Raum in dem sie sich befand war definitiv kein Quartier auf der New Age. Es war überhaupt kein Quartier in Föderationsstandart und sie schien sich auch nicht auf einem Raumschiff zu befinden. Sie sah an sich herunter und stellte fest das sie wieder eine Tal Shiar Uniform trug. Sie sah zwar anders aus, aber der Stil war doch unverkennbar. Sie fluchte leise und befühlte dann ihren Kragen.

"Scheint als hätte ich wohl Karriere gemacht...", murmelte sie. Der angrenzende Nebenraum schien ein kleines Badezimmer zu sein. Sie beschloss sich erstmal etwas Wasser ins Gesicht zu werfen. Bein Blick in den Spiegel über dem Waschbecken erschrak sie kurz. Sie war einige Jahre älter. Also was immer diesmal schief ging, sie waren offenbar einige Jahre in einer Zukunft gelandet. Das schlimmste war das sie nicht wußte was diesmal schief ging und das sie diesmal vielleicht keine Möglichkeit mehr hatten für einen weiteren Versuch.

Sie verließ das Badezimmer und sah sich erstmal um. Der Raum neben dem Schlafzimmer schien ein Büro oder Arbeitszimmer zu sein. Sie setzte sich an den Schreibtisch und ging die Unterlagen durch. Ihr persönlicher Code schien für die meisten Dinge noch zu funktionieren, aber es gab Dateien die offenbar ein höheres Passwort verlangten. Ihrem derzeitigen Rang nach zu urteilen dürfte sie den Code dafür haben und es waren sicher Dinge höherer Geheimhaltungsstufe. Dummerweise erinnerte sie sich aber an nichts mehr was ihr derzeitiges Ich ausmachte. Während sie sich in ihrer Vergangenheit auskannte, was die Zukunft betraf wußte sie soviel wie ein unbeschriebenes Blatt Papier. Ihr fiel ein kleines Bild auf das sie zusammen mit Hdaen zeigte. Offenbar hatten sie in dieser Version wohl eine gemeinsame Zukunft. Aber sie liebte Ma'Svorra. Beim Gedanken an ihn schien sich ein Klumpen in ihrem Magen zu bilden.

Von der Tür kam ein zirpendes Geräusch und es jagte Neireh zunächst das Adrenalin durch die Adern.

"Computer: Tür öffnen.", sagte sie und richtete sich in ihrem Stuhl auf.

Der Romulaner der ihr Büro betrat, schien ihr unbekannt. Er trug die selbe Uniform, hatte aber einen niedrigeren Rang als sie. In respektvollem Abstand zu ihrem Schreibtisch blieb er stehen und salutierte zunächst. Der Mann hatte den durchdringenden Blick eines Raubtieres.

"khre'Rionel, der Gefangene ist wieder wach. Wir können die Befragung fortsetzen."

Befragung?! schoss es ihr durch den Kopf. Sie hatte keine Ahnung was gerade ihre Aufgabe war oder wen sie da gerade verhörten und wieso. Einfach fragen konnte sie allerdings auch nicht.

Der Mann vor ihrem Tisch blickte zu dem Bild, das sie immer noch in der Hand hielt.

"Wenn ich sie mit dem Loanna'mrahel, der für den Tod ihres Gefährten mitverantwortlich war, alleine lassen soll genügt nur ein Wort.", fügte er hinzu.

Hdaen war Tod?! Verdammt sie mußte ziemlich schnell herausfinden in welcher Art Zukunft sie hier gelandet war und was ihr Ich die letzten Jahre getan hatte.

Sie stellte das Bild zurück und erhob sich langsam vom Stuhl. "Sind sie mit dem Verhörprotokoll der letzten Sitzung schon fertig?"

Der Mann wirkte einen Moment etwas verwundert. "Viel gab es da nicht zu protokollieren. Aus dem Mann war bisher nicht viel heraus zu holen. Wir wissen nur das er der erste Offizier der Waterloo ist und das er und seine Kollegen beim sabotieren einer romulanischen Sensorphalanx an der neutralen Zone erwischt wurden. Sie behaupten sie seien auf einer Inspektionsreise, aber wir wissen das sie höchstwahrscheinlich noch für viele weitere Sabotageakte verantwortlich zu machen sind.", antwortete er.

Neireh zog eine Augenbraue hoch als sie das hörte. Waterloo? Sabotageakte? Das hatte sie schon mal gehört.

"Inspektionsreise... natürlich... nun, dann werden wir uns einmal eingehender mit dem Subjekt beschäftigen.", sagte sie und machte eine Geste das er vorrausgehen sollte. Sie hätte nämlich nicht gewußt in welche richtung und wohin sie mußten. Sie wollte vermeiden Aufmerksamkeit zu erregen und aufzufallen. Sie hatte ein ganz ungutes Gefühl dabei. Sie wußte wie solche Befragungen abliefen und sie wußte was der Tal Shiar mit Föderationsoffizieren machte die bei Spionage oder Sabotage erwischt wurden. Noch dazu mußte sie hier wohl den Schein wahren weil der Mann wohl etwas mit dem Tod von Hdaen zu tun hatte.
Si vis pacem, para bellum
"Romulaner finden immer einen Weg"
Captain der USS New Age
Ex-Diplomatin und Dissidentin bei Rogue
T'Ary auf der Pioneer und andere Romulaner der Hintergrundgeschichte
"Wenn einer einen Traum hat, ist es nur ein Traum.Wenn viele denselben Traum haben ist es der Beginn der Wirklichkeit."

Axevin

McDonald

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8

Freitag, 8. August 2014, 00:33

05. August 2405

"Du weisst schon, was uns erwartet. Und trotzdem starrst du untätig die Decke an." Claire schüttelte den Kopf. "Früher warst du einfallsreicher." Alec setzte sich auf. "Wir werden vermutlich als feindliche Agenten zum Tode verurteilt. Die Sternenflotte könnte uns aber freikaufen." Er erntete ein Lachen. "Glaubst du, ein Mörder kommt hier mit dem Leben davon?"

Verstört sah er sie an. "Was redest du da?" In ihm kam eine dunkle Ahnung herauf, die sie bestätigte. "Ich komme vielleicht mit dem Leben davon, aber du hast einen Romulaner getötet, als wir einen Schusswechsel vor unserer Gefangennahme hatten. Was ist los mit dir, Alec? Ich weiss nicht, was ich davon halten soll, dass du dich an nichts erinnerst. Wir sind darauf trainiert, Folter zu ertragen. Ich bin sicher, du bist stärker als ich. Jedenfalls war ich das."

Bestürzt sah er ihr in die Augen. "Ich habe es verdrängt", antwortete er. Er konnte ihr nichts sagen. Überhaupt nichts. Dafür hatten sie eine Direktive. Wie gern hätte er ihr alles gebeichtet, noch dazu, da es um sein Leben ging. "Wir müssen hier raus", sagte er. "Was du nicht sagst", antwortete sie.

Fieberhaft suchte er den Raum ab. Er war mehr als einmal aus solchen Zellen herausgekommen, aber diese hier war so erschreckend anders als die, die er mal kannte.
Lieutenant Alec Axevin
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Patrice

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9

Freitag, 8. August 2014, 12:36

05. August 2405 - USS Normandy

Das kleine Mädchen kehrte mit einem Glas Wasser zurück, während ich mich von dem Schock erholend auf einen Stuhl gesetzt hatte. "Danke, Kleines." sagte ich, da ich keine Ahnung hatte, wie das Kind hieß. Ich überlegte mir, wie ich ohne die Gefühle des Kindes zu verletzen, den Namen in Erfahrung bringen konnte. Eins stand fest: das Kind war herzallerliebst.
"Ich bin nicht klein, ich bin schon 5 Jahre alt, Opa." sagte das Mädchen und hob 5 ausgestreckte Finger hoch. Sie sah zwar älter aus, aber bei Kindern mit klingonischen Genen war das nicht unüblich. Ich überlegte mir Fragen, die ich gefahrlos an das Kind stellen konnte. Aber überall lauerten Fettnäpfchen.
"Wollen wir was spielen?" fragte ich nach kurzem Überlegen. "Jaaaaa." antwortete das Kind.
"Ok, wir spielen ein neues Spiel. Das Spiel heißt "Wenn ich mal groß bin.", ok?" fragte ich. Das Kind nickte.
"Gut, ich fang an. Ich heiße Patrice Patel und wenn ICH mal groß bin, will ich der Captain von einem Raumschiff sein." sagte ich rhytmisch, damit das Kind den gleichen Satzbau nachvollziehen würde. Die Kleine lachte.
"Das bist du doch schon, Opa." sagte sie. Ich grinste. "Genau, aber ich bin ja auch schon groß. Jetzt du. Ich heiße...." begann ich.
Sie nahm sich zusammen. "Ich heiße Mia Patel und wenn ICH groß bin, will ich einen Zoo haben, mit Dinosauriern!" Ich blickte sie überrascht an. Aber wenigstens wußte ich jetzt ihren Namen.
"Ok, Mia Patel. Jetzt wieder ich. Meine Mama heißt Jaqueline und mein Papa heißt Jean. Mein Papa war Raumschiffcaptain. Meine Mutter war Architekt." schlug ich vor. "Jetzt du."
Die kleine war eifrig, das Spiel mit zu machen. "Meine Mama heißt Grace. Mein Papa heißt Antoine. Mein Papa ist Lieutenant auf diesem Schiff und meine Mama ist Doktor gaaaanz weit weg auf der Erde." erzählte sie.
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Kahael

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Freitag, 8. August 2014, 20:52

Mit einem lauten plöp zog Kahael den Korken aus der Flasche heraus. Vorsichtig zog er die Öffnung an seine Nase und roch daran. Ein Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. Es war Ale. Was konnte es auch anderes sein. Wenn er sich seinen Lebensunterhalt mit Schmuggel verdingen musste, gehörte dazu wenigstens Ale. Er gönnte sich einen großzügigen Schluck und legte die Füße auf der Steuerkonsole ab. "Immerhin etwas gutes", sagte er zu sich selbst und nahm einen weiteren Schluck aus der Flasche. Das gute war, dass das Schiff voll damit war. Gut versteckt. Der Kahn auf dem er saß, war zwar alt und rostig, aber gut in Schuss. Immerhin schien er auch in dieser Zeit ein guter Ingenieur zu sein. Das Schiff schaffte stolze Warp 9,8. Für ein Schiff dieser Größe war das beachtlich. Doch wie es das schaffte, verstand er nicht. Er hatte nun drei Stunden damit verbracht das Antriebssystem zu verstehen. Er schaffte es nicht. Es war definitiv anders konstruiert und auch kein Standardmodell. Er erkannte sofort das er es eigenhändig zusammengeschraubt hat. Aus Bauteilen verschiedenster Herkunft. Aber wie es funktionierte, wusste er nicht. Das machte ihn wahnsinnig. Das Ale beruhigte ihn wenigstens etwas. Eine passable Tarnung hatte das Schiff ebenfalls bei sich. Ebenso einen holographischen Schild. Beides war für einen Schmuggler ein praktisches Hilfsmittel. Wendig war es ebenfalls. Nur schwach bewaffnet. Er schloss daraus das sein Ego in dieser Zeit die Flucht dem Kampf vorzog. Was natürlich nicht dumm war, waren die Feinde eines Schmugglers natürlich weitaus kräftigere Patrouillenschiffe. Rückzug machte da mehr Sinn. Ebenso wie sich zu verstecken. Doch dieser Antrieb machte ihn fuchsig. Er verstand ihn einfach nicht. Außerdem fragte er sich, was er hier eigentlich machte. Eben war er noch auf einem Schiff voller Kinder. Nun saß er in einem Schmuggler-Dingy das mit irrem Warp durch den Föderationsraum schoss. Er beschloss erneut eine Nachricht abzusetzen:

41142 blaublütiger Romulaner kam vom Regen in die Traufe 41142 noch jemand hier? 41142 Ich repariere hier nix 41142
Commander Chi´Khoal tr´Kahael - Chefingenieur der USS New Age
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Milos Zeman, tschechischer Ministerpräsident

11

Freitag, 8. August 2014, 23:06

Ayame erwachte auf dem Boden einer kleinen Holzhütte. Leicht schwankend stand sie auf und sah sich um. Die Hütte hatte nur ein Fenster, welches nur aus vier Holzverstrebungen bestand, befand sich an der Tür-Seite. Die Tür... ja, die Tür... bestand aus einer Art Gewebe-Matte, die am Türsturz ( oberer Teil eines Türrahmens ) von außen befestigt war. Der Fußboden war mit Holzlatten verlegt worden, in der Mitte befand sich eine viereckige Vertiefung, wo man kein Holz verlegt hatte, die Feuerstelle des Hauses. Ayame runzelte die Stirn, Wo bin ich denn jetzt gelandet? Sie ging zur Tür, schob die Matte etwas beiseite und verließ die Hütte, um sich draußen umzusehen.
HOLZHÄUSER, wo sie auch nur hinsah, waren Holzhäuser und Menschen, die in Kimonos und Hakamas herum liefen. Einer der Bauern sah sie und kam auf freundlich auf sie zu, „Priesterin Ayame, geht es Euch nun besser?“
Ayame sah an sich herunter, sie trug die Kleidung einer Miko, „Ja, ein wenig.“, dann sah sie sich den Bauern genauer an. Der Mann trug seine Haare nach hinten zu einem kleinen Haarknoten gebunden, der sich auf Höhe des Scheitelbeins befand. Sie fasste sich an den Kopf, Haarknoten beim Mann? Wo oder wann bin ich denn jetzt gelandet? Im Mittelalter, der Sengoku-Zeit, ca. 1478 oder später?, sie sah den Mann wieder an, „Guter Mann, ich scheine ein wenig verwirrt zu sein, was ist meine Aufgabe hier im Dorf?“ - „Ihr seid die Priesterin des Dorfes und unsere Heilerin.“
Noch bevor Ayame den Mann noch etwas fragen konnte, kam Unruhe ins Dorf und alle Augen waren auf eine Gruppe von Reitern gerichtet, die gerade ins Dorf einritten. Der Bauer schien zufrieden, „Scheint so, als seien sie wieder erfolgreich aus einer Schlacht hervor gegangen.“, dann ging er den Reitern entgegen. Sechs Reiter ritten an Ayame vorbei, grüßten sie nur, doch der siebte Reiter heilt sein Pferd genau neben ihr an. Sie sah am Pferd hinauf um den Mann sehen zu können. Es schien ein junger Mann zu sein, bekleidet mit weißen Kimono und Hakama. Die Ärmel des Kimonos endeten in schwarzen Armschienen, die einen angesetzten Handschutz besaßen. Seinen Oberkörper schützte ein mit Stoff überzogener Torso-Lederpanzer, über der rechten Schulter trug er einen mit Stoff überzogenen Schulterpanzer. Die Haare trug er nach hinten zu einem Zopf gebunden, sie waren etwa tallienlang. Seine grünlich-grauen Augen stachen kühl aus seinem jugendlichen Gesicht hervor. Er sah vielsagend zu ihr herab, „Meine Priesterin, wir waren erfolgreich.“, er wollte noch weiter sprechen, doch eine Stimme von hinten ließ ihn erstarren.
„Computer, Programm stoppen und beenden.“, es war eine Stimme, die Ayame bekannt vor kam, es war die Stimme ihres besten Freundes, Yu Kanda. Die mittelalterliche Umgebung verschwand und Ayame war froh, nicht wirklich ins Mittelalter gestürzt zu sein. Sie sah an sich herab, sie trug immer noch die Kleidung einer Miko, nur stellte sie jetzt fest, dass sie älter geworden zu sein schien. Fragend sah sie zu Kanda rüber, auch er schien älter geworden zu sein. Er kam zu ihr in die Holo-Suite, „Kommst du, sie waren schon auf ihre Hohepriesterin.“
„Schön, wer ist sie denn?“, fragte Ayame ahnungslos, als sie auf ihn zu ging. Er sah sie leicht verwirrt an, „Ayame, stimmt mit dir etwas nicht? Du bist seit einigen Jahren hier im Schrein die erste Priesterin.“
Ayame blieb wie eine Salzsäule stehen, „Ich bin WAS? Das kann nicht sein.....“ - „Doch, dein Großvater hat dich zu seiner Nachfolgerin ernannt..... Und wenn wir uns nicht beeilen, wird die kleine Eri ihren Kuchen ohne uns essen.“, meinte Kanda, als er sie aus der Suite schob. Ayame ging nur zögerlich weiter, „Wer ist Eri? Eri ist vor Jahren ums Leben gekommen.“ - „Nein, nicht deine Schulfreundin von damals.... ich meine deine Tochter, Eri.“ - „Wir haben eine Tochter?“ - „Nein, nicht wir, du und dein verstorbener Ehemann, Yuisuki Hagatswa.“, Kanda versuchte sie weiter zu schieben. Doch nun blieb Ayame stehen, „Das kann nicht sein, Yu, sag mir, dass unser Orden nicht an Hagatswa-Enterprise gefallen ist!?!“ - „Ist er nicht, Hagatswa-Enterprise wurde kurz nach der Hochzeit vom Orion-Syndikat vernichtend geschlagen. Die Yacht der Familie Hagatswa wurde drei Jahre noch Eris Geburt durch einen Torpedo zerstört, dein Mann war damals alleine mit seiner Familie an Bord, während du deine kranke Tochter gepflegt hast...... Weißt du das alles nicht mehr?“, Kanda drehte sie zu sich um und sah sie prüfend an, „Lass dir deiner Tochter gegenüber nichts anmerken, sie soll ihren 15. Geburtstag unbeschwert feiern können. Ich werde nachher einen Scann bei dir machen, mal sehen, warum du dich an die letzten 18 Jahre nicht mehr erinnern kannst.“, dann schob er sie weiter. Ayame überlegte, wie viele Jahre vergangen sein mochten, doch sie kam zu keinem Ergebnis. Sie würde in ihrem Tagebuch nachsehen, sobald sie alleine sein würde.
Lt. JG Ayame Thorata
Wissenschaftsoffizier
USS NEW AGE

( NPC: Yu Kanda, Lavi O'Neill )

Lieutenant Alexis Carter,
Councelor der USS Galahad

12

Samstag, 9. August 2014, 14:06

05. August 2405

MaSvorra erwachte in einem dunklen Raum, auf dem Rücken liegend. Verwirrt horchte und achtete er auf seine Umgebung. Es roch leicht nach Rauch, nach Feuer und Ruß, aber nicht als würde ein Haus brennen. Er lag erhöht, nicht auf dem Boden, die Pritsche war aus Holz. Für klingonische Verhältnisse angemessen. Tiere waren keine zu hören, Licht sah er, nachdem er die Augen geöffnet und sich aufgerichtet hatte, unter dem Türschlitz.

Er erhob sich und fühlte unter den seiner Haut Stein. Als er die Türe öffnete, schien das Licht in den Raum, in dem er erwacht war. Sein Blick ging über die Kerze auf dem kleinen Tisch am Ende der Pritsche, eine Decke lag darauf. Eine Truhe stand auf der anderen Seite, der Rest des Raumes lag im Dunkeln.

Im Gang brannten Fackeln, die das Licht spendeten. Um ihn herum festes Gemäuer, alles aus Stein, der Patina nach schon sehr alt. Mit einem kräftigen Ruck schloss er die Türe und sah sich im Gang um. Eine Türe neben der andere, seiner Tür gegenüber ein glasloses Fenster. Er trat näher heran und stellte fest, daß er die kühle Luft auf seiner Haut spürte, also kein Kraftfeld oder ähnliches die Naturgewalten draußen hielt. Jetzt konnte er Meeresluft riechen und hörte in der Ferne Meeresrauschen. Es war dunkel, also weit vor dem Sonnenaufgang.

Sein Blick ging nach links und er beschloss, diesen kürzeren Gang von seiner Tür aus zu nehmen. Die Kleidung, die er trug, wurde ihm erst jetzt, beim Gehen bewußt. Rauher Stoff, braun, ohne Schuhe, lange Ärmel und eine Kapuze, von einem Gürtel in Position gehalten. Seine Haut auf den Handrücken war älter, sein Bart war einem kurz gehaltenen Vollbart gewichen. Verwundert registrierte er die ganzen Veränderungen.

Als er das Ende des Ganges erreicht und an vier weiteren Türen, die der seinen glich, vorbeigekommen war, führte dieser nach rechts eine Treppe hinunter. Er folgte dieser und roch Essen. Ein Klingone in der gleichen Kleidung kam ihm entgegen, lediglich die Farbe seines Gürtels unterschied ihn von ihm. "Ihr wurdet schon vermisst, MaSvorra. Heiler Nekros fragte nach Euch." sagte er als er an MaSvorra nach oben lief. Mit einem Achselzucken ging MaSvorra weiter, an Fackeln vorbei, dem Gang folgend, der sich der Treppe anschloss, und ihn zu einem großen Raum führte. Halb im dunkel stehend sah er in den offenen, großen Raum.

Ein Ess-Saal mit langen Holztischen und Bänken. An der Stirnseite des Raumes, nahe seines Eingangs, stand ein Tisch erhöht, quer zu den längs angeordneten Tischen. Auch in diesem Raum hingen Fackeln, Essen stand auf den Tischen und viele klingonische Mönche waren am essen und diskutieren. Oben an dem quer stehenden Tisch saßen die leitenden Mönche und der Abt. Sie aßen schweigend, während sie die anderen beobachteten. MaSvorra runzelte die Stirn als er erkannte, daß er vermutlich ebenso da oben sitzen würde, da sein Gürtel ebenso gearbeitet war wie die von zwei der leitenden Mönche, die dort saßen. Nochmal sah er sich in dem Saal um, bevor er entschlossen aus dem Schatten trat und hineinging.

"Ah, Heiler MaSvorra! Endlich! Ich habe Euch schon vermisst!" Ein Klingone in einer Mönchskluft mit anderer Färbung als die seine, sprach ihn an, trat neben ihn und ergriff seinen Ellenbogen. Er stoppte, denn es fühlte sich falsch an. Mit einer Drehung beendete er die Berührung. "Ich merke, daß Ihr mich vermisst habt. Ihr seid anhänglich." Seine Stimme war tiefer als er es gewohnt war. "Nun kommt, setzt Euch zu mir an den Tisch!" Es wurde still um sie herum und er spürte die Blicke von den Mönchen um sich und auch von der Anhöhe. Kurz sah MaSvorra zu dem Abt, der in der Mitte des Tisches saß. Seine Miene war bewegungslos, aber seine Augen sprachen Bände.

"Wir reden später miteinander." sagte er knapp und ging auf den Tisch zu, an dem der Abt saß. Ein Platz war noch unbelegt und diesen steuerte er an. Nekros folgte ihm und versuchte, sich ihm in den Weg zu stellen. "Werter MaSvorra, ich muß jetzt mit Euch reden.!" MaSvorra blieb stehen, um sie herum waren die Mönche still und beobachteten sie. "So redet, aber schnell!"

Nekros wurde rot vor Ärger. "Hier vor allen anderen?" MaSvorra betrachtete ihn still. "Können wir nicht hier hinsitzen und reden?" Er schien beinahe zu platzen als MaSvorra wieder sprach: "Nein. Wir können nach dem Essen reden." Er trat an ihm vorbei und ging nun zügigen Schrittes an ihm vorbei zu dem Tisch des Abtes. Mit einer Verbeugung vor dem Abt und nach dessen Nicken und Blick auf den freien Platz, setzte er sich und begann mit dem Essen. Seine Blicke gingen ebenso über die Mönche vor ihm wie über Nekros, von dem er nicht viel wußte, während seine Gedanken begannen, die Situation zu überdenken und zu überlegen, wo Neireh und die anderen der New Age waren. Offensichtlich war er in der Zukunft, in einem klingonischen Kloster, gelandet. Noch wußte er nicht, wo und wie weit in der Zukunft, aber er war sicher, daß sie wieder die gleiche Strategie angehen mußten wie damals als sie in die Vergangenheit verschlagen worden waren.
MaSvorra la`, Sohn von Vorras'kor, aus dem Hause CalRem, Leitender Arzt der New Age
Tarah con Costardes di Zchular me San`tasto Mba, Leiterin der Taktik und Waffen der Pioneer
Yssir con Zchular di Costardes me Mba San`tasto, Leiterin der Sicherheit der Pioneer

Axevin

McDonald

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13

Samstag, 9. August 2014, 18:16

5.August 2405

"Nichts zu machen", stellte Alec fest. Claire schüttelte den Kopf. "Du hast den Raum schon untersucht", sagte sie mit einem spöttischen Unterton, so dass er vermutete, er habe das nicht nur einmal gemacht. Er setzte sich.

"Nur mal aus Neugier, weil ich irgendwie einen in der Birne habe", fragte er. "Wieso bin ich Erster Offizier. Immerhin sind knapp zwei Jahrzehnte eine lange Zeit." Claire sah ihn verwundert an. "Wie meinst du das?" Er räusperte sich. "Äh, naja, wir dienen doch zwei Jahrzehnte auf Schiffen mit dem Namen WATERLOO." Jetzt nickte Claire. "Wohl wahr, aber wie meinst du die Frage? Du bist schliesslich selbst schuld. Der einzige XO, der sich ebenso wie du erfolgreich gegen ein Kommando gewehrt hat, ist William Riker. Und der dient inzwischen auch als Captain. Du dagegen hast vier Kommandos abgelehnt. Aber du weisst warum: weil wir dann vermutlich getrennt würden. Nicht jeder kann seine Frau mitbringen."

Das hatte tatsächlich was für sich, dachte er, aber sie hatten sich in der richtigen Zeit getrennt, weil niemand von ihnen auf die Karriere verzichten wollte. Das alles war mehr als unwirklich: sie waren auf irgendeiner romulanischen Was-auch-immer-Kolonie in einer Gefängniszelle. Er wartete wohl darauf, ausgeqetscht und dann hingerichtet zu werden. Sie würde wohl mit Ausqetschung und Folter davonkommen und irgendwann ausgetauscht werden.

"Um ehrlich zu sein, empfinde ich mich irgendwie deplaziert", entgegnete er. Das war sogar nicht gelogen, abgesehen von dem, was er danach sagte: "Ich vermute, der Tal'Shiar hat bei mir ordentlich zugeschlagen." Sie lächelte. "Ich bin davon ausgegangen, dass sie nur mich geholt haben. Dich haben sie paralysiert, vielleicht liegt es daran. Sie hätten dich sonst nicht bekommen, so wie du um dich geschossen hast."

Er schwieg. Vermutlich war das jetzt besser. Er durfte nichts verraten. Und dabei hätte er sie nur zu gern ins Vertrauen gezogen.
Lieutenant Alec Axevin
Leitender Operationsoffizier
USS New Age

Captain Alec McDonald
Kommandierender Offizier
USS Galahad
(u.a.)

14

Samstag, 9. August 2014, 21:53

05. August 2405

"Mein Schatz ?":antwortete Teral. Liz seufzte leicht:"Dr. Nichols hat mir gesagt das deine Krankheit möglicherweise auch zu einem Gedächtnisverlust führen kann. Ich gebe dir eine Kurzfassung später kannst du dir deine persönlichen Logbücher ansehen um mehr Informationen. Wir haben vor 15 Jahren geheiratet und 2 Kinder James und T`Pal sie befinden sich zur Zeit bei der Mutter auf Vulkan und gehen auch dort zur Schule. Du warst bis vor 8 Jahren Sicherheitschef der USS Berlin und standest kurz vor der Beförderung zum Cmdr. und ersten Offizier. Bei der letzten Außenmission auf einem nicht erforschten Planeten in der nähe der neutralen Zone wurdest du von einem Insekt gestochen der dir einen Virus übertragen hat, der als nicht Heilbar eingestuft wurde. Dir bleibt oft die Luft weg und es war nicht das erste mal das du Bewusstlos zusammengebrochen bist. Du hast deinen Dienst quittiert und bist dann bei mir geblieben."

Der Vulkanier dachte nach. Es war offensichtlich das er erneut einen Zeitsprung gemacht hatte, aber nachdem was er gerade von Liz gehört hatte konnte er ihr nicht erzählen was im widerfahren war. Zu Groß war die Gefahr das er möglicherweise für Geisteskrank gehalten wurde. Bevor er Liz antworten konnte kam der Arzt wieder rein. "Ich muss jetzt bitten zu gehen, Cmdr. Ihr man braucht jetzt etwas Ruhe." Teral drehte sich zu seiner Frau:"Es ist akzeptable wenn ich dich wiedersehe." Liz lächelte:" Du hast von deinem Charme nichts verloren." sie verabschiedete sich und ging. Der Doktor verabreichte ihm noch ein Hypospray und kurz danach schlief er ein.
Lt. Cmdr. Teral D'Amarok, Vulkanier -> Sicherheitschef der NEW AGE

Lt. Cmdr. Joran Kan, Vereinigter Trill -> Chefingineur der USS GALAHAD

15

Sonntag, 10. August 2014, 00:08

5.August 2405, Thorata-Schrein / Japan / Erde

Ayame folgte Kanda in das Wohnhaus ihrer Familie. Durch den Flur direkt ins Wohnzimmer, wo der Rest er Thorata-Familie bereits auf sie wartete. Sie sah in die Gesichter der Anwesenden und erkannte ihren Großvater, ihre Eltern, ihren Bruder und ein Mädchen, welches Ayame sehr ähnlich aussah. Das Mädchen lachte ihr entgegen, „Mama, da bist ja endlich! Dann kann ich ja jetzt die Kerzen ausblasen!“, sie holte Luft und blies alle fünfzehn Kerzen mit einem Mal aus. Der Rest der Familie applaudierte freudig. Ayames Mutter nahm ein Messer und schnitt den Kuchen an, während Ayames Tochter anfing, ihre Geschenke auszupacken. Als sie zu dem Paket kam, welches ihr ihr Urgroßvater schenkte, erstarrte ihr Gesicht, „Ur-Opa, was ist DAS denn?“, sie hielt den vertrockneten Vorderlauf eines Mississippi-Alligators in der Hand und sah den Urgroßvater naserümpfend an. Der Urgroßvater goss sich gerade einen Masu randvoll mit Sake, „Engelchen, das ist die Klaue eines uralten Wasserdämons, die hält böse Geister von dir fern.“, dann hob er den Masu an, „Kanpai ( jap. Prost ), meine Lieben!“
Ayames Tochter, Eri, sah ihren Urgroßvater skeptisch an, „Ach, ehrlich?“, sie hielt die „Klaue“ dem Hund vor, „Happa-Happa, Hasso.“, dann sah sie zu, wie der Hund mit seinem neuen Spielzeug in einem Nebenraum verschwand. Dann sah sie ihre Mutter an. Die ihr ein wenig abwesend zu sein schien, „Mama, stimmt etwas nicht mit dir?“
Ayame sah sie an, „Ich weiß es nicht, mein Schatz. Irgendwie geht es mir den ganzen Tag schon nicht gut. Aber keine Sorge, ich hab Kanda schon gebeten, mich später mal durchzuchecken.“, versicherte sie ihrer Tochter.

Yu Kanda beobachtete Ayame schon die ganze Geburtstagsfeier über. Sie kam ihm seltsam vor, als sei sie nicht sie selber. Er würde sie nachher gründlich mit dem Triecorder scannen, langsam machte er sich Sorgen, die Vergangenheit könne Spätfolgen bei seiner jahrelangen Freundin hinterlassen haben. Als sie nun selber von einem Check sprach, sah er seine Gelegenheit gekommen, „Ayame, kann ich dich eben im Schlafzimmer durchchecken? Ich mache mir langsam doch Sorgen um dich.“
Ayame nickte nur, dann folgte sie ihm in das Schlafzimmer, in dem sie zusammen mit ihrem bereits verstorbenen Mann immer geschlafen hatte. Kanda schloss die Schiebetür hinter ihr und wies sie dann an, auf der Bettkante platz zu nehmen. Er holte seinen Triecorder aus seiner Tasche und aktivierte den medizinischen Scanner. Langsam bewegte er das Gerät vor Ayame auf und ab. Als das Gerät den Scann beendet hatte, sah er sich das Ergebnis auf dem Display an, „Hm, physisch gesehen ist bei dir alles in Ordnung, Ay, keine Verletzungen, keine Krankheiten.“, er deaktivierte das Gerät und steckte es wieder ein. Dann lehnte er sich an den Schrank, der sich hinter ihm befand, „Aber irgendwie kommst du mir verändert vor. Also, Grashüpfer, was ist mit dir los?“
Ayame sackte ein wenig in sich zusammen. Gerne hätte sie über das gesprochen, was sie gerade erlebte, von der Reise in die Vergangenheit bis hin zur Reise in diese seltsame Zukunft. Doch bevor noch mehr falsch lief, schwieg sie lieber darüber, „Ich wünschte, ich könnte es dir sagen, Kanda.“
Es klopfte an der Tür, dann steckte Eri ihren Kopf durch die Tür, „Und, Kanda, ist mit meiner Mama alles in Ordnung, oder ist sie krank?“
Kanda sah zu ihr hinüber, „Alles klar, Eri, mit deiner Mama ist alles in Ordnung. Sie ist nur ein wenig erschöpft vom heutigen Tag, das ist vermutlich schon alles. Wir kommen jetzt auch zurück zu euch.“
Ayame nickte, stand von der Bettkante auf und wollte Richtung Tür gehen. Doch Kanda hielt sie am Arm fest und flüsterte ihr etwas ins Ohr, „Schau nachher mal in dein Tagebuch, vielleicht bringt dir das etwas mehr Klarheit.“, dann ließ er sie los und folgte ihr zurück ins Wohnzimmer, wo die Familie dann endlich den Kuchen essen konnte.
Lt. JG Ayame Thorata
Wissenschaftsoffizier
USS NEW AGE

( NPC: Yu Kanda, Lavi O'Neill )

Lieutenant Alexis Carter,
Councelor der USS Galahad

Patrice

Nach 15 Jahren immer noch nicht Captain

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16

Sonntag, 10. August 2014, 13:36

05. August 2405 - USS Normandy

Während ich weiter mit Mia spielte und allmählich ein grobes Bild von dieser Zeit, in der ich lebte bekam, öffnete sich die Tür zu meinem Quartier. Herein kam eine große Klingonin in einer Sternenflottenuniform, wenn auch in einem mir unbekannten Modell. Die große Schönheit war K'Cha. Bei ihrem Anblick liefen mir fast augenblicklich Tränen ins Gesicht. Ich hatte mich immer gefragt, wie es gewesen wäre, wenn ich mit ihr alt geworden wäre. Jetzt sah ich sie so. Als Klingonin war sie nur halb so viel gealtert wie ich. Aber sie sah dennoch wesentlich älter aus als wie ich sie zuletzt lebend gesehen hatte. Sie strahlte Würde, Kraft und Anmut aus. "Mylady." begrüßte ich sie, weil mir zu mehr die Worte fehlten. Sie lächelte. "So hast du mich ja schon Jahre nicht mehr genannt." Sie wandte sich zu Mia. "Mia, kleine Kriegerin, ich bring dich zu Papa. Dein Opa muss jetzt seine Schreibtischarbeit machen." Mia stand bereitwillig auf, drückte mir ein Küsschen auf die Wange und folgte dann meiner Frau zielstrebig.
K'Cha sprach dann auf klingonisch zu mir, offenbar sprach die Kleine das nicht. "Zünd schonmal die Kerzen an, ich will mir gleich einen glorreichen Feierabend mit dir machen." sagte sie. Ich lächelte, während K'Cha das Zimmer verließ.
Augenblicklich ließ ich mir meine Biografie vom Computer anzeigen. Ich war neugierig darauf was geschehen war, seid wir zuletzt in der Vergangenheit verloren gegangen war.
Ich fand keinen Eintrag zu diesen Ereignissen. Nach allem, was in der Akte stand, war ich ununterbrochen auf Q'onoS gewesen, bis mein Jahr Dienst dort beendet gewesen war. Doch war danach alles anders gewesen als ich es kannte.
K'Cha war in der Tat nie im Krieg gegen die Cardassianer gewesen und wurde daher nie getötet. Dies hatte dafür gesorgt, dass ich statt um sie zu trauern weiter Karriere gemacht hatte. Ohne den Dominionkrieg hatte es keine größere Annäherung an die Romulaner gegeben. Ich hatte meinen Dienst auf der USS Baltimore und auf der USS Sovereign verrichtet und war dann recht schnell Sicherheitschef der Sovereign geworden. Zu dieser Zeit hatte K'Cha beschloßen, zu mir zu ziehen. Offensichtlich weil sie schwanger war. Sie wurde zunächst Austauschoffizier auf der Sovereign. Dann brach ein Krieg zwischen den Romulanern und den Klingonen um irgend einen rohstoffreichen Planeten im Grenzbereich aus. Und K'Cha, die gerade erst Mutter von meinem Sohn Antoine geworden war, kehrte nicht Heim, um ihr Reich zu verteidigen. Daraufhin war ihre Karriere im klingonischen Militär vorbei. Und sie blieb bei der Sternenflotte. Ich wurde erster Offizier auf der USS Olymp und K'Cha kam als Sicherheitschefin mit. In dieser Zeit wurde ich zwei weitere Male Vater. Zwei Jungs und eine Tochter. Die jüngste war wohl jetzt schon 19. Dann war ich auf die USS Normandy versetzt worden. Als Captain einer neuen Schiffsklasse, ein gigantisches Forschungsschiff mit 4.000 Besatzungsmitgliedern und ihren Familien. In dem Teil des Weltraums, wo wir hingesandt worden waren, schien es da keine Sicherheitsbedenken zu geben.
Soviel schaffte ich in Kürze zu lesen, bis K'Cha zurückkam. Viele Fragen blieben noch offen, insbesondere was mit unserem Ausflug in der Vergangenheit geschehen war und wieso der nicht in der Akte stand.
Doch zunächst musste ich mir einige Worte gefallen lassen, weil noch keine Kerzen standen. Ich hatte auch keine Ahnung, wo diese gelagert waren, insofern versicherte ich ihr, in 3 Minuten mit dem Papierkram fertig zu sein, wenn sie denn schon alles vorbereiten konnte. Dabei erspähte ich einen Blick auf ihr Rangabzeichen. Sie war inzwischen ein Commander.
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
Admiral Patrice "Rick" Dimanche und Prof. Dr. Gresk - Schulschiff Pioneer

Axevin

McDonald

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17

Sonntag, 10. August 2014, 17:57

5. August 2405 - Irgendwo im romulanischen Raum

Die Zeit, die ihnen noch blieb, bis einer von ihnen geholt wurde, nutzte Alec, um mehr zu erfahren. Dabei gab er vor, sein Erinnerungsvermögen habe tatsächlich unter der Betäubungswaffe gelitten. Claire konnte nichts dagegen sagen, denn sie war überwältigt worden und kannte diese Waffe nicht.

Also erzählte sie: Föderation und Romulaner mochten sich nicht wirklich, aber keine Partei riskiert einen Krieg, denn ihre Flotten waren etwa gleich gerüstet. Also stichelte man sich, wo man konnte. Romulaner sabotierten Föderationsposten, Föderationsagenten Einrichtungen des Imperiums. Die WATERLOO war eigentlich, wie Claire bereits andeutete, ein Schiff, welches Inspektionen durchführte, die zwischen beiden Parteien vereinbart worden waren. Soweit kam Alec noch mit. Nur wurden die Flüge niemals eingestellt, weil es keine Annäherung zwischen Imperium und Föderation nach dem Dominionkrieg gab. Den hatte es nie gegeben. Inzwischen flog das vierte Schiff unter dem Namen WATERLOO und das, auf dem Axevin diente, war das dritte, das auf vermeintlichen Inspektionsreisen durch die Neutrale Zone flog, um romulanische Spionageeinrichtungen aufzuspüren und unschädlich zu machen.

Alec machte eine Blitzkarriere, weil er sich als OPS zum Experten für romulanischen Technologie, aber auch klingonischer, entwickelt hatte. Er wurde Zweiter Offizier auf dem Schiff der Ronin-Klasse, und Erster Offizier auf dem der Mercury-Klasse. Seine damaligen Vorgesetzten waren jeweils die Karriereleiter vor ihm aufgestiegen. Seit etwa drei oder vier Jahren, berichtete Claire, nerve ihn die Sternenflotte, ein Kommando zu übernehmen. Weil er die Trennung von Claire befürchtete, habe er stets abgelehnt. Damit war er halbwegs im Bilde. Eine NEW AGE hatte es auch hier nie gegeben. Scheinbar hatte auch einiges andere niemals stattgefunden. Leider waren sie nicht in der Position, um mehr in Erfahrung zu bringen. Vielmehr Alec.

Vielleicht hatten einige aus der Crew die Gelegenheit genutzt, die damalige Gegenwart zu verändern. Sehr wahrscheinlich sogar. Jedenfalls mussten sie hier heraus. Sie waren im romulanischen Raum. Vielleicht konnten sie Captain Neireh ausfindig machen. Es konnte immerhin sein, dass sie vielleicht auf ihrer Seite stand. Wieso zweifelte er daran? Weil er nie genau wusste, woran er bei ihr war. Und er wusste auch nicht, was sie mit der Neireh gemeinsam hatte, die hier in dieser Gegenwart lebte. Und überhaupt: vielleicht war er der einzige aus der NEW AGE, der hier war.
Lieutenant Alec Axevin
Leitender Operationsoffizier
USS New Age

Captain Alec McDonald
Kommandierender Offizier
USS Galahad
(u.a.)

18

Sonntag, 10. August 2014, 22:40

5.August 2405, Thorata-Schrein / Japan / Erde

Später am Abend, Eri, Ayames Eltern und der Großvater waren bereits zu Bett gegangen, Souta war ebenfalls zu seiner Wohnung aufgebroche, saß Ayame vor einer Computerkonsole im Wohnhaus des Schreins und laß sich ihre Tagebucheinträge durch: Zu ihrer Überraschung stand dort nichts über die USS Galapagos, aber sie hatte damals einen Eintrag gemacht, als ihre gute Freundin Eri gestorben war. Sie suchte weiter nach Informationen, die ihr jetzt weiter helfen konnten. Sie hatte damals eingewilligt, Kandas Nachhilfe anzunehmen, wodurch sie gute Freunde geworden waren. Doch nach dem Schulabschluss war sie nicht auf die Sernenflottenakademie gegangen, sondern hatte sich zur Ausbildung zur Priesterin entschieden. 2387 hatte sie Yuisuki Hagatswa geheiratet, einen Mann, der dem Alter nach fast ihr Vater hätte sein können. Doch das war nicht das schreckerregendste Ereignis: Die folgenden Einträge handelten von Prügel und Vergewaltigung. Der Eintrag nach einer dieser Vergewaltigungen ließ das Blut in Ayames Adern gefrieren. Sie war schwanger geworden und den Ärzten nach sollte es ein Mädchen werden, der sie den Namen Eri geben wollte. Nach der Schwangerschaft und Eris Geburt ging dann die Pein für Ayame weiter.
Plötzlich spürte Ayame, dass sie nicht alleine im Raum war. Sie drehte sich um, sah das Kanda in der Tür stand, sie wies auf den Bildschirm, „Wusstest du davon, Kanda?“ - „Du hast es mir damals unter Tränen gestanden.“ - „Und du hast nichts unternommen? Der Orden hat nicht dagegen gehandelt? Es wurde einfach zugelassen?“, warf sie ihrem Freund verzweifelt vor. Kanda schüttelte den Kopf und ging auf sie zu, „Nein, Ay, so war es nicht. Der Orden hat nie etwas davon erfahren. Hagatswa hatte dir damals gedroht, solltest du jemals etwas sagen, würde es deine Tochter bereuen. Du hast mir damals gesagt, lieber solle er dich prügeln als deine Tochter. Ich musste dir damals auf die Klinge meines Katanas schwören zu schweigen.“, er setzte sich ihr gegenüber auf einen Hocker, „Es hat mir damals mehr als einmal das Herz gebrochen, deine Brüche versorgen zu müssen, ohne das ich dir wirklich helfen konnte.“
Ayame suchte weiter nach Hinweisen, um sich einen Reim auf diese Ereignisse machen zu können, „Hier ist ein Eintrag, 24. September 2390, Yuisuki kam mit seiner Familie zusammen auf seiner Yacht ums Leben. Ein Torpedo vom Orion-Syndikat zerstörte das Schiff, keine Überlebende.“, sie sah ihn an, „Hab ich wieder geheiratet, oder habe ich eine Beziehung?“
Kanda schmunzelte ein wenig, „Nein, es sei denn, du zählst die Beziehung zu einem Hologramm dazu. Du hast mir damals gesagt, du würdest lieber alleine bleiben, als noch einmal so gedemütigt zu werden. Und ich muss sagen, du schaffst das sehr gut, Priesterdienst und Elternpart.“
Ayame nickte, dann lächelte sie ein wenig, „Ich hab was mit einem Hologramm?“, dann wurde sie wieder ernst, „Kanda, weiß Eri etwas davon, ich meine die Sache mit mir und ihren Vater?“ - „Nein, du hast es immer vor ihr verheimlicht, hast immer anständig über ihn gesprochen. Sie ist bis heute im Glauben, er sei ein fürsorglicher Vater und Ehemann gewesen, immerhin hat er dich nie vor ihren Augen geschlagen.“ - „Das ist gut so, und so soll es auch bleiben.“, meinte sie bestimmend. Kanda nickte, dann stand er auf, „Brauchst du mich noch, oder kann ich mich in mein Quartier zurückziehen?“
Ayame schüttelte den Kopf, „Nein, mein Freund, geh ruhig, ich werde hier noch ein wenig lesen.“, dann las sie weiter in ihren Aufzeichnungen, während sich Kanda diskret zurückzog. Die restlichen Aufzeichnungen klangen erfreulicher, es schien so, als würde sie die Leitung des Schreins sehr gut im Griff haben. Dann sah sie aus dem Fenster, Was wohl die Anderen machten, oder bin ich jetzt die Einzige? Dann fiel ihr etwas ein, sie erinnerte sich an etwas, wodurch sie sich diese Frage selber beantworten konnte. Sie erinnerte sich daran, das Councelor Reeve ein Theaterstück plante, „Computer, zeichne eine Nachricht auf.“ - „Aufnahmemodus gestartet.“, meldete der Computer. Ayame überlegte kurz, dann meinte sie, „Hier ist Abigail Williams, ich rufe meine Hexen-Schwestern zu mir. Wenn ihr diese Nachricht empfangen könnte, meldet euch bei mir, meine Schwestern.“, sie wusste, wer diese Anspielung kannte, würde reagieren und wer sie nicht kannte, der würde es sicher nur für Gebrabbel halten, „Computer, schick diese Nachricht in alle Richtungen heraus.“
Jetzt konnte sie nur noch abwarten und ihr jetziges Leben leben.
Lt. JG Ayame Thorata
Wissenschaftsoffizier
USS NEW AGE

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Lieutenant Alexis Carter,
Councelor der USS Galahad

Neireh

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Sonntag, 10. August 2014, 23:05

Irgendwo auf Romulus

Sie gingen eine Weile durch verschiedene Gänge, vorbei an mehreren Türen. Sie versuchte sich den Weg einzuprägen um wieder zurückzufinden. Ob es den anderen auch so ging? Mittlerweile kamen sie an einer Sicherheitschleuse an und ihr Begleiter erledigte die Formalität. Offenbar betraten sie einen strenger geschützten Bereich. Der Offizier der vor ihr ging steuerte einen Turbolift an und sie fuhren ein paar Stockwerke runter wie es schien. Alles was sie bisher gesehen hatte, sah anders aus als sie es in Erinnerung hatte. Neuer irgendwie, aber das war schließlich kaum verwunderlich wenn sie in der Zukunft gelandet waren. Wie weit in der Zukunft mußte sie erst noch herausfinden und ob es dem Rest Crew genauso ging. Abgesehen davon herauszufinden wie ihre Chancen für einen neuen Versuch standen.

Der Romulaner vor ihr sagte den ganzen Weg kaum was außer dem Wortwechsel mit Wachen an den Checkpoints. Wahrscheinlich aus Respekt vor ihr verbunden mit dem Umstand das der Mann den sie nun besuchen würden ihren Mann getötet hatte. Über das Wie und Warum wußte sie allerdings nichts. Vor einer schweren Sicherheitstür blieben sie stehen. Der Mann vor ihr nahm eine Codekarte und zog sie durch ein Lesegerät an der Wand, während er seine Hand auf einen Scanner daneben legte. Dahinter schien sich der Bereich der Hochsicherheitszellen zu befinden. Sie bemerkte die versteckten Sicherheitseinrichtungen wie vorrichtungen für kleine Disruptorschußanlagen und bestimmt ließen sich auch verschiedene sektionen abtrennen, mechanisch oder durch Kraftfelder. Wer weiß was hier noch alles versteckt war.

Vor einer der Türen blieb ihr Begleiter nun stehen. Als er die Tür öffnete er kannte sie darin einen Verhörraum. Moderner als alles was sie kannte. Sie war sich jetzt nicht einmal mehr sicher ob sie diese Geräte überhaupt richtig bedienen könnte.

"Ich lasse den Gefangen holen. Es ist alles frisch gesäubert und aufgefüllt. Oder haben eine Spezialbehandlung vor?", fragte er.

Neireh ließ ihren Blick über die Einrichtung und bereit liegenden Werkzeug schweifen und wandte sich dann zu dem Romulaner, dessen Namen nicht einmal wußte, aber wohl kennen müßte.

"Wenn sie fragen, ja ich hätte tatsächlich eine Idee. Dieser Mann fliegt wie lange schon diese "Inspektionsreisen" bevor ihn in flagranti erwischen konnten? Bringen sie mir Verhörausrüstung aus den letzten 20 Jahren. Ein wenig Nostalgie hat ihren Reiz und ich will ihm ein besonderes Erlebnis bereiten.", antwortete sie mit einem kühlen lächeln. Der Mann verstand. Ein schmales lächeln lag auf seinen Lippen als er leicht nickte und sich zurück zog. Als er weg war atmete Neireh erstmal deutlich aus und sackte förmlich etwas zusammen. Sie wußte was von ihr erwartet wurde und sie sollte sich dementsprechend verhalten, aber jemanden zu foltern... es kam ihr vor als müßte sie jemanden für eine Selbstmordmission auswählen. Nur das sie dabei die ausführende Hand sein sollte. Sie schluckte um den Kloß aus ihrem Hals zu bekommen, nur damit er sich zu dem Klumpen in ihrem Magen gesellen konnte. Sie wollte das nicht, sie wollte nicht hier sein. Sie wollte zurück in ihr Quartier auf der New Age und nun war sie gezwungen eine Rolle zu spielen in die schon lange nicht mehr hineinpasste.
Si vis pacem, para bellum
"Romulaner finden immer einen Weg"
Captain der USS New Age
Ex-Diplomatin und Dissidentin bei Rogue
T'Ary auf der Pioneer und andere Romulaner der Hintergrundgeschichte
"Wenn einer einen Traum hat, ist es nur ein Traum.Wenn viele denselben Traum haben ist es der Beginn der Wirklichkeit."

Patrice

Nach 15 Jahren immer noch nicht Captain

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20

Montag, 11. August 2014, 01:38

05. August 2405 - USS Normandy

Bevor K'Cha mich vom Computer wegzerren konnte, befahl ich dem Computer noch eine Zusammenstellung wesentlicher Ereignisse meines Lebens aus persönlichen Logbüchern und den Schiffslogbüchern zusammen zu stellen.Ich wollte mich nicht durch 30 Jahre voller Belanglosigkeiten wühlen. Wie es mir schien, war mein Leben durchaus angenehm verlaufen. Aber was war mit meinen Crewkameraden? Ich ließ auch nach ihren Namen suchen, zunächst nur nach Sternenflottenkollegen, da eine Suche nach Neirehs Name vielleicht angesichts unserer Situation mit den Romulanern Verdacht schöpfen würde.
Weiter kam ich nicht, denn K'Cha schaltete meinen Rechner aus. "Der Computer hatte dich heute schon lang genug, Par'mach'kai. Jetzt bin ich dran". Sie zog mich mit ihrer typischen Kraft an sich und näherte sich mit ihren Lippen meinem Mund. Mittelsanft biss sie mir auf die Unterlippe, wo ich eine gewiße Hornhaut, was das anging, fühlte. Dabei ging mir durch den Kopf, dass ich noch nie eine ältere Frau geküsst hatte.
Und doch regte sich wie zu besten Zeiten etwas bei mir. "Bitte um Erlaubnis, die Hose zu entfernen, Captain." sagte K'Cha daraufhin. "Erlaubnis erteilt, Commander." sagte ich lächelnd.
K'Cha hatte sich deutlich verändert in den letzten Jahren. Sie sprach nicht mehr auf klingonisch mit mir, sondern sprach meine Sprache. Und das weitgehend akzentfrei. Sie hatte sich einige menschliche Verhaltensweisen angeeignet, wie mir schien. Doch im Bett, wie sich jetzt herausstellte, war sie eine Klingonin geblieben. Und für eine über 60jährige Frau, war es ein immer noch sehr zufriedenstellendes Erlebnis. Ich war froh, diese Erfahrung gemacht zu haben und hoffte, diese positive Botschaft in meine eigene Zeit zurück bringen zu können. Auch wenn es nie eine meiner größten Sorgen gewesen war.
Mit einigen Striemen über der Brust mehr als zuvor, lag ich später mit K'Cha im Arm nackt auf unserem Bett. Wenn ich so an mir herunter sah, war ich erleichtert, dass ich noch so fit war. Ich war jedenfalls fitter als jetzt auf der New Age, wenn man das Alter herunter rechnete.
"Woran denkst du?" fragte K'Cha. Eine Frage, bei der ich fast vermutete, dass sie sie bei M aufgeschnappt hatte, denn das war keine typische K'Cha-Frage. "Ich denke daran, wie wir es geschafft haben, über so lange Zeit glücklich miteinander zu bleiben." sagte ich.
K'Cha klang zufrieden, als sie mir antwortete. "Wir waren zwei Glückskinder. Das Schicksal war immer auf unserer Seite, Patrice. Ich würde nichts ändern, wenn ich die letzten Jahrzehnte zurückblicke." sagte sie und wieder meinte ich M zu hören. Hatte ich aus K'Cha eine zweite M gemacht oder machte die Ehe mit mir soetwas aus Frauen?
"Wie sieht es mit dir aus? Würdest du etwas ändern wollen?" fragte K'Cha und kraulte die Haare auf meiner Brust, die definitiv mehr geworden waren.
Ich dachte darüber nach. Mehr als ich sicherlich sollte, denn die Frage war nicht als Aufforderung zum Philosophieren gedacht gewesen. Aber wenn ich alles berücksichtigte, was ich bisher wußte, dann war dies die beste Zukunft geworden, die ich mir hätte wünschen können. Für einen Moment gab ich mich der Illusion hin, dass es eine New Age nie gegeben hatte. "Nein, es ist einfach perfekt, wie es ist." sagte ich.
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
Admiral Patrice "Rick" Dimanche und Prof. Dr. Gresk - Schulschiff Pioneer