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Curtis Reeve

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21

Montag, 11. August 2014, 19:43

05. August 2405 - Filmstudios Lansing, Michigan

" Um ehrlich zu sein, ja ich habe gerade meinen Text vergessen!", antwortete Curtis dem Regissur. Dieser seufzte theatralisch und schob ein Padd aus seiner Tasche." Hier, lesen Sie sich wieder ein! Aber beeilen Sie sich, wir haben nur noch heute um die Szene zu beenden, morgen kommen die ganzen Komparsen für die Szenen in der Messe und so."
Der Mann ließ Curtis alleine und bevor er sich das Padd ansah, lächelte seinen Kollegen entschuldigend zu.

Schiff hörte auf sich auf die BLACK PEARL zu zubewegen.

Captain HOOK dreht sich zur Taktik um.

HOOK:
Gibt es an Board dieses Schiffes irgendetwas, was für uns von Wert ist

Taktik schüttelt den Kopf

HOOK ( fortz.) mit kalter Stimme und einem schleimigen grinsen:
Dann sorgen Sie dafür, dass dieses Schiff uns nicht länger aufhält!

HOOK dreht sich zurück zum Hauptbildschirm

Schiff auf Bildschirm explodiert

HOOK ( sichtlich zufrieden):
Steuermann, bringen Sie uns nach Mirai III, die Ferengi warten schon auf Ihre Lieferung der Phaserbänke der Föderation.

BLACK OUT

THE END


Irgendwo war Curtis von diesem Skript angetan und konnte verstehen, das er sich in der Rolle des Captains wiederfand. Aber auf der anderen Seite, war dies nicht mehr als eine Rolle für ihn. So eine Persönlichkeit würde er normalerweise nie an den Tag legen. Er lass sich die gesamte Szene nochmalig durch, merkte sich die paar Sätze, die er aufsagen musste und gab das Padd dann wieder ab.


40 Minuten später

Der Regisseur war sichtbar zufrieden mit der Performance, die seine Darsteller da abgeliefert hatten. Es hatte auch nach diesem Aussetzer von Reeve nur noch zwei weitere Takes gebraucht, nicht weil das erste schlecht war, sondern weil er sich verschiedene Möglichkeiten offen lassen wollte, für den späteren Schnitt. Er ging nun mit schnellen Schritten zurück auf das Set und sprach seine " Brückencrew " an.
" Okay Leute, dass war es für heute! Die nächsten Tage werde ich von euch eigentlich keinen mehr brauchen, da es nur kleinere Szenen gibt, wo die Komparsen eingefügt werden müssen. Deswegen, macht die nächste Woche Urlaub, ihr habt es euch verdient, das wird ein Kassenschlager"

Dies ließ Curtis sich nicht zweimal sagen, er nickte allen freundlich zum Abschied und verließ dann das Studio, bevor er noch irgendetwas falsch tun konnte, weil er sich an nichts erinnern konnte.
Ensign Curtis Reeve---> Counselor der NEW AGE

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Axevin

McDonald

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22

Montag, 11. August 2014, 21:35

5. August 2405 - Auf dem Weg zum Verhör

Die Tür offnete sich. Zwei Remaner traten ein und gingen zielgerichtet auf Alec zu. Er liess sich abführen und warf Claire einen letzten Blick zu. Vielleicht würden sie sich nicht wiedersehen.

Die Remaner führten ihn durch einen spärlich beleuchteten Gang. Lieutenant Axevin, jetzt Commander, beobachtete. Er erkannte Disruptorläufe und interne Aufzeichnungssensoren. Die Wände wiesen allerdings keinerlei Abdeckungen auf. Sie schienen aus einem Guss zu sein, was es unmöglich machte, irgendeine Vermutung über Energieleitungen oder Datennetzte anzustellen, die zur Deaktivierung der Sicherheitseinrichtungen nötig war.

Alec wurde das Gefühl nicht los, dass dies sein letzter Gang werden könnte. Gegen Remaner hatte er kaum eine Chance. Die waren unbewaffnet kaum zu schlagen. Die beiden Begleiter brachten ihn in einen Raum, in dem zweifellos eine Tal'Shiar-Agentin sass.

Alec fiel fast vornüber, als er erkannte, wer ihn verhören sollte: es war Neireh. Captain Neireh. Und sie würde mit Sicherheit ihre Rolle überzeugend spielen, da ihr gar nichts anderes übrig blieb. Geistesgegenwärtig fasste er sich wieder und versuchte zu verbergen, dass er sie kannte. Der Raum wurde wahrscheinlich überwacht.
Lieutenant Alec Axevin
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Curtis Reeve

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23

Dienstag, 12. August 2014, 19:45

5. August 2405- Straßen von Lansing Michigan

Curtis stieg in eines der Taxen, die am Straßenrand kurz vor den Studios standen und lies sich nach Hause fahren. der Taxifahrer wollte nicht eher losfahren, bevor Curtis ihm ein Autogramm gab, wozu dieser sich letztendlich bereit erklärte. Nach einer Fahrt von etwa 40 Minuten stieg Curtis wieder aus dem Taxi und sah sich einem für ihn regelrecht luxuriösem mindestens 2 Etagen hohem Haus gegenüber

Recht perplex ging er durch die Eingangshalle und beschloss sich erst einmal darüber zu informieren, was mit ihm bisher in dieser Realität geschehen war. Er setzte sich an sein Terminal und bat den Computer seine Biographie aufzurufen. Alles bis zur Mission mit der GALAPAGOS war so verlaufen, wie er es auch in seinem richtigen Leben erlebt hatte.

Mr. Reeve wurde in seinem 5ten Schuljahr als der junge Bruce Wayne in dem Film: " Batman, the Dark Knight von Gotham" gecastet. Seitdem ging seine seine Karriere als Schauspieler steil bergauf. Nennenswerte Rollen sind sind unter anderem die Rolle als Förderationspräsident in "Der Kampf um die Macht", und die Rolle als Captain Hook in der laufenden "Scavanger" Filmserie.

Curtis stockte kurz und war doch beeindruckt, dass man sein Leben so stark verändern kann, indem er nur eine kleine Entscheidung getroffen hatte und irgendwie konnte er es nachvollziehen, damals wäre er auf jedes Angebot eingegangen und hätte wahrscheinlich auch so entschieden.
Ensign Curtis Reeve---> Counselor der NEW AGE

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Patrice

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24

Dienstag, 12. August 2014, 22:56

05. August 2405 - USS Normandy

Nach unserem sehr angenehmen Gespräch im Bett fühlte ich mich wie nach drei Wochen Urlaub. Bemerkenswert, wenn man bedachte, dass ich in einer völlig fremden Welt war und nur eine geringe Ahnung davon hatte, wer ich war.
"Musst du nicht langsam zum Dienst, Captain?" fragte K'Cha irgendwann. Ich hatte keine Ahnung, aber das konnte ich sicherlich gut kaschieren. "Computer, wie lautet mein Terminplan für jetzt?" fragte ich.
"Sie leiten seit 5 Minuten die Alphaschicht." antwortete der Computer. Ich seufzte. "Zum Glück bin ich der Captain." schmunzelte ich und stand auf, während ich von K'Cha zum Abschied einen Klapps auf den Hintern bekam.
Ich trat in die Richtung, wo ich den Kleiderschrank vermutete und fand meine Uniformen im dritten Schrank, den ich öffnete. Ich musste eine Weile herumprobieren, bis ich den Einstieg in die Uniform geschafft hatte, denn der Verschluss war versteckt. Ich beobachtete mich im Spiegel und fand, dass ich einen ganz ordentlichen Eindruck machte. Ich lächelte mir selbst zu und trat dann aus dem Quartier.
Ich grüßte einigen Crewmitgliedern im Gang zu und entschied mich, links abzubiegen. Ich ging durch einen hochmodernen Gang voller Zivilisten und Sternenflottenangehörigen. Einige Rassen hatte ich noch nie zuvor gesehen. Andere meinte ich in den Reisedokumentationen der USS Voyager gesehen zu haben. Aber da die Voyager vor unserer Reise in den Deltaquadranten gereist war, war es durchaus möglich, dass die Sternenflotte ohne den Krieg gegen das Dominion mehr Ressourcen gehabt hatte, Kontakt zur Voyager aufzunehmen.
Ich grüßte einen weitern Sternenflottenoffizier im Gang durch ein kurzes Nicken und erntete bei diesem ein sehr verwundertes Gesicht.
Ich blicke ihn genauer an und sah schon fast Sorge.
"Papa... was machst du denn hier im Gang auf dem Weg zu 10 vorne? Hast du nicht Dienst?" Ich musterte den Mann, der etwa 30 und Lieutenant war. Nach allem, was ich zusammenrechnen konnte, musste es sich um Antoine handeln. Meinen Sohn.
Ich wagte es dennoch nicht, ihn beim Namen zu nennen. "Entschuldigung. Du hast natürlich Recht. Ich war in Gedanken." sagte ich.
Antoine lächelte. "Dass ich das mal erleben darf. Sonst machst du eher nicht den Eindruck, dass dich dein Job hier an Bord besonders zum Denken bringt. Was macht dir denn Sorgen? Dass wir 4 Tage zum Scan des Nebels brauchen statt nur 3 Tagen? Oder dass die Hologramme Amok laufen?" scherzte er.
Ich wollte vermeiden, von ihm auf die Krankenstation geschickt zu werden. "Mach dich nicht über deinen alten Herren lustig. Ich bin immerhin dein Vorgesetzter." sagte ich recht barsch.
Antoine nickte und verkniff sich kurz ein Lächeln. "Aye, Sir. Soll ich dich zur Brücke begleiten? Ich hab Mia zwar versprochen, gleich mit ihr ein Holoprogramm durchzuspielen, aber..."
Ich schüttelte den Kopf. Jetzt war ich mir sicher, vor Antoine zu stehen. "Danke, Antoine. Was läuft denn für ein Holoprogramm?" erkundigte ich mich.
"Ein neues Programm mit Curtis Reeve als Hauptdarsteller." sagte Antoine.
Ich hustete vor Überraschung. "Curtis Reeve?" fragte ich. Antoine schien überrascht.
"Ja, er ist doch Mias Lieblingsschauspieler." sagte Antoine. Ich nickte verwundert. Aber gut, Reeve hatte auch in meiner Realität eine Affinität zum Schauspiel. Es war durchaus denkbar, dass er das Schauspiel einer Sternenflottenkarriere vorgezogen hatte.
Reeve war die erste Erwähnung eines bekannten Kameradens, die mich ein wenig in die aktuelle Situation zurück brachte. Was war aus meinen Kameraden geworden?
Ich blickte meinem Sohn hinterher, wie er sich zu seinem Quartier bewegte und kam aus dem Staunen nicht heraus. Ich wußte nicht, wieso, aber ich fühlte eine tiefe Verbundenheit zu Antoine. Und zu Mia. K'Cha sowieso.

Ich ging den Gang zurück in die entgegengesetzte Richtung und bestieg einen Turbolift. Unterwegs zur Brücke ließ ich mir vom Computer auflisten, wer alles dort mit mir Dienst haben würde. Keiner der Namen sagte mir etwas.
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Neireh

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25

Dienstag, 12. August 2014, 23:41

Romulus, Verhörzelle des Tal Shiar

Als sich die Tür des Verhörraums wieder öffnete starrte Neireh wie zur Salzsäule erstarrt auf den Mann der von zwei remanischen Wachen hereingebracht wurde. Das war Axevin! Offenbar spielte das Schicksal ihr einen grausamen Scherz. Das Gefühl in einem Kobayashi Maru Szenario zu stecken kam wieder auf und sie kam wieder in den Sinn das sie das Gefühl hatte jemanden aus ihrer Crew auf eine Selbstmordmission schicken zu müssen. Sie wußte da noch nicht wie nah dran sie da an der Wahrheit war. Ihr Assistent betrat nach den Remanern und Axevin den Raum. Zumindest vermutete sie mittlerweile das der Romulaner wohl ihr Assistent war. Das wäre in ihrer Position nicht ungewöhnlich. Während die Remaner Axevin auf den Stuhl setzten und die Fesseln anlegten, schien sie ihr Assistent kurz zu beobachten.

"Er wird dafür bezahlen. Wenn er schon keine Informationen liefern kann, wird niemand etwas dagegen sagen wenn sie ihn ihre Schmerzen spüren lassen. Immerhin hat er ihren Mann erschossen, kre'Rionel. Ich habe hier die gewünschte Ausrüstung. Damit werden sie sich vermutlich besser auskennen.", sagte er und griff zu einem Gerät das entfernt einem Hypospray ähnelte und steckte eine kleine Ampulle hinein.

Neireh versuchte derweil sich nichts anmerken zu lassen. Ihre Reaktionen hätte man durchaus auch mit ihrer Situation in Verbindung bringen können den Mörder ihres Geliebten vor sich zu haben. Sie presste ihre Lippen etwas zusammen und nickte leicht. Als kre'Rionel hatte sie den zweithöchsten Posten im Tal'Shiar. Handlanger Dienste wie Geräte vorbereiten oder Hyposprays verabreichen mußte sie nicht selbst machen. Ein andere Gedanke schlich sich in ihr Bewußtsein der sich fragte was diese Neireh dieser Zukunft wohl für eine Person sein mußte um sich diesen Posten verdient zu haben. Sie hatte plötzlich das Gefühl das es wohl nicht sehr lange dauern würde bis jemand mißtrauisch wurde, anderseits könnte man manches vielleicht eine Weile damit erklären das sie immerhin um ihren Mann trauerte. Sofern sie eine glückliche Beziehung führten, aber davon ging sie eigentlich aus. Immerhin hatte sie ein Bild von ihnen beiden auf dem Schreibtisch und aus dem Verhalten ihres Assistenten schloß sie ebenfalls das alle durchaus einen tiefen Schmerz bei ihr erwarten würden.

Der Romulaner drückte das Hypospray wenig sanft an Axevins Hals. Das Mittel dürfte höchstwahrscheinlich eine Wahrheitsdroge sein. Fieberhaft überlegte sie wie Axevin das kommende irgendwie erträglicher machen könnte, als sein Kommunikator zirpte. Mit einem Blick zu Neireh hörte er sich die Nachricht an.

"Wenn sie mich kurz entschuldigen."

Neireh nickte nur und machte eine leichte Geste. "Beeilen sie sich."

Als der Mann den Raum verlassen hatte und sie mit Axevin allein war, atmete sie erstmal kurz aus. Dann sah sie auf dem Tisch nach einer Ampulle die nach einem Schmerzmittel aussah, kontrollierte kurz die Beschriftung und lud sie in das Gerät.

Damit wandte sie sich dann an Axevin. Kurz schien sie zu zögern. Dann verabreichte sie ihm das Mittel und beugte sich an sein Ohr hinunter.

"Das sollte es erträglicher machen. Ich kann ihnen leider im Moment nicht mehr helfen. Ich will das nicht tun müssen. Ich möchte das sie das wissen.", flüsterte sie ihm zu.

Sie hatte das Gerät gerade wieder zurückgelegt, als ihr Assistent wieder den Raum betrat. Er schien ziemlich mies gelaunt und fluchte über irgendeinen dilletantischen Idioten dem ein Schmugglerschiff entkommen war.
Si vis pacem, para bellum
"Romulaner finden immer einen Weg"
Captain der USS New Age
Ex-Diplomatin und Dissidentin bei Rogue
T'Ary auf der Pioneer und andere Romulaner der Hintergrundgeschichte
"Wenn einer einen Traum hat, ist es nur ein Traum.Wenn viele denselben Traum haben ist es der Beginn der Wirklichkeit."

Axevin

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26

Mittwoch, 13. August 2014, 22:15

Romulus, Verhörzelle

Etwas benebelt von der Wirkung des Sprays bemerkte Alec, wie Captain Neireh ihm irgend etwas verabreichte. Es musste wohl ein Schmerzmittel sein, denn sie würde zweifellos ihre Rolle spielen müssen, wie er auch aus ihrer Bemerkung schloss.

Dann war da noch etwas anderes, was ihn beunruhigte: er hatte jemanden erschossen, der zumindest der gegenwärtigen Neireh sehr nahe war, ihren Ehemann, wenn er richtig deutete. Zum Glück war sein Romulanisch noch gut genug. Dieser Umstand verschärfte seine Lage. Neireh musste überzeugend wirken, alles andere würde sie verraten.

Irgendwie wurde er das Gefühl nicht los, dass dies seine letzte Mission werden konnte. Wenn man es Mission bezeichnen sollte. Er dachte an Claire. Sie hatte ihn mit einem vielsagendem Blick angesehen, als er mitgenommen wurde. Scheinbar ging sie davon aus, ihn nicht wiederzusehen.

Er war gespannt, was man ihm vorwerfen würde. Damals, in der 'echten' Zeitlinie, war er auf der WATERLOO erschreckend erfolgreich gewesen. Es hatte gedauert, bis man auf dem Schiff der Nebula-Klasse ein passendes Holoprogramm entwickelt hatte, mit dem sie trainieren konnten. Er hatte damals massgeblichen Anteil an der Programmierung, ebenso wie Claire. Und als es dann ernst wurde, waren sie verdammt gut. Damals waren sie oft kurz davor gewesen, entdeckt zu werden. Schliesslich waren die Romulaner hervorragend im Geheimdienstgeschäft. Aber im letzten Moment waren sie immer entkommen.

Der Föderation wurde das ganze Projekt irgendwann zu gefährlich, besonders weil es zur Annäherung zwischen ihr und dem Sternenimperium kam. Aber das war hier anders. Er und Claire betrieben ihr Handwerk scheinbar schon seit Jahrzehnten. Und er würde sich nicht wundern, wenn die Sektion 31 sein Alter Ego hier rekrutiert hätte. Er würde es hoffentlich nicht herausfinden. Damals hatte er erfolgreich abgelehnt.

Nun konzentrierte er sich auf das, was kam. Er bekam es mit der Angst, obwohl er es nicht zeigte. Er war routiniert und trainiert genug für solche Verhöre. Andererseits wusste er nur wenig von dem, was man ihm vorwarf. Und das erschwerte die Suche nach der passenden Strategie.
Lieutenant Alec Axevin
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Patrice

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27

Mittwoch, 13. August 2014, 23:06

05. August 2405 - USS Normandy

Als ich die Brücke betrat, kam ich zunächst aus dem Staunen nicht heraus. Es war eine völlig andere Umgebung, als ich sie je in einem Raumschiff gesehen hatte.
Es gab nicht länger einen Hauptbildschirm. Vielmehr schien die ganze Brücke keine Wände mehr zu haben. Auch ein Dach gab es scheinbar nicht länger. Man hatte das Gefühl, man trat aus dem Turbolift auf die Aussenhülle des Schiffes. Für einen Moment musste ich mir befehlen, zu atmen. Doch ich war selbstverständlich noch in einem Raum. Nur erzeugte dieser Raum die Illusion, man hätte fast einen völligen Rundblick auf die Oberseite des Schiffes und darüber hinaus. Der Effekt wurde noch dadurch verstärkt, dass der Turbolift augenblicklich ins Nichts verschwand, als ich ihn verlassen hatte. Mir wurde schnell klar, dass alles was ich hier sah und was nicht echt sein konnte durch holografische Effekte erzeugt wurde.
Diese Verblüffung hielt an als der diensthabende Offizier sich von seinem Stuhl erhob, um mir den Captain's Chair frei zu machen. Sobald er aufstand, verschwand der Stuhl ins Nichts. "Captain, ich hatte mir schon Sorgen gemacht." sagte der Trill.
Ich deutete ein Lächeln an. "Danke, Mr. Ruven. Kein Grund zur Sorge. Ich hatte nicht auf die Uhr geguckt. Irgendwelche besonderen Vorkommnisse?" erkundigte ich mich und versuchte weniger staunend über die Brücke zu laufen. Als ich ungefähr die Position erreicht hatte, an der der Captain's Chair eben gestanden hatte, erschien ein Stuhl, der mit dem vorherigen nicht identisch war. Der Stuhl schien perfekt an meine Konturen angepasst und wirkte auch, als wäre er aus hochwertigerem Material. Mir wurde klar, dass alles hier auf der Brücke holografisch erzeugt wurde.
Ich setzte mich zögerlich.
"Keine besonderen Vorkommnisse, Sir. Wir befinden uns nach wie vor auf Kurs." sagte Ruven.
Ich blickte mich um zu einem Vulkanier, der sich geräuspert hatte. Jeder Brückenoffizier hatte nach wie vor einen Arbeitspult. Und wie ich jetzt, wo ich saß, sehen konnte, wurde aus jeder individuellen Perspektive ein persönlicher Hauptbildschirm für den Beobachter in den Raum projeziert. Sich zum Hauptbildschirm umdrehen gehörte damit der Vergangenheit an. Mir wurde dennoch ein wenig schummerig von der ungewohnten Arbeitsathmosphäre.
Der Vulkanier berichtete mir von einer Nachricht, die aus dem Föderationsraum von einem Romulaner abgefangen worden war. Sie war an niemanden spezielles gerichtet gewesen, aber als Captain würde es natürlich meine Entscheidung sein, ob die Nachricht von Belang sein konnte. Auf jeden Fall waren eine Menge Schiffe, die näher am romulanischen Raum waren als wir, jetzt auf der Jagd nach diesem Romulaner.
Ich ließ mir die Nachricht auf meinen persönlichen Pult übertragen. Dieser zeigte mir auch an, dass er noch immer darauf wartete, dass ich die Zusammenfassung meines Lebens las, die ich den Computer gebeten hatte, zu erstellen. Die Nachricht, die mir mein Vulkanier geliefert hatte, lautete "41142 blaublütiger Romulaner kam vom Regen in die Traufe 41142 noch jemand hier? 41142 Ich repariere hier nix 41142" Mir war sofort klar, von wem die Nachricht sein musste. Ich dachte kurz nach, was nun zu tun sei.
"Sagt Ihnen die Nachricht etwas?" fragte Ruven nach einer Weile. Ich schüttelte den Kopf. "Nein, sollen sich die Schiffe an der romulanischen Grenze damit herumscheren." sagte ich. Und dann vergaß ich die Nachricht fast augenblicklich.
Bevor ich meine zusammengestellte Biografie durchlas, beschloß ich mir die Schiffsspezifikationen durchzulesen. Eine derartige Überraschung wie diese Brücke wollte ich nicht nochmal erleben.Wie ich jetzt lesen konnte, war die USS Normandy eines der neuen sogenannten holoadaptiven Schiffe. Alles, was ich heute angefasst hatte, Mia und K'Cha natürlich ausgenommen, war holografisch gewesen. Es gab an Bord fast keine Möbel oder Einrichtungsgegenstände mehr. Alles konnte fast nach Belieben in Sekunden an die Wünsche und Erfordernisse der Situation angepasst werden. Wie ich mit Belustigung und Entsetzen zugleich feststellte, trug ich noch nicht einmal wirklich Kleidung. Das ganze wurde durch ein hochkomplexes und ausfallsicheres Holonetz im ganzen Schiff gesteuert, das eine eigene Energieversorgung hatte. Sollte diese dennoch ausfallen, würde es auf der Stelle im Maschinenraum und auf der Brücke echte Kontrollen geben. Doch diese waren der modernen Generation wohl nicht mehr adaptiv genug. Man sah es als große Erleichterung an, quasi überall die Konsole haben zu können, die man gerade brauchte und angepasst an die persönlichen Körpermaße und Spezifikationen. Es war faszinierend und unheimlich zugleich.
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Curtis Reeve

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28

Donnerstag, 14. August 2014, 18:55

5. August, Haus Reeve, Lansing, Michigan

Bevor Curtis mit seiner Biographie fortfuhr, fragte er den Computer ob sich ein Shuttle in seinem Besitz befand.
" Ihr Shuttle UNESCO befindet sich am Flughafen von Lansing",antwortete der Computer, der eine viel weichere weibliche Stimme hatte, als er aus seiner Zeit gewohnt war.
Zumindest komme ich diesmal ohne Probleme hier weg, nicht wie als Kind, dachte Curtis.
Dann fragte er sich von wem die Stimme kam und er fragte dies den Computer.
" Die eingestellte Stimme ist von Lt jg. Maya Reeve, der Frau von Curtis Reeve.", antwortete die Stimme ihm.
Gerade als er den Mund öffnen wollte um mehr über seine Frau herauszufinden, meldete die weiche Stimme: " Zwei Individuen nähern sich dem Haus. Es handelt sich um Emily Reeve und um Tristan Reeve"
Im selben Moment öffnete sich die Tür zur Eingangshalle und ein Mädchen und ein Junge, offensichtlich waren es die beiden die gerade angekündigt worden waren, traten ein.
Beide sagten im selben Moment: " Hey Dad!", ein Wort, das Curtis zusammenschrecken ließ, was dem Jungen ein Grinsen hervorlockte: " Hm, und ich dachte immer als Schauspieler sollte man sich nicht erschrecken lassen ".
Jetzt erst drehte Curtis sich um und sah die beiden Kindern vor ihm genauer an. Sie konnten nicht älter sein als 15 oder 16. Das Mädchen hatte schulterlanges blondes Haar und trug eine für diese Zeit altmodisch aussehende Brille. Über ihrer Schulter hatte Sie eine Tasche gehängt, von der Curtis annahm, dass sich ein Instrument darin befand.
Der Junge war kleiner als das Mädchen, auch er hatte eine Tasche über seine Schulter gehängt, diese sah eher aus wie eine Sporttasche und er sah seinen Vater mit strahlenden Augen an.

Vielleicht wird es doch nicht so einfach werden, dachte Curtis während er aufstand und zu seinen Kindern ging. Er boxte dem Jungen sachte auf die Brust und sagte:
" Am Set bin ich das auch nicht, aber wenn ihr hier so reinfliegtwährend ich am denken bin!"
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Patrice

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29

Donnerstag, 14. August 2014, 20:48

05. August 2405 - USS Normandy

Bevor ich begann, mein Leben aus meinen Logbüchern nachzuvollziehen, beobachtete ich ein wenig die Stimmung auf der Brücke. Es herrschte reger Betrieb, alle paar Minuten betrat jemand die Brücke. Es wurde viel gelacht und niemand schien allzu sehr auf der Hut vor dem Bösen da draussen im Weltraum. Eine Stimmung wie ich sie noch aus der Zeit vor dem Dominionkrieg kannte. Danach hatte das Weltraumabenteuer für mich und viele andere seine fröhliche Unschuld verloren.
Dazu passte, dass Ruven sich gut gelaunt neben mich stellte und jovial fragte "Heute keine Witze, Captain? Oder ein Schwank aus der Jugend? Ist Ihnen was über die Leber gelaufen?". Ich konnte mich zunächst kaum an einen Patrice Patel erinnern, der so gewesen war. Vage kam mir ein Bild eines viel impulsiveren und unbeschwerten Menschen vor Augen. Vor Urzeiten wie es mir schien. Ich lockerte mich ein wenig auf und spürte, dass mein Körper so angespannt war als würde ich auf dem Kopf einen Eimer Wasser balancieren.
Nun hatte ich es nicht leicht, eine lustige Geschichte aus meiner Vergangenheit zu erzählen, da ich weder wußte, welche Geschichte ich gestern schon erzählt hatte und überhaupt durfte ich ja nur Geschichten erzählen, die ich vor meinem 31. Geburtstag erlebt hatte, da danach alles anders verlaufen war. "Hab ich je erzählt, wie ich einmal bei einem Stromausfall 3 Stunden mit einem Nausicaaner, der an Platzangst litt, in einem Turbolift eingeschloßen war?" fragte ich in einem ersten Versuch.
"Beim letzten mal waren es angeblich noch 24 Stunden." sagte Ruven lachend. Ich lachte auch. "Es kam mir vor wie 2 Jahre." sagte ich. Ruven wandte sich wieder einem anderen Offizier zu und ich nutzte die Gelegenheit zu prüfen, ob es noch eine Captain's Lounge gab.
Es gab sie und ich steuerte mehr oder weniger zielsicher in die Richtung, wo die Holoemitter leeren Luftraum vorgaben. Wenige Meter vor dem Bereitschaftsraum erschien eine Tür aus dem Nichts. "Mr. Ruven, Sie haben die Brücke." sagte ich und hörte ein "Aye, Captain." hinter mir.

Ich blickte mich in dem Bereitschaftsraum um und musste mir vergegenwärtigen, dass ich eigentlich in einem leeren Raum stand. Danach sah es aber gar nicht aus. Ich stand mitten in einem alten Büro, dass den Hauch von Jahrhunderten atmete. Ich erkannte es als das Studierzimmer von Jules Verne wieder, das ich als junger Mann mal in seinem Hausmuseum gesehen hatte. Hier und da waren ein paar moderne Einschläge zu finden, aber scheinbar arbeitete ich gerne in einer gedankenanregenden Umgebung.
Ich musste zugeben, es gefiel mir ganz gut, auch wenn der Blick auf das Weltall durch ein Fenster sicher nicht ganz originalgetreu war.
Ich setzte mich auf den holografischen Stuhl und öffnete den holografischen Computerterminal. Aufmerksam las ich die Zusammenfassung meiner Biografie.

Weder in meinem privaten Logbuch noch in meinen Dienstlogbüchern fand sich für den Zeitraum meiner letzten Zeitreise ein Eintrag. Doch in meinem persönlichen Computerlogbuch fand ich einen Eintrag für den 26. Dezember 2371. Ich war dort wieder bei Q'onoS eingetroffen und berichtete davon, dass ich von der Sternenflotte viele Tagesreisen von meiner letzten Erinnerung auf einem Schiff namens USS Galapagos aufgelesen worden war. Man vermutete, dass irgendeine Macht uns bessessen hätte, die wieder verschwunden wäre. Aber mein Logbuch las sich an dieser Stelle sehr skeptisch. Eine Eintragung in mein Dienstlogbuch hatte ich nicht machen dürfen. So standen mir nur meine Eintragungen aus dem persönlichen Logbuch zur Verfügung. Dort war vermerkt, dass K'Cha mein Verhalten zu der Zeit zwar merkwürdig aber nicht vollkommen ungewöhnlich gefunden hatte.
Und so geriet das Ereignis langsam in Vergessenheit. Während unsere Zeitreise die Vergangenheit vollkommen verändert hatte, ging mein Leben scheinbar seinen normalen Gang und entwickelte sich doch ganz anders als ich es kannte. Ich war weiterhin befreundet mit Sergej Nachayew, Luis Albers und all den Menschen, die mein Leben auch sonst ausgemacht hatten. Nur starb K'Cha nicht, Albers starb nicht, Sergej wurde nicht vom Dominion gefangen genommen, M heiratete mich nicht und auch mein Vater hatte noch 25 Jahre länger gelebt als ich es aus meinem echten Leben gekannt hatte. Meine Mutter war scheinbar sogar noch am leben. Auch mein kürzlich von den Borg getöteter Bruder lebte noch. Hier gab es keinen Terminator von Borg.
Ich konnte nicht auch nur einen Punkt in meinem Leben finden, der wesentlich schlechter verlaufen war, als ich es aus meinem eigenen Leben erinnerte. Sogar K'Cha schien ein glückliches Leben zu leben, obwohl sie aus der eigenen Flotte ausgeschlossen worden war.
Ich legte die Akten beiseite und seufzte kurz auf. Mir war es also gut ergangen, doch wie war es meinen Kollegen ergangen?
Ich öffnete die Personaldatei der Sternenflotte und wurde was unsere Führungscrew anging nur für D'Amarok und Axevin fündig. D'Amarok war anscheinend vor wenigen Jahren beurlaubt worden und die Akte von Axevin war fast auffällig unauffällig. Er diente scheinbar auf der USS Waterloo. Zu Thorata fand ich nichts. Und Reeve hatte sich ja wie ich bereits wußte, auch für eine andere Karriere entschieden. Nach MaSvorra, Neireh oder Kahael zu suchen wagte ich angesichts der unklaren politischen Lage zu deren Völkern zunächst nicht. Ausserdem würden diese Suchen sicherlich irgendwo einen Alarm auslösen, da ich vor vielen Jahren mit diesen Personen die Galapagos entführt hatte. Wenn ich genau darüber nachdachte, war es vielleicht auch keine gute Idee gewesen, nach D'Amarok und Co. zu suchen. Ich schloss schnell die Crewakte von Axevin. Stattdessen folgte ich einem Impuls und öffnete die Personalakte von M. Ich atmete erleichtert auf, dass sie noch lebte. Sie hatte sich zum Admiral gemausert wie es schien. Nicht nur das: sie war meine direkte Vorgesetzte.
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
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Donnerstag, 14. August 2014, 21:42

05. August 2405

Teral wachte nach einer kurzen aber erholsamen Schlaf wachte er wieder auf. Dr. Nichols kam einige Minuten später herein um nach ihm zu sehen. Der Arzt nahm ein Gerät in die Hand uns sah dann zu dem Vulkanier." Ich möchte das sie dieses Neuralinterface tragen. Es wird einen Alarm auslösen sollten sie wieder bewusstlos zusammen brechen. Vor allem wenn es an einem Ort passiert wo man sie nicht gleich findet. Ansonsten kann ich sie für heute Entlassen. Morgen möchte ich sie jedoch unbedingt wieder sehen.." "Ich habe verstanden.":antwortete D`Amarok und erhob sich vorsichtig. Der Doktor wies einem Pfleger an ihm zu seinem Quartier zu begleiten. Darüber war Teral froh den er hatte keine Ahnung wo er entlang gehen musste. Als er in seinem Quartier angekommen war war stellte er fest das Liz nicht Anwesend war. Der Computer erklärte ihm das sich seine Frau gerade im Dienst befand. Der Sicherheitschef sah aus dem Fenster und stellte dabei Fest das er auf einem Schiff befand. Dann setzte er sich auf die Couch und begann seine Logbücher durchzusehen.
Lt. Cmdr. Teral D'Amarok, Vulkanier -> Sicherheitschef der NEW AGE

Lt. Cmdr. Joran Kan, Vereinigter Trill -> Chefingineur der USS GALAHAD

Axevin

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Donnerstag, 14. August 2014, 22:02

USS WASHINGTON

Die Vulkanierin hatte ähnliche Mühe sich zurecht zu finden, wie vermutlich alle von der NEW AGE. Schnell wurde T'Voc klar, dass wieder etwas schief gelaufen sein musste. Immerhin standen ihr -theoretisch- gute Optionen zur Verfügung. Denn sie diente als Captain auf diesem Schiff. Und praktischerweise war Vutoc ihr Erster Offizier. So zogen sie sich in den Bereitschaftsraum des Captains zurück, um sich umfassend über ihren Status zu informieren.

Die WASHINGTON war ein Schiff der President-Klasse, der Sovereign ähnlich, aber deutlich weiter entwickelt. Sie diente als Forschungsschiff wie einst die Luna, denn die Flaggschiffe der Föderation waren inzwischen grösser als die Pläne der Vesta, die T'Voc kannte.

Zum Glück -vielleicht- operierte die WASHINGTON entlang der Romulanischen Neutralen Zone. Sie hatte einen reinen wissenschaftlichen Auftrag und flog regelmässig Anomalien entlang der Zone an, um sie zu studieren: Nebel, Sonnen, Kometen, Singularitäten.

Gerade wurde dem Captain gemeldet, dass ein fremdes Schiff eine merkwürdige Nachricht abgesetzt hatte:

"41142 blaublütiger Romulaner kam vom Regen in die Traufe 41142 noch jemand hier? 41142 Ich repariere hier nix 41142"

Es erschien den beiden Vulkaniern logisch, von wem diese Botschaft kam. Allerdings brauchten sie einen Vorwand, ihre Position zu verlassen, da es aus dem Föderationsraum kam, aus der entgegengesetzten Richtung.

Lieutenant Alec Axevin
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Captain Alec McDonald
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Ayame Thorata

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32

Donnerstag, 14. August 2014, 22:42

5.August 2405, Thorata-Schrein / Japan / Erde

Ayame fiel plötzlich etwas ein. Wenn sie einen Geliebten hatte, und sei es nur ein Hologramm, dann müsse sie doch etwas darüber in ihrem Tagebuch finden. Wie war sein Name, wie er zu ihr war, welche Vorlieben sie hatte.... ein wenig spielte die Neugierde mit.... sie kannte die Sehnsüchte ihrer realen Zeit, doch waren es auch die Sehnsüchte der Zukunft, oder waren die zukünftigen Sehnsüchte anders? Stand sie vielleicht auf die harte Tour, geprägt durch ihren Ehemann, oder gab ihr das Hologramm die Erfüllung ihrer Sehnsüchte? Sie wusste es nicht, aber sie wollte es herausfinden. Die Abenteuerlust packte sie, sie wollte es wissen, ja , sogar vielleicht auch ausprobieren.... Warum auch nicht, sie betrog ja niemanden. Kanda war der gute Freund geblieben, ihr Ehemann war tot, und Lavi..... sie hatte in ihren Aufzeichnungen nichts über ihn gefunden..... Hatte sie ihn in dieser Zeitebene nicht kennengelernt? Einen Eintrag nach dem Nächsten überflog sie auf der Suche nach weiteren Hinweisen. Dann fand sie einen Namen: Bankotsu. Im ersten Moment fand sie den Namen seltsam, doch dann stockte ihr für einige Sekunden der Atem. Bankotsu war der Name eines der legendären 7 Krieger, die Legenden nach im Mittelalter als Söldner Angst und Schrecken verbreitet hatten. Das Naginata, welches im Thorata-Schrein aufbewahrt wurde, war Sagen nach seine Waffe gewesen. Ausgerechnet dieser Söldner sollte ihr Liebhaber sein? Nun ja, warum nicht, er war ja so gesehen nur ein Hologramm mit dem ungefähren Aussehen Bankotsus.


Holo-Suite, Nebengebäude des Thorata-Schreins

Ayame stand wenig später vor der Suite und startete das Programm, in welchem sie sich vor einigen Stunden wiedergefunden hatte. Die Türen öffneten sich und sie trat wieder ins mittelalterliche Japan ein, wo sie sich erst einmal umsah, um sich wieder zu orientieren. Im Programm musste es inzwischen Abend geworden sein, denn es war dunkel geworden. Sie sah zu der Hütte hinüber, in der sie erwacht war, Rauch stieg aus einer Dachöffnung und es duftete nach einem leckeren Eintopf. Zögernd ging sie auf die Hütte zu, Gelächter dran aus ihrem Inneren zu ihr vor. Ayame ging weiter, berührte mit der Hand die „Tür-Matte“, schob sie zur Seite und trat mutig und neugierig ein.
In der Hütte hatten sich sieben Personen um die Feuerstelle versammelt, sie scherzten miteinander und hatten Essensschüsseln auf dem Schoß stehen. Einer der Männer erhob sich, als er sie sah, „Priesterin, kommt und setzt Euch. Eintopf?“
Ayame ging langsam auf ihn zu. Es war der junge Mann, der ein paar Stunden zuvor sein Pferd neben ihr zum stehen gebracht hatte. Ein anderer Mann stand auf und machte seinen Platz neben dem jungen Mann für sie frei. Ayame setzte sich und beobachtete die anderen Männer. Sie sprachen über die Schlacht, die sie am Tage geschlagen hatten und über weitere Eroberungen. Die Gruppe hatte vor, in den nächsten Tagen das Ashikaga-Shōgunat ( Shōgun: eur. Herzog ) anzugreifen, wollte aber dazu zur Vorbereitung die Ashikaga-Burg beobachten, um den Angriff bestmöglich planen zu können. Ayame hörte ihnen zu. Langsam bekam sie ein Bild von diesem Programm: es war anscheinend nicht einfach ein programmierter Liebhaber, der in einem Liebesnest auf sie warten würde, sondern mehr wie eine Abenteuergeschichte.
Plötzlich standen die anderen Männer auf und verließen nacheinander die Hütte, bis sie mit dem jungen Mann alleine in der Hütte war. Ihr war nicht ganz wohl bei der Sache, immerhin wusste sie nicht, wie sie zu reagieren hatte. Der junge Mann stand auf, holte ein großes Futon-Bett hinter einer Bretterwand hervor und breitete es aus, dann setzte er sich wieder zu ihr. Er rückte etwas näher zu ihr hin, küsste sie sanft auf den Mund, dann wanderten seine Küsse an ihrem Hals entlang abwärts, eine seiner Hände wanderte gerade an ihrem Kimono entlang, Richtung Öffnung. Ayame bekam es etwas mit der Angst zu tun, stieß ihn bestimmt von sich, „Nein, warte!“
Durch ihren Stoß überrascht, landete der junge Mann auf seinem Hosenboden, „Was ist mit dir?“, er setzte sich in den Schneidersitz und sah sie fragend an. Sie suchte nach Worten, dann meinte sie, „Könnten wir so tun, als hätte ich noch nie....“, dabei hatte sie ja nicht einmal gelogen. Er sah sie überrascht an, scheinbar hatte er mit etwas anderem gerechnet, als sie ihn zurückwies. Ayame nickte nur. Aber er schien zu verstehen, was sie meinte, „Vertrau mir einfach.“. Er setzte sich schräg vor sie und begann erneut sie zu küssen. Erst auf den Mund, dann den Hals hinab, als er erneut an ihrem Kimono ankam, nahm Ayame ihren ganzen Mut zusammen. Sanft glitt seine Hand zwischen die beiden Vorderteile des Kimonos, dann stoppte er plötzlich, griff nach den beiden Säumen des Kimonos, zog ihn Ayame von den Schultern herunter und starrte ungläubig auf ihren BH, „Was ist DAS?“, er griff nach seinem Messer und wollte die Klinge zwischen ihren Brüsten unter den BH führen. Doch Ayame hielt die bewaffnete Hand auf, „Warte, ich mach das schon.“, sie griff nach hinten zum Verschluss des BH's, öffnete ihn und zog sich dann den BH aus. Erneut küsste er sie auf den Mund, da der Kimono schon ausgezogen war legte er ihr die linke Hand auf den Bauch und während er sie weiterhin küsste wanderte seine Hand vom Bauch hinauf zu ihrer Brust und fing an, diese sanft zu massieren.
Ayame schloss die Augen, was sie fühlte, hatte sie noch nie zuvor gefühlt. Im ersten Moment war es etwas unangenehm, aber dann schien ihr Körper mehr davon haben zu wollen. Sie gab sich diesen Gefühlen hin. Der Mann zog sie sanft auf die Knie hoch, um ihr besser die Hose öffnen zu können. Dann zog auch er sich aus, durch einen sanften Druck an ihren Schultern brachte er sie dazu, sich auf dem Futon-Bett auf den Rücken zu legen. Küsse wanderten den Hals hinunter, über die Schultern bis hin zu ihren Brüsten. Seine linke Hand wanderte zu ihrem rechten Oberschenkel und griff nach ihm. Mit einer einzigen Drehbewegung legte er sich auf den Rücken und zog sie gleichzeitig auf seinen Bauch. Sanft hob er ihr Gesäß an und setzte sie auf sein steifes Glied ab.
Ein leises, „Uh“, entfuhr ihr, als sie spürte, wie es sanft in sie eindrang. Mit aufwärts gerichteten Stößen wurde er dann aktiv, brachte sie sanft zu ihrem ersten Orgasmus. Für Ayame war es wie ein Wechselbad der Gefühle, ihre anfängliche Angst wich einem unbeschreiblichen Gefühl des Wohlseins. Ein Orgasmus folgte dem Nächsten. Ayame schloss die Augen, Schicksal, lass jetzt niemanden herein kommen, oder mich jetzt woanders hin switschen
Irgendwann griff er nach ihrer Taille und zog sie sanft von seinem Glied. Mit ihr im Arm drehte er sich so um, dass nun sie auf dem Rücken lag. Er küsste ihre Brüste, während er erneut sanft in sie hinein glitt und sie durch Stöße weitere Orgasmen erleben ließ.
Wie lange sie sich so im Schein der Feuerstelle geliebt hatten, konnte Ayame nicht sagen. Ihr war, als hätte sie das Gefühl für Zeit verloren. Irgendwann zog er sich aus ihr zurück, legte sich neben sie, zog ihnen die Decke über die nackten und schweißnassen Körper und nahm sie wärmend in den Arm, „Einen Moment lang hatte ich das Gefühl gehabt, es sei dein erstes Mal gewesen, Liebste.“
Lt. JG Ayame Thorata
Wissenschaftsoffizier
USS NEW AGE

( NPC: Yu Kanda, Lavi O'Neill )

Lieutenant Alexis Carter,
Councelor der USS Galahad

Patrice

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Freitag, 15. August 2014, 00:32

05. August 2405 - USS Normandy

Ich stieß auf einen gang besonders interessanten Logbucheintrag von vor über 5 Jahren:

Persönliches Computerlogbuch Captain Patrice Patel, Sternzeit 71502,4
Die Sternenflotte hat mir ein neues Kommando angeboten. Ich konnte nicht glauben, als sie sagten, dass es für die USS Normandy sein soll. Nicht nur dass das Schiff einen Namen aus meiner Heimat trägt, es wird zudem das modernste Schiff der Flotte sein. Holoadaptive Technik ist zwar nichts neues mehr, aber noch nie wurde sie so konsequent angewandt. Mit Ausnahme der Torpedos und des Warpantriebs ist fast alles an Bord holografisch erzeugt. Ganze 4.000 Leute soll das Schiff fassen können, nur rund die Hälfte soll aus Sternenflottenangehörigen bestehen. Der Rest sollen Zivilisten sein. Dreimal so groß wie eine Sovereign wird das Schiff und trotzdem soll es noch wendig sein durch die neuen Impulstriebwerke der sechsten Generation. Die Waffen sind natürlich auf modernsten Stand, sollen aber nach der Vorstellung der Sternenflotte nach Möglichkeit nie zum Einsatz kommen. Das Schiff soll ausschließlich zu Forschungszwecken in sicherem Territorium eingesetzt werden. K'Cha hat es deswegen den ersten Seniorendampfer der Sternenflotte genannt.
Aber auch sie wird als mein erster Offizier gerne mitkommen, auch wenn keine glorreichen Schlachten gefeiert werden können. Das Schiff bietet Antoine die Möglichkeit, hier seinen Dienst zu tun. Später auch mit meinem Enkelkind. Wir müssen Grace noch überreden, auf das Schiff zu kommen. Sie sagt, das sei nichts für Schwangere. Leider will sie auch ihre Arztpraxis nicht aufgeben. Aber Antoine ist fest entschlossen, auf mein Schiff zu kommen. Und wenn Mathéo mit der Akademie fertig ist, werd ich schon auch einen Platz an Bord finden. Das Schiff ist immerhin so riesig. Nur für meine schauspielernde Tochter werde ich wohl leider keinen Platz finden. Wie Marie mir heute gesagt hat, hat sie eine feste Nebenrolle in einer neuen Serie namens "Scavenger" ergattert. Wenigstens sehe ich sie so häufig genug. Ich hoffe nur, diese windigen Schauspieler lassen die Finger von meiner minderjährigen Tochter. Sie ist gerade mal 14, auch wenn sie aufgrund ihrer Gene nicht so aussieht. Selbst wenn man einen guten Ruf hat, wie dieser Curtis Reeve- einer der Hauptdarsteller- wer weiß, wie die privat sind, wenn sie ein junges und naives Ding sehen. Aber andererseits wird sie sich auch zu wehren wissen, immerhin ist sie zur Hälfte Klingonin.
Eine coole Sache habe ich noch nicht erwähnt, meine gute alte Freundin, die vor kurzem erst zum Admiral gemacht wurde, wird die Missionen unseres Schiffes von SF-HQ aus leiten: Maria Marquez. Ich freue mich schon sehr, wieder mit ihr arbeiten zu können. Ich vermisse die guten Zeiten, die wir in Bars zusammen rumgehangen haben. Jetzt haben wir wieder Ausreden für sowas, auch wenn ihr Mann mich nicht gerne in ihrer Nähe sieht.
In drei Wochen geht es los. Wenig Zeit mich von der Crew meines ersten Kommandos zu verabschieden. Ich werde die Olymp vermissen. Aber es tröstet mich, dass mir mein erster Offizier auf den Posten des Captains folgen wird, so wie es zuvor auch ich gemacht habe. Für ihn wird es noch heiß werden, die Olymp ist auf dem Weg zur neutralen Zone. Ein ganz anderes Programm als es mich die letzten Jahre bis zur Pensionierung erwartet.
Logbuch Ende
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
Admiral Patrice "Rick" Dimanche und Prof. Dr. Gresk - Schulschiff Pioneer

Axevin

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Freitag, 15. August 2014, 10:46

USS WASHINGTON

"Wie lange sollen wir noch hier operieren?" Der Zweite Offizier hatte diese Frage gestellt. T'Voc und Vutoc sahen sich an. Seit Stunden schon operierten sie entlang der Neutralen Zone. Die Langstreckensensoren hatten eine Anhäufung von Signaturen registiert. Offensichtlich bewegten sie sich auf eine einzelne Signatur zu. Allerdings befanden sie sich auf der Föderationsseite.

"Ist es nicht ungewöhnlich genug für Sie, eine Flottenoperation zu beobachten", fragte er 'Captain' trocken. Der OPS wurde verlegen. "Nun ja, schon. Aber die Spannungen zwischen uns und den Romulanern könnten vielleicht dazu führen, dass einige dieser Signaturen auf uns zukommen. Über kurz oder lang, Sir."

"Warum sollten sie, wenn es Föderationssignaturen sind? Das ist unlogisch." T'Voc nickte und besah sich die Sternenkarte, die sie holografisch aus ihrem (echten) Stuhl fahren liess. Das Problem war, etwas zu finden, was ihr die Gelegenheit bot, den Spuren weiter nachzugehen. Sie entdeckte einen Kometen, der sich am Rand der Zone von dieser in Richtung der Warpspuren bewegte, und befahl dem CONN: "Fangen Sie dieses Objekt ab. Wir werden dann mit unseren wissenschatlichen Routineanalysen forfahren." Dann sah sie wieder zum OPS. "Und Sie behalten diese Signaturen im Auge."
Lieutenant Alec Axevin
Leitender Operationsoffizier
USS New Age

Captain Alec McDonald
Kommandierender Offizier
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Patrice

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Freitag, 15. August 2014, 14:50

05. August 2405 - USS Normandy

Langsam hatte ich eine sehr gute Vorstellung von meinem Leben in dieser Zeit. Nun nahm ich mir vor, meine Tarnung ein wenig zu optimieren. Ein guter Anfang erschien mir, die aktuelle Mission herauszufinden. Die bestand schlicht und einfach in einer sehr ausführlichen Kartographierung des Sektors. Dafür hatte unser Schiff die besten Sensoren. Und da fast 2/3 der Sternenflottencrew aus Wissenschaftlern bestand, wurde hier an Bord extrem schnell und gründlich gearbeitet.
Dies machte mich unverdienterweise ein wenig stolz. Ich blickte als nächstes in meinen Posteingangsordner, um zu überprüfen, welche Aufgaben ich heute hatte. Die meisten Aufgaben delegierte ich an meinen ersten Offizier, wie ich jetzt auch wusste, war dies meine eigene Frau. Ich hatte da kein schlechtes Gewissen, das war eher normal. Neireh machte dies auch so mit mir und ich gab einen Großteil der Arbeit dann ebenso in tiefere Hierarchieebenen ab. Nachdem dies erledigt war, unterzeichnete ich schnell rund fünf Dutzend Dokumente, um viel Arbeit vorzutäuschen. Bewerten konnte ich die meisten Berichte ohnehin nicht, da ich weder die Materie noch die in den Berichten vorkommenden Personen kannte.
Nach einer Weile ging ich zurück auf die Brücke, um Präsenz zu zeigen. Erneut fiel mir fast die Kinnlade herunter, als ich die gewaltige Kuppel des Sternenhimmels über mir sah. Selbst im Raumanzug hatte ich noch nie etwas vergleichbares gesehen, da der Raumanzug den Sichtbereich einschränkte.
Die Beleuchtung des Raumes war sehr gleichmäßig und kam aus dem nichts, sodass jeder Millimeter der Brücke die gleiche Lichtstärke hatte. Ungläubig beobachtete ich meinen zweiten Offizier dabei, wie er sich etwas zu essen bestellte. Statt zu einem Replikator zu gehen, erschien seine Mahlzeit einfach auf seiner ausgestreckten Handfläche. Eine Mischung aus Replikator-, Transporter- und Holotechnologie. Eigentlich war es eine konsequente Fortentwicklung der bekannten Technik. Jedoch war es schon ungewöhnlich, echte Speisen aus dem Nichts erscheinen zu lassen. Ich bestellte mir auf gleiche Art einen Raktajino und war anschließend nahezu aus dem Häuschen angesichts des Geschmacks. Scheinbar hatte man die Replikatorqualität optimiert. Um das nachzuprüfen, bestellte ich mir gleich ein Soufflé hinterher und war ebenso begeistert.
Ich bemerkte sehr schnell, dass man als Captain auf der USS Normandy nicht wirklich viel zu tun hatte. Wie K'Cha es schon formuliert hatte, die Stelle war eine Art Dankeschön der Sternenflotte für gute Arbeit und eine ruhige Stelle, um sich langsam auf die Pension vorzubereiten. Ich hatte im Missionslogbuch keine besonders spannende Mission nachgelesen. Erstkontakte gab es in diesem bekannten Raum ohnehin nicht. Angesichts der vielen Crewmitglieder und dem tollen Arbeitsplatz gab es auf der Brücke auch nur 4-Stunden-Schichten, damit jeder mal die Chance auf Brückendienst hatte. Insofern wurde ich schneller als mir fast lieb war von einer Bajoranerin abgelöst. Ich lächelte ihr freundlich zu und trat dann mehr oder weniger zielsicher zum Turbolift.
Doch aus diesem trat gerade als ich einsteigen wollte, eine Gruppe von 15 Kindergartenkindern in Begleitung von einer jungen Erzieherin ein. Ich erkannte Mia unter den Kindern.
"Captain, das ergibt sich ja schön. Ich habe hier die Sternschnuppengruppe, die sich gerne mal die Brücke unseres Schiffes ansehen würde." sagte die Erzieherin.
Ich lächelte. Mia grinste über beide Backen und irgendwann platzte ein "Hallo, Opa." aus ihr heraus.
Ich richtete mich an die ganze Gruppe. "Hallo Kinder. Herzlich Willkommen auf der Hauptbrücke. Wer weiß, was man auf der Brücke eines Raumschiffes so macht?" fragte ich.
Alle Hände richteten sich nach oben.
"Du da." sagte ich und hoffte, dass nicht von mir erwartet wurde, die Namen aller Kinder auf diesem Schiff zu kennen.
"Man steuert das Schiff und kann schießen." sagte der Junge. Ich lächelte. "Nicht schlecht. Wobei wir hier eher selten schießen. Aber richtig, wir steuern hier das Schiff und koordinieren alle Schiffsfunktionen. Die Holoemitter, die Lebenserhaltung, die Sensoren..." zählte ich auf. Ich musste darauf achten, nicht allzu viel zu erzählen, weil dann deutlich werden würde, dass ich von Details keine Ahnung hatte.
"Was macht denn ein Captain, Mister?" fragte eine kleine Andorianerin.
Ich lächelte, das konnte ich beantworten. "Ein Captain sorgt dafür, dass hier kein Chaos entsteht, jeder weiß, was er zu tun hat und er trifft die Entscheidungen, die notwendig sind. Es ist ein toller Job. Wenn du mal zur Sternenflotte willst, solltest du diesen Posten anstreben. Allerdings kannst du dir vorstellen, dass das nicht leicht ist. Pro Schiff gibt es ja nur einen Captain." sagte ich.
"Opa?" erkundigte sich die kleine Mia. "Ja, mein Schatz?" fragte ich.
"Zeig mal deinen Stuhl, bitte, Opa." sagte Mia. Ich lächelte.
"OK, das noch, aber dann muss ich auch anderswo hin." Ich blickte zu der Bajoranerin. "Übernehmen Sie danach bitte." sagte ich. Die Bajoranerin nickte ohne weitere Worte.
Ich trat zum Stuhl und ließ den materialisieren. "Boah, ist der groß!" staunte Mia.
"Willst du mal probesitzen?" fragte ich.
"Jaaaaa!" äußerte sich Mia. Ich hob sie hoch und setzte sie auf den Stuhl, in den sie dreimal passte. "Und gute Aussicht?" fragte ich.
Sie lachte. "Feuer frei. Zerstören Sie die Bastarde!" rief sie auf einmal laut. "Wo hast du das denn her?" fragte ich belustigt.
"Na von Tante Marie aus der Serie." sagte Mia als wäre ich geistig beschränkt, sowas zu fragen. Ich erinnerte mich, die Serie über Piraten, in der meine Tochter wohl mitspielte.
"Mir scheint, Tante Marie benutzt da ein paar Wörter, die du dir besser nicht merken solltest." lachte ich.
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Samstag, 16. August 2014, 17:11

USS WASHINGTON

Während des Fluges zogen sich Captain T'Voc und Commander Vutoc in den Bereitschaftsraum zurück, um etwas mehr über ihre Lage zu erfahren. Dabei erfuhren sie einiges:

Zum einen gab es -keine Überraschung, denn dann wäre die persönliche Geschichte einzelner anders- keine NEW AGE, abgesehen von einem Vergnügungsschiff eines Ferengi, der durch den Föderationsraum flog, um hier Geschäfte zu machen.

Zum anderen befanden sich zahlreiche Föderationsangehörige der eigentlichen NEW AGE-Crew auf einem Mond am Rande des Föderationsgebietes, um eine Kolonie aufzubauen. Als Zivilisten. Die Nachforschungen ergaben, dass man davon ausging, dass die damalige Besatzung der USS GALAPAGOS von einer fremden Macht besessen war und vielleicht war diese Kolonie eine Art Therapeizentrum. Die Kolonisten dort sammelten sich freiwillig und waren auch keinerlei Restriktionen unterworfen. Anscheinend wollten sie einfach nur zusammen bleiben.

Andere dienten in den unterschiedlichsten Funktionen in der Flotte. Zwei waren sogar an Bord der WASHINGTON: der Chefarzt und der Chefingenieur. Beide waren eigentlich Crewmen gewesen.

Der Erste Offizier der NEW AGE diente auf einem der modernsten Schiffe der Sternenflotte als Captain, gemeinsam mit seiner klingonischen Frau und dem grössten Teil seiner Familie. Die beiden Vulkanier zogen die Augenbrauen hoch. Sie wussten nichts von dieser klingonischen Frau. Über ihren Vorgesetzten fanden sie nicht viel heraus. Nur, dass Axevin Commander war und mehrmals ein Kommando abgelehnt hatte, um weiter auf der USS WATERLOO zu dienen. Aber über deren Auftrag und die Funktion des Commanders gab es nichts.

Captain T'Voc war drauf und dran, ihre Crew einzuweihen und sich in den Raum der Romulaner zu begeben, um die dortigen Crewmitglieder der NEW AGE einzusammeln. Ihr XO riet aber davon ab. Die Spannungen zwischen Föderation und Imperium waren zu gross. Der klingonische Raum war zu weit entfernt.

Man folgte dem Kometen und damit bewegte man sich auf die merkwürdige Signatur zu, die von Föderationsschiffen verfolgt wurde. Sollte dies nichts bringen, wollte T'Voc die Kolonie aufsuchen, um Kontakt mit den dort lebenden Männern und Frauen aufzunehmen. Dieser Plan fand auch die Zustimmung von Commander Vutoc.

Nebenbei hatten beide festgestellt, dass sie nicht geheiratet und sich getrennt hatten. Ihre Karriere war ihnen wohl wichtiger. Das erschien ihnen auch logisch.
Lieutenant Alec Axevin
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Samstag, 16. August 2014, 20:02

05. August 2405 - USS Normandy

Als ich nach einer kleinen Tour durch das Schiff mit einiger Mühe mein Quartier wiedergefunden hatte, kam mir am Eingang gleich ein köstlicher Geruch von gebratener Gans entgegen. "Hast du gekocht?" fragte ich verwundert zu K'Cha, die das mächtige Tier gerade auf den Tisch legte. "Natürlich, und selbst gejagt!" lachte sie. Es war wohl eine dumme Frage gewesen, aber damals auf Q'onoS hatten wir häufiger zusammen gekocht. An dem großen Eßtisch war für drei weitere Leute gedeckt. "Wer kommt denn gleich noch?" fragte ich verblüfft. "Na, Mia, Antoine und Grace." sagte K'Cha.
"Grace?" fragte ich verwundert. Ich hatte angenommen, sie wäre als Ärztin auf der Erde tätig. Vielleicht war sie zu Besuch? Ich biß mir auf die Zunge, weiter nachzufragen. Offensichtlich wirkte ich auf K'Cha heute wie senil, so dumme Fragen zu stellen.
"Natürlich Grace. Wann war sie denn mal nicht beim Essen dabei? Vielleicht mal als ein Notfall in der Praxis war." sagte K'Cha dann und meine Verwirrung war unendlich. Doch das blieb sie nicht lang. Als es an der Tür klingelte, war es zunächst Antoine. Er grüßte mich mit einer Umarmung und K'Cha mit je einem Kuss je Wange. "Sieht köstlich aus." sagte er zur Gans. Dann tippte er seinen Kommunikator an. "Liebling, ich bin zu Hause." sagte er nur. Ich zog eine Augenbraue hoch, doch nur wenige Sekunden später erschien eine Person wie aus dem Nichts vor mir.
Es war offensichtlich ein Hologramm. Auch wenn man meinen konnte, Grace stünde leibhaftig vor einem. Ich roch sogar ihr Parfüm. Es war erstaunlich, aber scheinbar hatte die Technologie es möglich gemacht, über dutzende Lichtjahre mit seinen Kindern Abendessen zu können, ohne dass eine der beiden Seiten sein Wohnzimmer verließ.
"Hallo, Patrice." sagte Grace lächelnd. Jetzt erkannte ich ihre Ähnlichkeit zu Mia. Ich lächelte freundlich zurück. "Wie war dein Tag?" fragte ich.
"Ein paar Kinder waren wie immer zu wild beim Spielen und brauchten ein Pflaster." lächelte sie. "Wie war dein Tag?" fragte sie.
"Ich hab anderen Leuten gesagt, was sie zu tun haben." antwortete ich. Die Tür öffnete sich und Mia trat ein. Sie lief ihrer Mutter in die Arme und umarmte sie kräftig. "Hallo Mama." sagte sie. Ich war noch immer sprachlos. Ich fragte, mich, wie die Umgebung bei Grace aussah, dass sie hier durch das Zimmer lief, als wäre sie tatsächlich da. Aber langsam dämmerte mir, dass es auf der Erde gerade ein identisches Zimmer gab und ich war ebenfalls dort. Als Hologramm. Genau wie Mia, K'Cha und Antoine. Ich blickte aus dem Fenster und sah Sterne. Ich war also wirklich hier auf dem Schiff. Aber wem gehörte dieses Zimmer, dieser Esstisch? Mir oder Grace? Ich war ein wenig verwirrt.
"Ich brauche jetzt Wein." beschloss ich. K'Cha lachte und öffnete eine Flasche holografischen Wein, der sich in meinem Glas zu echtem Wein verwandeln würde.
Ich setzte mich an den Tisch und schwieg, während Mia von ihrem Besuch auf der Brücke erzählte und Antoine anschließend von seiner Idee berichtete, eine Fußballmannschaft zu gründen.
Es war eine fröhliche, entspannte und liebevolle Unterhaltung einer großen kleinen Familie, die mit sich und der Welt im reinen war. Ich hatte soetwas nicht mehr für möglich gehalten in unserem Universum.
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Kahael

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Samstag, 16. August 2014, 22:23

Der Magen des Halb-Romulaners rebellierte als die klebrige gelbe Masse immer länger wurde. Angewiedert betrachtete er die Fäden die von der Gabel hinabgingen. Es schien als ob sie in die Schüssel zurück wollten. Kahael tat ihnen den Gefallen und ließ die Kabel in selbige fallen. Er warf einen Blick auf den Replikator. Er müsste ihn wohl reparieren und fragte sich, ob die Innereien des Replikators ein ebenso großes Rätsel für ihn sein würden, wie der Warpantrieb. Er kam sich vor wie ein Urzeitmensch der mit Steinwerkzeugen vor einer kaputten Dampfmaschine saß. Dabei war es seine Konstruktion. Das erkannte er sofort. Die letzten fünf Stunden hatte er versucht sich in die Baupläne einzuarbeiten. Aber er verstand nicht was darin vor sich ging. Ein extrem genügsamer und hoch effektiver Warpantrieb schnurrte hinter seinem Rücken und beschleunigte ein Schiff von der Größe eines Runabout auf eine Geschwindigkeit, die selbst seine New Age alt aussehen ließ. Immerhin hatte ihn seine Musiksammlung nicht verlassen, sie war sogar um interessante Klänge angewachsen. Immerhin hatte sich sein Musikgeschmack auch in dieser Zeitlinie nicht geändert.

Ein schriller Alarmton drängte sich zwischen die harten Gitarrenklänge. Der Ingenieur zog seinen Kopf aus dem Inneren des Replikators und blickte über seine Schulter zum Steuerpult. Es war der Annäherungsalarm. Überrascht riss er die Augen auf als er die Sensordaten betrachtete. "Mein süße ...", sagte er und ein breites Lachen huschte übe sein Gesicht. Er erkannte sofort die Konfiguration des Schiffes. Es war die New Age, doch das Signal wies das Schiff als USS Sevak (OFF: Sevak ist der Name des Kerls, dem Cochrane die Hand geschüttelt hat) aus ... und sie war auf Abfangkurs. Scheint so, als ob nicht nur der Replikator einen Defekt hat, dachte er sich beiläufig und bemerkte das die Sevak auch nicht die langsamste war.

Seine Finger verkrampften sich fast bei dem Versuch der Sevak auszuweichen. Wer auch immer das Schiff steuerte, er war gut. Es gelang Kahael den Phasern auszuweichen indem er eng um die Sevak herumflog. Das war aber auf Dauer keine Lösung. Allein weil er spürte das seine Hände bald aufgeben würden. Er flog eine enge Schere gefolgt von einer kunstvollen Fassrolle und wich so einigen weiteren Phaserstrahlen aus. Seine Finger schmerzten. Er sah es aber nicht ein einfach so in den Hangar des Föderationsschiffes zu fliegen und klemmte sich eng an die Warpgondel seines Gegners. Er kannte die toten Winkel dieses Schiffes und er nutzte sie. Dann ertönte eine Stimme: "Ihre Flugkünste sind bemerkenswert. Es liegt aber keine Logik in ihren Bemühungen. Sie wurden gestellt. Sollten Sie sich einer Festnahme weiterhin entziehen, bin ich befugt Ihr Schiff zu zerstören. Das wird unweigerlich mit Ihrem Tod einhergehen. Das wäre bedauerlich. Ich gebe Ihnen fünf Minuten sich zu entscheiden." Martinson. Er hätte die Stimme unter tausenden erkannt.

Augenblicke setzte die Ale Intox auf dem Hangarboden der Sevak auf. Kahael sah wie sich bereits ein Sicherheitsteam seinem Schiff nährte. Er seufzte. Einerseits war er Zuhause. Es war die New Age, gleichzeitig war sie es nicht. Während seines kurzen Manövers mit dem Schiffe hatte er einige Daten sammeln können. Es bestand kein Zweifel, der Schiffsrumpf entsprach dem der New Age. Innerlich war es ein anderes Schiff. Moderner und ihr fehlten die zahlreichen Modifikationen. Auch eine Sicherheitsstation hatte sie Sevak nicht. Aber den zweiten Warpkern, zumindest der Schacht war vorhanden. Vermutlich hatte ein Refit des Warpantriebs den zweiten Kern überflüssig gemacht. Aber es gab einige Konstruktionsmerkmale die nur die New Age besaß. Martinson hatte sie kontstruiert. Vermutlich war es auch in dieser Zeitlinie passiert. Ohne Frage war die Sevak ein altes Schiff aber gut in Schuss. Vermutlich musste sie in dieser Zukunft nicht so viel ertragen wie seine New Age.
Er öffnete das Schott und ging die Rampe hinunter und blickte in die Mündungen einiger Phaserpistolen. Er legte sein verschmitztes Lächeln auf und trat auf den Offizier zu der ihn empfing. "Ein schönes Schiff haben Sie da. Da fühlt man sich richtig wohl", witzelte er ein wenig. Wenn du wüsstest WIE wohl ich mich hier fühle, fügte er in Gedanken an. "Chris chi'Kohal tr'Kahael?" Der andorianische Sicherheitsoffizier musterte ihn mit steinerner Mine. "Nennen Sie mich Kahael." Kahael lächelte. "Sie sind verhaftet", antwortete der Andorianer kurzatmig und deutete mit seiner Waffe an das Kahael ihm folgen sollte. "Ich würde gerne mit Captain Martinson sprechen." Die Antennen des Sicherheitsoffiziers legten sich angespannt nach hinten. "Sie kommen mit mir." "Dann bringen Sie mich zum Captain?" "Nein, in eine Zelle." "Ach, kommandiert er von der Brig aus?" Der Andorianer machte eine Handbewegung und Kahael spürte einen Gewehrkolben in seinem Rücken der ihn zum Gehen motivierte. "Rauhe Sitten sind das hier", nörgelte er, fügte sich aber.
Commander Chi´Khoal tr´Kahael - Chefingenieur der USS New Age
Captain Max "Dampfkessel" Voss - Captain des Schulschiffes Pioneer

in dubio pro raute

Falls Sie in einem Land leben, in dem das Fischen ohne Angelschein bestraft wird,
jedoch nicht der illegale Grenzübertritt ohne gültigen Reisepass,
dann haben Sie das Recht zu sagen, dieses Land wird von Idioten regiert.
Milos Zeman, tschechischer Ministerpräsident

Neireh

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Samstag, 16. August 2014, 22:54

Romulus, Verhörzelle


Einer grausamen Choreographie gleich hatten sie damit angefangen Axevin zu bearbeiten und sich langsam zu steigern. Mit einer kalten Präzesion legte der Romulaner einige Kontakte an bestimmte Stellen seines Körpers an. Zuletzt platzierte er einige an seinem Kopf, wo er zunächst etwas Blut von einer Platzwunde wegwischen musste. Neireh versuchte das Verhör so gut es ging zu lenken und ließ ihren Assistenten Fragen stellen.

"Mit einem Geständnis könnten sie es sich viel leichter machen. Vielleicht gewähre ich ihnen dann einen schnellen Tod, statt sie weiter leiden und Schmerzen spüren zu lassen für das was sie getan haben.", sagte Neireh mit einer Stimme die kaum wieder zu erkennen wäre.

Der andere Romulaner ging ein paar Schritte um den Verhörstuhl herum Richtung Kopfende. So das Axevin nur noch das Geräusch seiner Stiefel auf dem Boden hören konnte. Aber es war klar das der Romulaner bereit war jederzeit wieder zuzuschlagen und er es nicht einmal kommen sehen würde.

"Geben Sie zu das sie an den Sabotageaktionen beteiligt waren, die von ihrer Föderation so schön Inspektionsreise genannt wird. Geben sie zu das dies nur eine Tarnung dafür ist um nah genug an romulanische Einrichtungen in der Neutralen Zone zu kommen um ihre Sabotageaktionen durchführen zu können. Sie und ihr Team wurden auf dem Sinae v'Stelam Array aufgegriffen wie sie versucht haben die Subraumscanner zu sabotieren. Sie wiedersetzten sich ihrer Festnahme und töteten dabei einen Offizier. Ein anderer liegt immer noch verletzt auf der Krankenstation.", erklärte der Romulaner.

Der Schlag den Axevin danach traf, kam aus einer anderen Richtung. Neireh legte Ihre Finger um sein Kinn und drehte sein Gesicht zu ihr hin, während sie sich etwas tiefer beugte.

"Reden sie, solange sie noch die Möglichkeit dazu haben. Ich will Antworten. Alternativ zu einem Geständnis könnten sie uns auch ein paar Informationen zu Sicherheitstaktischen Bereichen der Sternenflotte liefern. Wo sind die Flottenschwerpunkte, Größe und Ausstattung ihres neuesten Schiffes, Verteidgungsschwerpunkte, Zugangsdaten zu Sensorabtastgittern.. solche Informationen. Wenn ich zu dem Schluss komme das sie für uns wertlos sind, dann werden sie dem Tribunal ür ihre Verbrechen überstellt. Vielleicht hat ihre Kollegin uns ja mehr zu sagen.
Si vis pacem, para bellum
"Romulaner finden immer einen Weg"
Captain der USS New Age
Ex-Diplomatin und Dissidentin bei Rogue
T'Ary auf der Pioneer und andere Romulaner der Hintergrundgeschichte
"Wenn einer einen Traum hat, ist es nur ein Traum.Wenn viele denselben Traum haben ist es der Beginn der Wirklichkeit."

Patrice

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Sonntag, 17. August 2014, 15:14

05. August 2405 - USS Normandy

Nach dem Abendessen verabschiedete sich mein Sohn, meine Schwiegertochter und mein Enkelkind und K'Cha und ich waren allein. Es war ein anstrengender Tag gewesen, nicht so sehr wegen meiner Aktivitäten, sondern weil mir diese Welt recht fremd war. Doch K'Cha nahm darauf keine Rücksicht. Sie wollte nach dem Abendessen noch eine Runde Nahkampf mit mir exerzieren. Wortwörtlich Nahkampf.
"Computer, öffne Programm Cha'Cha 20. 2 bat'leth." sagte sie. Das Wohnzimmer verschwand und verwandelte sich in eine weite Wüstenlandschaft auf der rund 500 klingonische Krieger in einer gewaltigen Schlacht übereinander herfielen. Die Krieger hielten rund um K'Cha und mich aber einen Mindestabstand, sodass wir unseren Kampf für uns allein hatten. Die anderen Krieger dienten wohl lediglich als Hintergrundszenerie. Ich wunderte mich, dass die Schaltkreise des Holoraums angesichts solcher Szenerien nicht durchschmorten. Aber all das gehörte wohl zum technologischen Fortschritt. Man ging nicht mehr auf das Holodeck, man war im Holodeck.
Ich nahm eines der Schwerter hoch und befürchtete, dass dies ein ziemlich ungleicher Kampf werden würde. Ich hatte zwar fleißig weiter geübt, aber K'Cha hatte vermutlich mit meinem Alter Ego fast täglich Übung. "En garde!" sagte ich und ihr bat'leth fiel mit hoher Wucht auf mein verteidigendes Schwert. Ich wunderte mich, dass ich diese Krafteinwirkung überstand, aber ich war ja in einem Körper, der diese Krafteinwirkung gewohnt war. Nur die Technik musste ich wohl oder übel selber aufbringen. Ich riss mein Schwert schnell zur Seite, um das Ihrige zu verkeilen und ihr nach Möglichkeit zu entreißen, aber das war natürlich der älteste Trick im Buch und es gelang nicht auch nur annäherungsweise. Ich wich schnell nach hinten aus und schwang das bat'leth dabei an meinem Vorderkörper vorbei, um meinen Rückzug abzusichern. "Was ist los, Schatz? Heute nicht in Form? Erwarte keine Gnade von mir." sagte K'Cha grinsend. Ich kannte ihre Stimmung in solchen Situationen. Es war ein schwerer Balanceakt zwischen Blutrausch und erotischem Spiel für sie. Mein bisheriges Überleben und die drei Kinder bezeugten, dass sie bisher immer im Gleichgewicht geblieben war.
"Gnade ist etwas für Ferengi." antwortete ich versuchte mich an einem Angriff, den ich glaubte, ganz gut zu beherrschen.
Commander Patrice Patel - 1. Offizier der USS New Age
Admiral Patrice "Rick" Dimanche und Prof. Dr. Gresk - Schulschiff Pioneer