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241

Sonntag, 16. November 2014, 16:45

USS Guardian, oder wo auch immer

"Und Sie hatten keine Chance, uns irgendwie anders zu kontaktieren", fragte Lieutenant Axevin. "Und diese Körper hier... Es kommt mir so vor, dass wir noch nicht ganz das sind, was wir sein sollten. Noch eine Anmerkung: wieso das ganze Schiff? Unser Chefingenieur, ich oder Lieutenant Thorata hätten doch vielleicht ausgereicht. Ich für mein Teil bin, vorsichtig ausgedrückt, etwas verstimmt über diesen... Unfall."
Lieutenant Alec Axevin
Leitender Operationsoffizier
USS New Age

Captain Alec McDonald
Kommandierender Offizier
USS Galahad
(u.a.)

Patrice

Nach 15 Jahren immer noch nicht Captain

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242

Sonntag, 16. November 2014, 18:57

USS Guardian

"Wie erwähnt, wurde es zum ersten mal versucht, etwas derartiges überhaupt durchzuführen." sagte Sokov. "Ich bedauere, dass mir aufgrund des Fehlens bekannter Formeln einige Fehlberechnungen unterlaufen sind." Sokov blickte zu Axevin und setzte seine Erklärung fort. "Wir hatten ursprünglich vor, die notwendigen Modifikationen an der New Age selbst vorzunehmen. Die nötigen Prozeduren den Ingenieuren beizubringen, wäre ein starker Verstoß gegen die temporale Direktive." erklärte Sokov. "Nachdem wir bei zwei Versuchen gescheitert sind, ein Schiff in den Flux zu bekommen, haben wir uns entschlossen, nun nur noch die Personen herzubringen und die erhebliche Masse des Schiffes an Ort und Stelle zu belassen. Da Ihre Körper aufgrund unserer ersten beiden Versuche nicht mehr an Bord der USS New Age und USS Galapagos waren, haben wir ihre Körper aus dem Jahr 2405 hierher gebracht. Wir werden nun leider doch darauf angewiesen sein, dass Sie die notwendigen Umbauten an der USS Normandy für uns durchführen."
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
Admiral Patrice "Rick" Dimanche und Prof. Dr. Gresk - Schulschiff Pioneer

Kahael

Alkoholvernichter, Paragraphenreiter und Blitzmerker

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243

Sonntag, 16. November 2014, 20:07

"Wow, ein Vulkanier der einen Fehler offen zugibt. Die Zukunft muss wunderbar sein", scherzte Kahael während er in dem Raum umherwanderte und die Wände mit einem unauffälligem Klopfen prüfte. Als einer der beiden Zukunfts-Jungs über Veränderungen an der Normandy sprach wurde Kahael hellhörig und drehte sich zu den beiden um: "Umbauten?"
Commander Chi´Khoal tr´Kahael - Chefingenieur der USS New Age
Captain Max "Dampfkessel" Voss - Captain des Schulschiffes Pioneer

in dubio pro raute

Falls Sie in einem Land leben, in dem das Fischen ohne Angelschein bestraft wird,
jedoch nicht der illegale Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
Milos Zeman, tschechischer Ministerpräsident

244

Sonntag, 16. November 2014, 21:00

USS Guardian

"Aus einem der Missionsberichte der Voyager geht hervor das sie einen temporalen Transporter haben müssten um beliebige Personen aus einer bestimmten Zeitlinie zu beamen. Die einzige Erklärung warum sie gerade diese Prozedur gewählt legt nahe das er defekt ist. Aber das ist jetzt nicht wichtig. Ich bin für die Sicherheit der NA und seiner Crew zuständig und es ist wichtig zu Wissen wer und was sie Angriffen hat um zu verhindern das wir zerstört werden." :sagte der Vulkanier.
Lt. Cmdr. Teral D'Amarok, Vulkanier -> Sicherheitschef der NEW AGE

Lt. Cmdr. Joran Kan, Vereinigter Trill -> Chefingineur der USS GALAHAD

245

Sonntag, 16. November 2014, 21:27

USS Gardian

Ayame dachte, sie hörte nicht richtig, die Jungs aus der Zukunft machten die Fehler, und nun sollten sie ihnen auch noch helfen, diese Fehler aus zu bügeln? Sie hätte ihm am liebsten eine schallende Ohrfeige verpasst.... Konnte sie überhaupt deswegen belangt werden? Immerhin wäre die Ohrfeige nicht in ihrer Dienstzeit geschehen, bzw. in ihrer Dienstzeit wäre sie ja noch nicht geschehen. Sie wog ab, was sie machen sollte, und bis dahin würde sie nur zuhören, „Umbauten? Von was für Umbauten sprechen Sie da?“
Lt. JG Ayame Thorata
Wissenschaftsoffizier
USS NEW AGE

( NPC: Yu Kanda, Lavi O'Neill )

Lieutenant Alexis Carter,
Councelor der USS Galahad

Patrice

Nach 15 Jahren immer noch nicht Captain

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246

Sonntag, 16. November 2014, 23:57

USS Guardian

Sokov sammelte erstmal die Fragen, die auf ihn von allen Seiten der Crew zusammen prasselten. Zunächst blickte er zu D'Amarok. "Wie ich schon sagte, wurde unser temporaler Feldgenerator zerstört. Sie haben sicherlich Verständnis, wenn ich aus Rücksicht auf die temporale Direktive keine technischen Details der von unserem Schiff verwendeten Technik mitteile." Die Frage zu der Natur der Angreifer wich Sokov zunächst aus. Darauf würde noch die Sprache kommen. "Wir benötigen Ihre Unterstützung dabei, uns aus dem temporalen Flux zu befreien. Dafür muss uns die Normandy aus dem Flux ziehen. Um dies zu erreichen, braucht es einige Neukonfigurationen an den Sensoren und am Traktorstrahl der Normandy. Wenn diese Operation gelungen ist, sorgen wir dafür, Sie und Ihre Crew wieder in Ihre Zeit und Ihre ursprüngliche Zeitlinie zurückzubringen. Und uns natürlich auch."

Ich hörte der Erklärung der beiden Zeitreisenden gespannt zu. Das Bild begann sich langsam aufzuklären. Ich war froh, jetzt endlich zu wissen, was passiert war. Der Grundstimmung der anderen konnte ich mich jedoch nicht anschließen.
Ich räusperte mich. "Ich bedauere, aber ich kann meinen Kollegen nicht zustimmen. Mir ist klar, dass es ein Unfall war, aber ich bin froh, dass er passiert ist. In den letzten Tagen habe ich eine unfassbare Reise in meine eigene Geschichte gemacht. Ich hatte zunächst die Möglichkeit verstorbene Menschen noch einmal zu treffen und mich richtig von ihnen zu verabschieden. Dann bin ich hier in diese Zukunft gekommen und habe eine bessere Version der Geschichte kennengelernt als es uns vergönnt war. Ich weiß, meine Kollegen werden es nicht gerne hören, aber auch wenn diese Zukunft bei weitem nicht perfekt ist, so kann ich unmöglich dazu beitragen, diese Zeitlinie wieder auszulöschen." Ich wandte mich direkt an die beiden Zeitreisenden. "Auch Sie müssen doch einsehen, dass die temporale Direktive hier Unsinn wäre. Warum wollen wir gewaltsam aus dogmatischen Gründen eine Zeitlinie wiederherstellen, die schlechter ist als diese Welt? Es tut mir leid, aber ich werde die Normandy nicht dafür hergeben." Der feindseligen Blicke einiger meiner Kollegen war ich mir sehr bewußt.

Captain Beckett blickte mich besorgt an. "Commander Patel, ich bedauere, aber Sie sehen nicht das ganze Bild. Angesichts dessen, was in Ihrem Leben alles noch passieren wird, wundert es mich, dass gerade Sie bereit wären, Ihre Zeitlinie aufzugeben."
Diese Worte trafen mich völlig unvorbereitet. Was wollte er damit nur ausdrücken? Oder wollte er mich nur mit Psychotricks auf seine Seite ziehen? Bevor ich darüber nachdenken konnte, fuhr er fort.
"Ich weiß aber, dass Sie uns helfen, denn Sie haben uns schon einmal geholfen, Mr. Patel. Mr. D'Amarok fragte danach, wer unser Schiff angegriffen hat. Sie müssen wissen, die Antwort auf diese Frage ist uns auch erst seit wenigen Stunden bekannt:

Sie haben diese Torpedos auf uns abgefeuert.

Die Torpedos befinden sich derzeit in den Torpedorohren des romulanischen Schiffes. Sie werden diese Torpedos auf unser Schiff abfeuern, weil ich Sie darum bitten werde. Dass wir von den Torpedos getroffen wurden, beweist bereits, dass Sie meiner Bitte nachgekommen sind. Oder nachkommen werden. Ganz nach Perspektive."
Ich konnte nur halb folgen, was Beckett mir da sagte.
Beckett ließ mit einer Handbewegung eine taktische Sektorkarte im Raum entstehen. "Dies ist die Karte des Sektors zum Zeitpunkt als unser Unfall geschehen ist. Es handelt sich hier um einen Zeitschnitt, das heißt Sie sehen alle Schiffe, die sich in dem Mutarasektor in den nächsten 500 Jahren befinden werden. Um der temporalen Direktive gerecht zu werden, haben wir die Schiffe anonymisiert, aber ich versichere Ihnen, dass es keine für diese Regionen sehr ungewöhnlichen Schiffe sind." Auf der Karte waren nur sehr wenige Punkte zu sehen.
Fasziniert blickte ich auf die Karte. Mit einer weiteren Handbewegung veränderte sich die Karte. Nun war die Karte von Punkten nur so übersäht.
"Das ist die aktuelle Karte dieses Sektors. Ohne Anonymisierung." Ich blinzelte. Beckett zeigte auf einige Stellen auf der Karte. "Hier ist die New Age, hier ist die USS Galapagos, hier ist die USS Normandy, die R'derath und die Nightfall." Ich verstand. Die Zukunft hatte die Geschichte dieses Sektors deutlich verändert. Dann kam Beckett zu anderen neuen Punkten auf der Karte. "Und das hier sind alles Borgkuben. In 100 Jahren kommt der erste Kubus und er bleibt nicht allein. In 500 Jahren befinden sich 200 Kuben nur in diesem Sektor: Mr. Patel, ich kann nicht beurteilen, ob die neue Zeitlinie im Jahr 2405 besser ist als in der ursprünglichen Zeitlinie. Was ich aber beurteilen kann, ist dass diese Zeitlinie in unser aller Vernichtung durch die Borg enden wird."
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
Admiral Patrice "Rick" Dimanche und Prof. Dr. Gresk - Schulschiff Pioneer

Curtis Reeve

Sieht in echt natürlich besser aus als auf dem Foto

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247

Montag, 17. November 2014, 17:26

Bisher war Curtis ruhig geblieben und hatte die erfahrenen Offiziere die Situation beleuchten lassen. Nun aber war es für ihn nicht mehr möglich sich weiter so zu verhalten und er sprach aus, was bestimmt einigen Leuten durch den Kopf ging.
" Commander, ich kann nachvollziehen, wie Sie sich fühlen! Auch ich muss gestehen, dass mir diese mögliche Zukunft sehr zugesagt hatte, zumindest bis zur Verfolgung durch die Sternenflotte.
Aber trotzdem finde ich, dass es wichtig ist, dass wir in unsere Zeit zurück kommen. Ich habe mich teilweise wie ein Schauspieler gefühlt, der nur eine andere Rolle spielt als ich es wirklich bin.
In unserer eigenen Zeit steckt noch so viel Potenzial in uns, und ich denke, nun da wir solche Erfahrungen gemacht haben werden wir unsere Zukunft nach diesen verbessern können."

Dann wandte er sich an die Crew der Guardian:
" Ich weiß nicht wie ich helfen kann, aber mirhaben diese zwei Sprünge einiges darüber gezeigt wer ich bin undwas ich in meinem Leben noch erreichen kann. Sagen Sie mir was ichtun soll."
Ensign Curtis Reeve---> Counselor der NEW AGE

Lt. Kol ----------------> Leitender Wisenschafts- und OPSoffizier USS GALAHAD

248

Montag, 17. November 2014, 21:56

USS Gardian

Ayame hörte aufmerksam zu. Als Patel davon sprach, diese Zeitlinie erhalten zu wollen, hätte sie fast die Fassung verloren. Curtis Reeve brachte die Sache dann für sie auf den Punkt, als er davon sprach, die eigene Zeitlinie wieder herstellen zu wollen. Sie holte tief Luft, dann wandte sie sich an Patel, „Commander Patel, für Sie mag diese Zeit hier wunderschön sein, für mich ist sie jedoch nur das Grauen. In dieser Zeit ist mein Ich durch eine dreijährige Ehe-Hölle gegangen, wurde mehrfach vom Ehemann halb totgeschlagen und mehrfach vergewaltigt worden.“, dann schüttelte sie den Kopf, „Ich will nicht in dieser Zeit bleiben, sondern zurück nach Hause, in unsere normale Zeit und zurück auf die New Age. Dort ist mein Zuhause, nicht in diesem Thorata-Schrein.“, dann wandte sie sich an Beckett, „Ich kann Sie nicht besonders leiden, aber ich will heim. Also, wie kann ich helfen?“
Lt. JG Ayame Thorata
Wissenschaftsoffizier
USS NEW AGE

( NPC: Yu Kanda, Lavi O'Neill )

Lieutenant Alexis Carter,
Councelor der USS Galahad

249

Montag, 17. November 2014, 22:07

USS Guardian

Neireh hörte den Erklärungen zu und ließ den anderen Zeit sich zu äußern. Als Patel wieder deutlich machte das er absolut kein Interesse daran hatte etwas an der derzeitigen Zeitlinie zu ändern, kassierte er einige böse Blicke. Aber was dann kam sorgte schlagartig für Ruhe. Irgendwie fühlte sich Neireh nur bestätigt, aber es war erschreckend wie sehr sich die Zeitlinie ins negative wandeln würde. Ihr war nur klar das sie wieder zurück in ihre eigene Zeit mussten und sie wollte eigentlich auch gar nicht wissen was ihnen noch bevorstand, aber zumindest keine Vernichtung durch die Borg die nächsten paar hundert Jahre, nachdem wenigen was Beckett und Sokov von sich gaben.

Neireh sah zwischen Captain Beckett und Patel hin und her und machte doch einen eher skeptischen Eindruck auf die Eröffnung das sie es bereits getan hatten und sie den Torpedo bereits schonmal abgefeuert haben sollen. Sich die taktische Karte anzusehen nachdem die Borg alles vernichtet hatten und nur noch Borgkuben übrig waren, war schon ziemlich beklemmend irgendwie.

Neireh straffte ihre Schultern und fixierte Beckett mit einem durchdringenden Blick. "Können sie sich jetzt überhaupt sicher sein das sie wissen was sie tun? Vielleicht richten wir noch viel mehr an. Ich sehe doch das sie selbst Zweifel haben was eigentlich passiert ist. Woher wollen sie also wissen das sie selbst das ganze Bild sehen und beurteilen können? Verstehen sie mich nicht falsch. Ich helfe ihnen soweit ich kann, wenn ich dafür diese Uniform wieder loswerde. Jeder von uns hat Wendepunkte und prägende Ereignisse im Leben die uns zu der Person machen die wir sind. Diese letzten Tage haben uns sehr eindringlich gezeigt was hätte anders laufen können und ich denke diese Erfahrungen werden uns noch sehr lange begleiten."
Si vis pacem, para bellum
"Romulaner finden immer einen Weg"
Captain der USS New Age

250

Montag, 17. November 2014, 22:31

USS Guardian

Teral hörte Aufmerksam zu und der Schreck der jedem in die Glieder fuhr, als sie erfuhren das in 500 Jahren die Borg alles ausgelöscht hatten war groß. Der Vulkanier sah kurz zu Boden und man sah ihn nachdenklich. Er lies die Informationen auf sich einwirken.Dieses Leben war ein Angenehmes und in der alten Zeitlinie hatte er immer noch eine Chance mit Liz zusammen zu kommen. Patrice dagegen hatte eine Menge zu verlieren, aber seine Nachkommen würden in 500 Jahren nicht mehr existieren. Er machte ein paar Schritte und sah Patel an. "Mir ist klar das es für sie eine schwere Entscheidung ist, aber ich sehe keine Logik darin das unsere Nachkommen keine Chance haben ihr Leben zu leben. Sie wissen das was kommt wird schlimmer sein, als das was wir bisher erlebt haben. Ich habe meine Entscheidung getroffen. Wie ist ihre.?"
Lt. Cmdr. Teral D'Amarok, Vulkanier -> Sicherheitschef der NEW AGE

Lt. Cmdr. Joran Kan, Vereinigter Trill -> Chefingineur der USS GALAHAD

Patrice

Nach 15 Jahren immer noch nicht Captain

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251

Montag, 17. November 2014, 22:37

USS Guardian

Sokovs Worte waren sehr deutlich und brachten eine völlig neue Perspektive in meine Überlegungen. Reeves und Thoratas Argumente waren ja eher persönlicher Natur und auch mit Kahael und Neireh hatte er schon weitere Argumente und Spekulationen bis zum Erbrechen diskutiert, aber hier kam nun ein völlig neues Argument zum Tragen.
Ich hatte stets ehrlich ausgedrückt, dass ich die neue Zeitlinie insgesamt für besser hielt. Dies mochte nun für den Status quo auch so sein - ich jedenfalls fand diese Zeitlinie besser als die alte- aber scheinbar war es langfristig die schlechtere Zeitlinie.
Wie es dazu kommen konnte, dass eine bessere Zeitlinie in eine schlimmere Zukunft führte als die eigentlich schlechte Zeitlinie war für mich als Laien nicht ganz ersichtlich. Aber solang es keine lenkende Hand im Universum gab, war eine solche Folgenkette nicht ausgeschlossen. Man konnte das Gute wollen und doch damit nur Unheil anrichten. Vielleicht war die Sternenflotte in diesem Universum irgendwann zu weich geworden? Oder sie war nicht kriegserfahren genug gewesen, als die Borg kamen? Dann war die heute so erstrebenswerte Friedlichkeit des Lebens vielleicht ein objektiver Nachteil geworden. Oder es war einfach ein unerklärlicher Zufall, der die Ereignisse so hatte entstehen lassen.
Auf jeden Fall zog mein Argument nun nicht mehr: ja es hatte hier keinen Krieg gegeben, ja es ware eine bessere Zeitlinie, aber in 100 Jahren würde alles menschliche Leben vielleicht schon ausgelöscht sein. Das konnte niemand erstreben, selbst wenn das Leben der heute lebenden Menschen noch so schön war. Hier konnte man vielleicht noch ein schönes Leben führen, aber die folgenden Generationen waren verflucht. Ich jedenfalls konnte das unmöglich verantworten.
Und damit blieb dann nur noch mein persönliches Glück als Argument. Und das Recht auf Leben der Generation heute, die in meiner Zeitlinie nicht existierte. Meine Kinder, meine Frau. Meine kleine Enkelin Mia. Sie alle würden vermutlich glücklich alt werden und nach einem zufriedenen Leben sterben, wenn ich nichts unternahm. Aber Mias Enkel, meine Ururenkel würden von den Borg zusammen mit allen Menschen ausgelöscht werden...
Es war eine harte Entscheidung für mich, ich konnte Mia unmöglich nach ihrer Meinung dazu fragen. Ich könnte K'Cha fragen und meine Kinder. Aber ich würde sie dann dazu zwingen, ihr eigenes Leben aufzuopfern, um die Zukunft der Menschheit zu sichern. Es war das größte Opfer, dass man von jemandem verlangen konnte. Aber es war auch eine Art moralische Erpressung, die mir die Magensäure hochkommen ließ. Niemand würde gerne vor dieser Entscheidung stehen wollen. Bei dem Gedanken Mia und meine Familie auszulöschen, verkrampfte sich alles in mir und ein tiefes Loch tat sich in meiner Seele auf.
Und doch war es die einzig vernünftige Option. Es war eine unmenschliche Entscheidung, aber wo ich zuvor noch zwei gleichermaßen grausame Wahlmöglichkeiten gehabt hatte, gab es nun nur noch eine dieser Optionen.

Ich verfluchte meine gesamte Existenz. Es schien ein Fluch auf ihr zu liegen. Seit dem Tod meiner Frau war ich nur noch von Unglück verfolgt. Und als sich mir endlich ein Lichtblick bot... eine neue Chance... ein glückliches Leben... schon wurde mir ein Skapell in die Hand gedrückt, um mir dieses neue Glück wie eine alte Warze vom Körper zu schneiden. Und nun sprach dieser Mistkerl von Beckett auch noch davon, dass in den nächsten Jahren Großes auf mich warten würde. Nicht nur großes, sondern scheinbar auch Glück. Wie konnte ich jemals wieder glücklich werden, nachdem ich hier zustimmte, meine eigene Frau und meine eigenen Kinder aus der Existenz zu löschen? Wo konnte da Glück sein?

Und doch: wenn Beckett recht damit hatte, dass wir der Auslöser für unsere eigene Zeitreise sein würden, indem wir die Torpedos abfeuerten, dann befanden wir uns in einer Zeitschleife. Es war schon geschehen und es würde wieder geschehen. Dann waren unsere Erlebnisse hier schon immer Teil meines Lebens gewesen. Mein glückliches Leben, das Beckett zu kennen behauptete, hatte stattgefunden, trotz meiner Entscheidung, die ich heute hier zu treffen hatte. Vielleicht war es an mir, dieses Glück jetzt zu suchen. Vielleicht war ich es K'Cha und meinen Kindern schuldig, wenn ich sie schon nicht retten konnte, wenigstens mein eigenes Leben zu retten und es zum Besseren zu wenden?

Ich hatte bestimmt schon 20 Sekunden ins Nichts gestarrt, nachdem Sokov gesprochen hatte. Die Zeit nutzte Neireh, um Zweifel an Becketts Plan zu äußern. Beckett blickte zu Neireh und lächelte. "Wir wissen, dass es funktioniert, weil es offensichtlich schon einmal geklappt hat, Captain. Da Sie ursprünglich aus einer Zeit kommen, in der die Zeitlinie nicht verändert war und Sie nun den Torpedo auf uns schießen, der diese Geschichte zurück zum Anfang bringen wird, wissen wir, dass jemand die Zeitlinie repariert haben muss. Das werden Sie tun. In der Sekunde, in der wir den temporalen Flux verlassen, kehren Sie alle wieder auf die New Age zurück. In die unkorrumpierte Zeitlinie, in die Sie gehören."
Nun sprach D'Amarok mich an und bestätigte meinen bisherigen Gedankenverlauf. "Ich habe meine Entscheidung getroffen. Wie ist ihre?", fragte er mich.
Ich hatte meinen Gedankenprozess abgeschlossen. Bestimmt und mit fester Stimme sprach ich in den Raum in Richtung Beckett. "Also schön, ich helfe Ihnen."
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
Admiral Patrice "Rick" Dimanche und Prof. Dr. Gresk - Schulschiff Pioneer

252

Montag, 17. November 2014, 23:06

USS Guardian

Commander Patel schien ein völlig anderes Leben zu führen, als er es gehabt hatte, vermutete Lieutenant Axevin. Anders war es nicht zu erklären, dass sich Patel so gegen eine Wiederherstellung der Zeitlinie zu wehren schien. Zumindest schien ein innerer Konflikt in ihm zu herrschen, der ihn daran hinderte, seine Pflichten aus der Temporalen Direktive zu erfüllen, die er sogar infrage stellte. Laut sagte Alec das nicht. Das war eher die Aufgabe der engeren Freunde des Commanders, dieses Problem zu lösen. Patel musste schon mächtig beeindruckt von dem sein, was er hier erlebte.

Leider konnte Axevin das von sich nicht behaupten. Trotzdem Neireh die kleine Hoffnung zurückgegeben hatte, Claire wiederzusehen und vielleicht neu anzufangen, nahm er einfach die Pins ab, die ihn als Commander auswiesen, und steckte sie in die Tasche. Für ihn war klar, dass er Lieutenant Axevin war. Und um nichts in der Welt würde er mit einem ihm fremden Jungen oder einem noch fremderen Terroristen tauschen.

Sie sollten die NORMANDY umbauen. Hatte sie tatsächlich das Potential, eine Zeitlinie wiederherzustellen? Und was meinte D'Amarok mit dem Bericht von der VOYAGER? Die Sicherheit wusste offensichtlich mehr über dieses Schiff, dass angeblich Zeitreisen unternehmen konnte. Es gab ja noch mehr Berichte, die Zeitreisen andeuteten, aber die blieben zumeist recht vage.

Zum Glück wurden genug Bedenken geäussert. Und auch Commander Patel schien sich allmählich von dem zu lösen, was ihn hier hielt. Letztendlich hatte er aus seiner, Alecs Sicht, keine Wahl. Er jedenfalls war der Ansicht, dass er einfach zurück musste. Aber dafür war vielleicht seine Situation eine andere. Er war jedenfalls entschlossen, zurückzukehren. Aber er schwieg nur und hörte zu. Er dachte an jene Claire, die er hier zurückliess und vielleicht den Borg auslieferte.
Lieutenant Alec Axevin
Leitender Operationsoffizier
USS New Age

Captain Alec McDonald
Kommandierender Offizier
USS Galahad
(u.a.)

Patrice

Nach 15 Jahren immer noch nicht Captain

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253

Donnerstag, 20. November 2014, 21:49

07. August 2405 - USS Normandy

Nachdem wir zusammen mit Sokov und Beckett einen genauen Plan vereinbart hatten, wurden wir wieder zurück an unseren Ursprungsort geschickt. Ich kehrte in meinen Körper zurück und konnte hören, wie aus meinem eigenen Mund die Worte sprudelten, die ich vor einigen Stunden ausgesprochen hatte.
"...wir haben kein Interesse an einer weiteren Eskalation dieser Situation. Als Zeichen des guten Willens, wären wir daher bereit, Ihr Schiff zurück ins romulanische Gebiet zu geleiten. Unsere Bedingungen hierfür sind lediglich die Aushändigung des Sternenflottenoffiziers und natürlich, dass sich der romulanische Kommandant Ihres Schiffes vor einem Föderationsgericht stellt. Die übrige Crew hat nur Befehle befolgt und wird von uns nicht weiter verfolgt."
Dies waren meine Worte an Neireh gewesen und während ich bemerkte, dass ich nun wieder die Kontrolle über meinen Körper hatte, wartete ich auf ihre vereinbarte Antwort. Sie würde sich bereit erklären und uns Axevin, sich selbst und auch Kahael ausliefern. Kahael würde, kaum wäre er an Bord, erklären, dass wir die Torpedos des romulanischen Schiffes in unseren Besitz nehmen mussten und so würden wir es tun. Bei den beschädigten Sensoren des romulanischen Schiffes dürfte das Wegbeamen der Torpedos kaum auffallen. Dann würde Kahael mit Axevin die Modifikationen an der Normandy vornehmen.
Ich würde die kurze Zeit nutzen, um mit meiner Entscheidung Frieden zu finden. Ich würde mich von "meiner" Familie verabschieden... wie auch immer ich das verkraften würde. Es war einfach etwas, das ich tun mußte.
Sokov hatte mich nach unserer Diskussion noch einmal beiseite genommen und mir einige tröstliche Gedanken mitgeteilt.
"Mr. Patel, Sie müssen sich klarmachen, dass Sie die Existenz Ihrer Familie und dieser Zeitlinie nicht auslöschen. Vielmehr sorgen Sie durch das Abfeuern des Torpedos auf unser Schiff überhaupt dafür, dass diese Zeitlinie erst entsteht. Nur wegen der Treffer müssen wir uns in den temporalen Flux zurückziehen und versuchen, die New Age zu uns zu holen. Sie schenken Ihren Kindern und Enkeln damit also erst ein Leben, das es sonst gar nicht gegeben hätte. Und wir erzeugen gleichzeitig eine völlig in sich geschlossene Zeitschleife im Zeitkontinuum. Vom Jahr 2371 bis zum Jahr 2405 hat es 34 Jahre lang eine parallele Zeitlinie gegeben, die durch die New Age verursacht und wieder beendet wird. In dieser neuen Zeitlinie gab es Menschen, die geboren wurden, Menschen die geliebt haben, es gab viele Abenteuer und es gab viele Millionen perfekte Momente in den Leben dieser Menschen. All das haben Sie ermöglicht. Es ist schade, dass diese Zeitlinie nicht weitergehen kann, aber es gab nie die Option, dass es für diese Zeitlinie mehr Zeit hätte geben können. Es waren schon immer nur 34 Jahre und es werden immer nur 34 Jahre sein."
Ich wollte es mir nicht eingestehen, aber die Worte des Vulkaniers hatten mich durchaus getröstet. Seine Sicht auf die Welt war für uns Menschen heute eher ungewöhnlich, aber man konnte es so sehen. Es war schon einmal geschehen und daher würde es auch wieder so geschehen. Solche Betrachtungen machten einen nachdenklich, ob es überhaupt einen freien Willen geben konnte.
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
Admiral Patrice "Rick" Dimanche und Prof. Dr. Gresk - Schulschiff Pioneer

254

Donnerstag, 20. November 2014, 22:57

Warbird R'derath

Der Übergang zurück auf das Schiff war genauso desorientierend wie der Moment als man sie auf die Guardian geholt hatte. Sie spürte das sie wieder die Kontrolle über den Körper bekam, den Rauch auf der Brücke, der im Hals kratzte. Sie hörte die Worte von Patel auf die sie noch nicht hatte antworten können, weil sie in dem Moment auf die Guardian geholt worden waren. Sie wußte das das nicht einfach werden würde. Sie spürte den Blick der übrigen Besatzung auf der Brücke, zumindest derjenigen die noch aufrecht stehen konnten.

"Ich verstehe... Vielleicht... gibt es noch einen Weg für Diplomatie. Der Kommandant ist nicht mehr am Leben. Wenn sie mir Ihr Wort geben das sie das Schiff unbehelligt zurückkehren lassen, werde ich mich bereit erklären mit dem Föderationsoffizier auf ihr schiff zu kommen. Allerdings werden sie uns selbst beamen müssen. Unser Transportersystem wurde beschädigt.", erklärte sie. Im Hintergrund konnte sie hören wie überrascht die Crew reagierte. "Lassen mir noch Zeit mich von meinem Sohn zu verabschieden."
Si vis pacem, para bellum
"Romulaner finden immer einen Weg"
Captain der USS New Age

255

Donnerstag, 20. November 2014, 23:11

Romulanischer Warbird

Etwas überrascht spürte Lieutenant Axevin, wie er in die Lage zurückkehrte, in der sie vor dem Guardian-Aufenthalt gewesen waren. Das beduetete, er hatte die Torpedos von der zentralen Energieversorgung getrennt und Kahael hatte sie mit Chronitonen vollgepumpt. Jetzt hing viel davon ab, was sich auf der Brücke abspielte, denn leider waren diese verdammten Torpedorampen beschädigt. Von hier aus konnten sie die Dinger nicht abfeuern.
Lieutenant Alec Axevin
Leitender Operationsoffizier
USS New Age

Captain Alec McDonald
Kommandierender Offizier
USS Galahad
(u.a.)

256

Freitag, 21. November 2014, 13:29

Mutara-Nebel

MaSvorra war wieder in dem kleinen klingonischen Schiff zurückgekehrt. Er runzelte die Stirn. "Na toll, Neireh wird andere Dinge im Kopf haben als mich an Bord zu holen." Aber eigentlich sollte er ja auf die Normandy, wenn er bei den anderen sein wollte. Also doch erst auf den Warbird und von da aus auf das Sternenflottenschiff.

Er aktivierte die Zeitverzögerung für den Heimflug, ebenso die Nachricht an sein anderes Iich aus der Zeit. "Du wirst es wohl nie lesen..." murmelte er vor sich hin. Die Transporterkoordinaten gab er ein, eine weitere Verzögerung und danach nahm er seinen Platz auf der Plattform ein. Der Computer machte sich an die Ausführung seiner Aufgaben.

Das klingonische Schiff tarnte sich als MaSvorra im Hangar materialisierte und nahm seinen Kurs aus dem Nebel wieder auf. Kurz wartete er, ob eine Alarm losgehen würde und trat derweil an die Tür des Hangars, die in das Innere des Schiffes führte.
MaSvorra la`, Sohn von Vorras'kor, aus dem Hause CalRem, Leitender Arzt der New Age
Tarah con Costardes di Zchular me San`tasto Mba, Leiterin der Taktik und Waffen der Pioneer
Yssir con Zchular di Costardes me Mba San`tasto, Leiterin der Sicherheit der Pioneer

Patrice

Nach 15 Jahren immer noch nicht Captain

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257

Freitag, 21. November 2014, 21:55

07. August 2405 - USS Normandy

"Ich gebe Ihnen mein Wort. Als Sternenflottenoffizier und als Vater. Sie haben 15 Minuten. Und keine Tricks!" warnte ich. Mein Schauspiel galt natürlich weniger Neireh als meiner eigenen Crew. Dennoch war ich ein wenig von meinen eigenen Worten irritiert. Nie hätte ich mehr gedacht, noch einmal zu sagen, ich sei Vater. Vermutlich würde ich nie wieder näher kommen, das zu sagen.
Ich machte ein Zeichen den Kanal zu schließen und blickte in verwunderte Gesichter der Crew. Keiner von den jungen Leuten hatte vermutlich jemals ein Gespräch mit einem Romulaner mitbekommen. Noch weniger einen, der sich ergab. Das passte ganz offensichtlich nicht in das Weltbild der Offiziere.
Ich lächelte und holte zu der an Bord der Guardian entwickelten Erklärung für meine Crew aus. "Wie Sie sich erinnern werden, haben wir direkt von dem romulanischen Schiff einen Notruf erhalten. Die romulanische Kommandantin des Schiffes ist in Wirklichkeit eine Überläuferin. Sie hat uns mit wichtigen Informationen versorgt. Wir werden neben der Romulanerin und dem Agenten der Sternenflotte einen weiteren Romulaner und einen Klingonen an Bord nehmen. Mit Hilfe des Romulaners werden wir einige Torpedos des romulanischen Schiffes beschlagnahmen. Ich erwarte, dass Sie alle Neuankömmlinge mit höchstem Respekt und als unsere Gäste begegnen. Sie haben viele Gefahren auf sich genommen, um zu uns zu kommen. Ich bedauere, dass ich erst jetzt mit der vollen Wahrheit ans Licht kommen kann. Vorher war es zu gefährlich."
Ich blickte in vollkommen überwältigte Gesichter, die sich langsam in ihre zufrieden grinsenden Varianten verwandelten. Auf einmal schienen die ganzen Merkwürdigkeiten des Tages Sinn zu ergeben. Aus der Crew eines Kreuzfahrtschiffes war auf einmal eine Crew von Helden geworden. Teilnehmer eines der größten Coups in der Sternenflottengeschichte. Man konnte sehen, dass meinen Worten glauben geschenkt wurde.
"Captain, darf ich Ihnen zu diesem Erfolg gratulieren?!" sagte der zweite Offizier scheinbar aus tiefstem Herzen.
Ich nickte. "Noch ist es nicht vorbei! Wir müssen alle heute noch sehr gute Arbeit leisten."
Ich blickte zu D'Amarok. "Wir sollten zum Transporterraum gehen." schlug dieser vor. Ich nickte und wir machten uns auf den Weg.
"Ich komme mit." beschloss K'Cha. Sie war diejenige unter der Crew gewesen, die nicht euphorisch gewesen war. Ja, K'Cha würde ich noch so einiges erklären müssen...
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
Admiral Patrice "Rick" Dimanche und Prof. Dr. Gresk - Schulschiff Pioneer

258

Freitag, 21. November 2014, 23:00

Warbird R'derath


"Ich gebe Ihnen mein Wort. Als Sternenflottenoffizier und als Vater. Sie haben 15 Minuten. Und keine Tricks!"

Mit der Antwort von Patel wurde die Verbindung unterbrochen. Neireh atmete tief durch und wandte sie dann zu dem ersten Offizier um.

"Sorgen sie dafür das die Crew nach Hause kommt!", sagte sie zu ihm. Der Mann deutete ein leichtes nicken an und schien nicht zu wissen wie er dieses Opfer das sie offenbar zu leisten bereit war bewerten sollte. Er schien ja schon mit seinem Leben abgeschlossen zu haben. Neireh fiel gerade noch ein das sie vielleicht nicht gerade in der Uniform des Tal Shiar mit den Rangabzeichen eines Colonels auftauchen sollte. Sie musterte den Mann vor ihr einen Moment abschätzend ob er ungefähr die selbe Größe hätte.

"Ich denke es ist besser wenn ich nicht in einer Tal Shiar Uniform auf das Schiff beame. Die Übertragung war nur Audio, ich kann genauso gut jemand sein der anstelle des Tal Shiar Offiziers geschickt wird.", sagte sie dann nachdenklich. "Sie werden jetzt ihre Uniform ausziehen."

Der Mann starrte sie an als würde er nicht glauben was er gehört hatte. "Ich verstehe nicht?", stammelte er.

Auf Neirehs Gesicht zeigte sich die Spur eines amüsierten Lächelns. Im Grunde hatte die Situation durchaus etwas komisches.
"Na, los. Sie haben mich schon verstanden. Ihr Oberteil sollte mir passen, oder wollen sie das die Födies da drüben gleich merken wenn sie da in ihre Hände bekommen haben? Als Offizier der Flotte werde ich vielleicht ausgetauscht oder kann zumindest einfacher einen Fluchtweg finden."

Jetzt begann der Mann auch zu verstehen und zog seine Uniformjacke aus. "Sie sind gerissener als ein Sseikea... Viel Erfolg.", antwortete er und reicht ihr das Oberteil.

Krankenstation


Als Neireh wenig später in der Krankenstation ankam, trug sie die Uniform eines ersten Offiziers. Irritierte Blicke folgten ihr und der Arzt erkannte sie erst als sie ihn ansprach. Er brachte sie zum Bett von Vaebn. Biometrische Anzeigen flimmerten über eine Konsole über dem Bett. Dünne Lagen eines medizinischen Gewebes lagen auf den schwer verbrannten Stellen seines Körpers. Vorwiegend auf seiner Brust, den Armen und Händen. Er schien zwar zunächst zu schlafen, aber eine Berührung des Doktors reichte aus. Neireh mußte schon ziemlich schlucken ihn so schlimm zugerichtet zu sehen. Im ersten Moment schien er sie gar nicht richtig wahrzunehmen, offenbar bekam er starke Schmerzmittel. Endlich fokussierte sich sein Blick. "Mutter...seltsamer Anblick...", brachte er hervor und das sprechen schien ihm nicht so einfach zu fallen. "Wir leben ja noch... Was ist passiert?"
Neireh wischte sachte eine Strähne seines Haares zur Seite. "Spar deine Kräfte. Ich will mich verabschieden. Ich habe mich zusammen mit dem Föderationsagenten angeboten für freies Geleit zum Rückzug des Schiffes.", sagte sie. Das brachte ihr nicht nur von Vaeben ein überraschtes Gesicht ein.

"... *hust* und opferst dich...bevor du gehst...du wirst bald Großmutter... *hust*"

Ein alarmiertes piepen ließ den Doktor hektisch Werte kontrollieren und nach einem Hypospray greifen. "Sie sollten jetzt gehen. Er braucht Ruhe."

Neireh stand erstmal wie versteinert da und starrte geschockt zu Vaebn und dem Doktor der alle Hände voll damit zu tun hatte ihn wieder zu stabilisieren. Diese Nachricht mußte sie erstmal verdauen. Sie wußte das dieses Kind niemals geboren werden würde und Vaebn und viele andere aufhören würden zu existieren, ja niemals existiert haben würden, in der Zeit aus sie kam. Es zerbrach ihr dabei fast das Herz und sie wandte sich schließlich um und verließ schnell die Krankenstation damit niemand sah das sie nicht verhindern konnte das ihr ein paar Tränen über das Gesicht liefen. Auf dem Weg zum Hangar wo Kahael und Axevin warten würden, sah sie plötzlich ein vertrautes Gesicht.

"MaSvorra?! Was machst du hier ? Warum bist du nicht bei den anderen? Willst du noch einem anderen Romulaner in die Arme laufen ? Mein Herz ist schwer genug, bring dich nich auch noch in Gefahr. Folge mir.", sagte sie und führte ihn zu dem Raum wo Kahael und Axevin an den Torpedos arbeiteten. Die Spuren der Tränen hatte versucht zu verwischen, aber vermutlich sah man es ihr noch an. Sie wollte jetzt alles nur noch schnell hinter sich bringen.
Si vis pacem, para bellum
"Romulaner finden immer einen Weg"
Captain der USS New Age

259

Freitag, 21. November 2014, 23:26

Romulanischer Warbird

'Langsam wird das hier wieder so ein Familientreffen', dachte Lieutenant Axevin, als Captain Neireh in Begleitung MaSvorras erschien. Er tat so, als würde er den Klingonen nicht kennen. Wer wusste schon, was die Wachhunde dachten oder wem sie Loyalität geschworen hatten? Ihm fielen Veränderungen an Neireh auf. Zum einen zeigte sie Emotionen, die er nicht zu deuten wagte. Zum anderen hatte ihre Uniform einen anderen Schnitt. "Subcommander", fragte er. "Was soll dieser Aufzug? Und was hat Ihr Gespräch mit dem Föderationsschiff ergeben?" Sein Blick wies auf Kahael. Er wollte damit andeuten, dass der Chefingenieur vermutete, sie seien auf Föderationsschiffe getroffen.

Insgeheim spekulierte er, dass man wusste, dass er an Bord war. Nur: wie wichtig war ein Erster Offizier auf hochgeheimer Mission? Und galt er vielleicht in der Föderation auch als Abtrünniger und Terrorist? Claire hatte es offen gelassen, ob sie mit offiziellem Segen unterwegs gewesen waren. Das war auch egal. Hauptsache, sie kamen hier heraus...
Lieutenant Alec Axevin
Leitender Operationsoffizier
USS New Age

Captain Alec McDonald
Kommandierender Offizier
USS Galahad
(u.a.)

Patrice

Nach 15 Jahren immer noch nicht Captain

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260

Samstag, 22. November 2014, 18:51

07. August 2405 - USS Normandy

Kaum war der Lift unterwegs, ließ K'Cha ihn auch gleich anhalten. Sie hatte keine Schwierigkeiten die Anwesenheit von D'Amarok zu ignorieren und fuhr mich sofort an. "Was war das denn da eben? Davon war doch nicht ein Wort wahr! Was ist hier wirklich los?" fragte sie erbost. "Ich bin für das Wohl dieser Crew verantwortlich und da hier mein Sohn und meine Enkelin an Bord sind, musst du mich schon sehr gut überzeugen, dass die beiden in Sicherheit sind, wenn ich dich nicht aus der nächsten Luftschleuse befördern soll."
Wie ich schon befürchtet hatte, würde K`Cha es mir nicht leicht machen, unseren Plan durchzuführen. Und ich konnte ihr unmöglich die Wahrheit sagen, denn weder war die Wahrheit zumutbar, noch war zu erwarten, dass sie sich von meinen Argumenten würde überzeugen lassen. Selbst ich hatte mich ja nur schwer überzeugen lassen und ich hatte die letzten 34 Jahre nicht einmal miterlebt.
Ich blickte kurz zu D'Amarok und deutete ein kurzes Nicken zu ihm an. Dann blickte ich zu K'Cha. "Es tut mir leid, dass ich dich belogen habe. Ich werde dich immer lieben und niemals vergessen." Kaum hatte ich diese Worte ausgesprochen, führte D'Amarok an ihr den vulkanischen Nackengriff aus.
K'Cha sackte zu Boden und ich würde sie nie wieder bei Bewußtsein erleben. Ich haßte es, dies tun zu müssen. Aber welche Wahl hatte ich schon?
D'Amarok und ich gingen sicher, dass unser Weg zu unserem Quartier frei war und brachten K'Cha dann in ihr Quartier, wo wir sie ins Bett legten. Ich replizierte ein Schlafmittel um sicher zu gehen, dass wir von ihr keine Störung mehr erwarten mussten. Dann begab ich mich mit D'Amarok zum Transporterraum.
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
Admiral Patrice "Rick" Dimanche und Prof. Dr. Gresk - Schulschiff Pioneer

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